Preisentwicklung
Tiefstpreis im Zeitraum: 1.119,00 € (01.10.2026) · Höchstpreis: 1.279,00 €
AGON Alpha E-Bike
E-MTB-Hardtail mit Shimano Deore 10-Gang, 540-Wh-Akku und 80 mm Federweg
- Shimano Deore SGS T6000 mit 10 Gängen, eine echte MTB-Gruppe in dieser Preisklasse
- 540-Wh-Akku im Unterrohr integriert, Reichweite bis 135 km laut AGON
- 23,5 kg, für ein E-MTB mit diesem Akku ein niedriger Wert
- Hydraulische Scheibenbremsen an beiden Rädern
- Zoom AMS HLO Federgabel mit 80 mm Federweg und Lockout
* Affiliate-Links sind mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet. Kaufst Du über einen solchen Link, erhalten wir ggf. eine Provision. Für Dich ändert sich der Preis dadurch nicht. Als Amazon-Partner verdienen wir zudem an qualifizierten Verkäufen.
Technische Daten
- Typ
- E-Mountainbike Hardtail (Pedelec bis 25 km/h)
- Modellname
- Alpha
- Motor
- Ananda Hinterrad-Nabenmotor, 36 V, 250 W, max. 40 Nm
- Akku
- 540 Wh, im Unterrohr integriert
- Reichweite
- bis 135 km je nach Zuladung und Fahrweise
- Gewicht
- 23,5 kg
- Schaltung
- Shimano Deore SGