ADO

ADO Air 20 Pro E-Bike

Faltbares 20-Zoll-E-Bike mit Bafang-Automatikgetriebe, Carbon-Riemenantrieb, Federgabel und 370-Wh-Akku

3,7 /5 · datenbasierte Einordnung
  • Bafang-Motor mit integriertem Zwei-Gang-Automatikgetriebe, an einem Faltrad ungewöhnlich
  • Carbon-Zahnriemen bleibt trotz zwei Gängen erhalten
  • Federgabel mit verstellbarem Lockout, die dem Air 20S fehlt
  • Gepäckträger, Schutzbleche und 3-A-Ladegerät gehören zum Lieferumfang
  • 370-Wh-Akku zum Entnehmen, kein Gasgriff verbaut
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    1.499,00 €
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Stand: 11.10.2026, 20:16 Uhr MESZ | ggf. zzgl. Versand | Details

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Technische Daten

Motor
Bafang Heckmotor mit integriertem Automatikgetriebe, 250 W Nenndauerleistung
Drehmoment
40 Nm
Getriebe
Zwei Gänge, automatisch schaltend
Sensorik
Drehmomentsensor
Akku
37 V / 10 Ah, 370 Wh, entnehmbar
Ladezeit
4 bis 6 Stunden
Ladegerät
42 V / 3 A
Reichweite
bis 100 km
Höchstgeschwindigkeit
25 km/h
Unterstützungsstufen
3 Stufen plus Aus
Gasgriff
Nicht verbaut
Antrieb
Carbon-Zahnriemen
Bremsen
Hydraulische Scheibenbremsen
Federung
Federgabel, verstellbar mit Lockout
Laufräder
20 Zoll
Bereifung
20 x 1,95 Zoll
Rahmen
Aluminium, faltbar
Laufräder
Doppelwandige Aluminiumfelgen
Display
IPS-Farbdisplay
Beleuchtung
Scheinwerfer mit 1.200 Lumen nach IPX5, Reflektor-Rücklicht
Gepäckträger
Im Lieferumfang enthalten
Schutzbleche
Im Lieferumfang enthalten
App
ADO Smart App
Gewicht
21 kg
Zulässiges Gesamtgewicht
120 kg
Körpergröße
150 bis 200 cm
Sattelhöhe
740 bis 960 mm
Gesamtlänge
1.560 mm

Angaben laut Hersteller und Händler, im Zweifel auf der Produktseite prüfen.

Unsere Rezension

Das ADO Air 20 Pro ist die Ausbaustufe des Air 20S und bringt zwei Bauteile mit, die dem leichteren Schwestermodell fehlen: ein automatisches Zwei-Gang-Getriebe im Bafang-Motor und eine Federgabel mit Lockout.

Beides zusammen macht aus dem Faltrad ein Pendlerrad, das auch mit Steigungen und schlechtem Belag zurechtkommt. Für ca. 1.499,00 € bleiben Carbon-Riemen, Drehmomentsensor und der entnehmbare 370-Wh-Akku erhalten. Grundlage der Einordnung sind das ADO-Datenblatt, die Händler-Listung und der Vergleich innerhalb der Air-Reihe.

Spricht dafür

  • Automatisches Zwei-Gang-Getriebe im Motor: leichteres Anfahren und mehr Reserve am Berg, ohne Schalthebel
  • Federgabel mit verstellbarem Lockout, bei 20-Zoll-Laufrädern ein echter Komfortgewinn
  • Carbon-Riemenantrieb bleibt trotz Getriebe erhalten, also kein Kettenöl beim Falten und Tragen
  • Gepäckträger, Schutzbleche und ein 3-A-Ladegerät liegen bei, Nachkaufen entfällt
  • Kein Gasgriff verbaut, das Rad bleibt damit eindeutig ein Pedelec

Spricht dagegen

  • 21 kg gegenüber 18 kg beim Air 20S: der Gewichtsvorteil eines Faltrads schrumpft spürbar
  • ADO verkauft parallel eine neuere Ausführung mit 50 Nm und besserem Wetterschutz, die Händler-Listung führt die Vorgängerversion
  • Beim zulässigen Gesamtgewicht widersprechen sich die Quellen: Datenblatt 120 kg, Händler-Listung 100 kg
  • Rücklicht arbeitet als Reflektor statt elektrisch
Preis-Leistung 3,6
Ausstattung 3,9
Akku und Reichweite 3,3
Transport und Faltmaß 3,9

Das ADO Air 20 Pro im Detail

Automatikgetriebe an einem Faltrad: der eigentliche Unterschied

Im Hinterradmotor von Bafang sitzt ein Zwei-Gang-Getriebe, das selbstständig zwischen zwei Übersetzungen wechselt. Am Lenker gibt es keinen Schalthebel, am Rahmen keinen Schaltzug. Für ein Faltrad ist das mehr wert als für ein normales Rad, weil jeder Zug und jedes Schaltwerk beim Falten im Weg ist und beim Transport beschädigt werden kann.

Der Nutzen zeigt sich an den zwei typischen Faltrad-Schwächen. 20-Zoll-Laufräder haben eine kurze Übersetzung, das Rad dreht bei höherem Tempo schnell hoch. Der lange Gang fängt das ab. Und beim Anfahren aus dem Stand, das bei einem Pendlerrad an jeder Ampel passiert, liegt der kurze Gang an. ADO gibt für den Kraftaufwand am Berg rund 24 Prozent Ersparnis gegenüber einem eingängigen Rad an.

250 W und 40 Nm: der Antrieb in der Einordnung

Der Bafang-Heckmotor liefert 250 W Nenndauerleistung und 40 Nm in der hier verkauften Ausführung. Damit ist das Rad ein normales Pedelec: Die Unterstützung endet bei 25 km/h, es braucht weder Versicherungskennzeichen noch Führerschein.

Bemerkenswert ist, was ADO weglässt: Das Datenblatt führt ausdrücklich keinen Gasgriff. Bei vielen Importrädern dieser Klasse ist ein solcher Daumen- oder Drehgriff verbaut, der ohne Treten beschleunigt und rechtlich heikel ist, weil ein Fahrrad ohne Tretbewegung in Deutschland nur bis 6 km/h fahren darf. Diese Diskussion entfällt hier. Wie die Grenzen genau verlaufen, erklärt der Ratgeber E-Bike-Anfahrhilfe.

Federgabel mit Lockout: bei 20 Zoll wichtiger als bei 28

Vorn arbeitet eine Federgabel mit verstellbarem Lockout. Bei kleinen Laufrädern zählt Federung mehr als bei großen, weil ein 20-Zoll-Rad in jedes Schlagloch tiefer einfällt und der Stoß härter am Lenker ankommt. Genau hier liegt der spürbarste Unterschied zum Air 20S, das mit starrer Gabel fährt.

Der Lockout lässt sich sperren, damit die Gabel auf glattem Asphalt nicht bei jedem Antritt einfedert und Energie schluckt. Dazu kommen hydraulische Scheibenbremsen an beiden Rädern. Bezahlt wird beides mit Gewicht: Die Gabel ist der Hauptgrund, warum das Air 20 Pro 3 kg schwerer ist als das Air 20S.

370 Wh in Alltagsgrößen gerechnet

Der Akku fasst 37 V und 10 Ah, also 370 Wh, und lässt sich zum Laden entnehmen. Beigelegt ist ein Ladegerät mit 42 V und 3 A, das mehr Strom liefert als das 2-A-Netzteil der einfacheren Modelle. ADO nennt trotzdem 4 bis 6 Stunden für eine volle Ladung.

Für die Reichweite gilt: ADO nennt bis zu 100 km als Bestwert. Realistisch liegt der Verbrauch bei 8 bis 11 Wh pro Kilometer, daraus werden 34 bis 46 km. In der sparsamsten Stufe auf flacher Strecke sind 55 bis 65 km erreichbar, mit voller Unterstützung und Steigungen bleiben 23 bis 30 km. Für Pendelstrecken bis 20 km je Richtung reicht eine Ladung damit sicher. Deine Strecke rechnet der Reichweiten-Rechner durch, den Ladestrom-Verbrauch der Kosten-Rechner.

Zwei Versionen im Handel: darauf solltest Du achten

ADO führt das Air 20 Pro parallel in zwei Ausführungen, und der Unterschied ist relevant. Die hier verkaufte Version V2025 hat 40 Nm, ist nach IPX5 geschützt und wird per Knopf eingeschaltet. Die neuere V2026 bringt 50 Nm, den besseren Wetterschutz nach IPX6, ein etwas niedrigeres Gewicht und eine NFC-Entriegelung, bei der das Rad in rund 1,7 Sekunden per Karte oder Telefon startet.

Im ADO-Direktshop kostet die V2026 rund 200 € mehr als die V2025. Wenn Du das Rad überwiegend bei gutem Wetter und in flachem Gelände fährst, ist die Vorgängerversion der bessere Kauf. Wer viel im Regen unterwegs ist oder regelmäßig Steigungen fährt, sollte den Aufpreis einplanen. Was IPX5 und IPX6 konkret bedeuten, ordnet der Ratgeber E-Bike im Regen ein.

Lieferumfang: was schon dabei ist

ADO legt dem Air 20 Pro Gepäckträger, ein Paar Schutzbleche und das Ladegerät bei. Das klingt selbstverständlich, ist es bei Falträdern aber nicht: Viele Modelle kommen ohne Träger, und passende Schutzbleche für 20-Zoll-Laufräder kosten einzeln 25 bis 50 €.

Beleuchtet wird über einen Scheinwerfer mit 1.200 Lumen nach IPX5. Am Heck sitzt ein Reflektor statt eines elektrischen Rücklichts, das bleibt der auffälligste Sparpunkt und lässt sich für unter 30 € nachrüsten. Ein Schloss fehlt ebenfalls und gehört bei einem Rad, das am Bahnhof abgestellt wird, zur Grundausstattung. Passende Modelle vergleicht die Übersicht Fahrradschloss fürs E-Bike.

21 kg und die Frage nach der Zuladung

Mit 21 kg liegt das Air 20 Pro im normalen Bereich faltbarer E-Bikes, verliert damit aber den Vorteil, den das 18 kg leichte Air 20S ausspielt. Über zwei Stockwerke getragen macht sich jedes Kilo bemerkbar, im Kofferraum weniger. Nimmst Du den Akku heraus, sinkt das Gewicht um rund 2 kg.

Beim zulässigen Gesamtgewicht widersprechen sich die Quellen: Das ADO-Datenblatt nennt 120 kg, die Händler-Listung 100 kg. Wenn Du mit Fahrer, Kleidung und Gepäck über 100 kg kommst, lohnt eine Rückfrage beim Verkäufer. Wie sich Gewicht und Zuladung bei E-Bikes generell verhalten, ordnet der Ratgeber E-Bike-Gewicht ein.

Einordnung innerhalb der Air-Reihe

Die drei faltbaren Air-Modelle decken drei klare Prioritäten ab. Das Air 20S ist mit 18 kg das Leichteste und für alle richtig, die viel tragen. Das Air 20 Pro setzt auf Fahrkomfort und Steigfähigkeit. Das Air Carbon geht mit Carbonrahmen und 15,9 kg noch einmal deutlich tiefer beim Gewicht, kostet dafür rund 500 € mehr.

Gegen die Klasse gestellt ist die Kombination aus Riemen, Automatikgetriebe und Federgabel zu ca. 1.499,00 € ungewöhnlich. Die meisten faltbaren E-Bikes dieser Preislage fahren mit Kette, Kettenschaltung und Trittfrequenzsensor. Wo das Rad in der Klasse steht, zeigt die Liste der besten E-Klappräder, weitere Modelle stehen auf der ADO-Herstellerseite.

Alternativen im Vergleich

Wie ordnet sich dieses Rad gegen die preislich nächstliegenden Modelle aus unseren Rezensionen ein? Die Kernwerte nebeneinander:

Merkmal
Bewertung3,7 von 53,7 von 53,6 von 53,4 von 5
Preis1.499,00 €ab 1.499,00 €1.499,00 €–
MotorBafang Heckmotor mit integriertem Automatikgetriebe, 250 W NenndauerleistungXiongda XD-20GS Heckmotor, 36 V, 250 W, 50 Nm, IP54Xiongda XD-20GS Heckmotor, 36 V, 250 W, 50 Nm, bürstenlos, IP54AKM Frontnabenmotor, 36 V, 250 W, 50 Nm, bürstenlos
Akku37 V / 10 Ah, 370 Wh, entnehmbar36 V, 10,5 Ah (378 Wh), LG-Zellen mit BMS, entnehmbar und abschließbar378 Wh (36 V, 10,5 Ah) Lithium-Ionen mit LG-Zellen und integriertem BMS375 Wh (36 V, 10,4 Ah) Lithium-Ionen mit integriertem BMS
Reichweitebis 100 kmbis zu 70 kmbis zu 70 kmbis zu 80 km
Gewicht21 kgca. 21 kg21 kg22 kg

Stand: 11.10.2026, 20:16 Uhr MESZ | ggf. zzgl. Versand | Details | * Affiliate-Links: Für Käufe über diese Links erhalten wir eine Provision. Für Dich ändert sich am Preis nichts.

Fazit: Für wen lohnt sich das ADO Air 20 Pro?

Das ADO Air 20 Pro ist das Faltrad für Pendler, die tatsächlich fahren und nicht nur transportieren. Automatikgetriebe und Federgabel nehmen einem 20-Zoll-Rad genau die zwei Schwächen, die im Alltag stören, und der Riemenantrieb bleibt dabei erhalten. Für ca. 1.499,00 € ergibt das ein rundes Paket mit Gepäckträger und Schutzblechen ab Werk.

Passen wird es Dir, wenn Deine Strecke Steigungen oder schlechten Belag enthält und Du das Rad eher rollst als trägst. Steht das Tragen im Vordergrund, sind die 3 kg weniger beim Air 20S das stärkere Argument. Und wer viel im Regen fährt, sollte die neuere V2026 mit IPX6 einplanen.

Häufige Fragen

Zwei Bauteile: das automatische Zwei-Gang-Getriebe im Bafang-Motor und die Federgabel mit Lockout. Dafür wiegt das Air 20 Pro 21 statt 18 kg und kostet rund 200 € mehr. Riemenantrieb, 370-Wh-Akku und Drehmomentsensor sind bei beiden gleich.

Nein. Das Zwei-Gang-Getriebe sitzt im Motor und schaltet selbstständig anhand von Geschwindigkeit und Tretkraft. Am Lenker gibt es keinen Schalthebel, am Rahmen keinen Schaltzug, was beim Falten und Transportieren von Vorteil ist.

ADO nennt bis zu 100 km als Bestwert. Realistisch sind 34 bis 46 km bei gemischter Nutzung, in der sparsamsten Stufe 55 bis 65 km und mit voller Unterstützung an Steigungen 23 bis 30 km. Der Akku fasst 370 Wh und lässt sich entnehmen.

Die Händler-Listung führt die Ausführung V2025 mit 40 Nm, Schutzart IPX5 und Einschalten per Knopf. ADO verkauft daneben eine V2026 mit 50 Nm, IPX6 und NFC-Entriegelung, die im Direktshop rund 200 € mehr kostet.

Nein. Das ADO-Datenblatt führt ausdrücklich keinen Gasgriff. Das Rad unterstützt ausschließlich beim Treten und bleibt damit ein Pedelec ohne Versicherungskennzeichen und ohne Führerscheinpflicht.

Gepäckträger, ein Paar Schutzbleche, ein Ladegerät mit 42 V und 3 A sowie ein Werkzeugsatz. Nachrüsten musst Du ein Schloss und, wenn Du elektrisches Licht am Heck willst, ein Rücklicht mit eigener Stromversorgung.

Hier widersprechen sich die Quellen. Das ADO-Datenblatt nennt 120 kg zulässiges Gesamtgewicht, die Händler-Listung 100 kg. Bei einem Systemgewicht über 100 kg lohnt eine Rückfrage beim Verkäufer vor dem Kauf.

ADO gibt 150 bis 200 cm an. Die Sattelhöhe lässt sich zwischen 740 und 960 mm verstellen, ausgeklappt misst das Rad 1.560 mm in der Länge. Damit deckt eine Rahmengröße eine sehr weite Spanne ab.

Ein Zahnriemen läuft leiser als eine Kette, weil kein Metall auf Metall läuft und kein Kettenglied über die Zähne springt. Zusammen mit dem bürstenlosen Nabenmotor ergibt das ein sehr leises Rad, das im Stadtverkehr kaum zu hören ist.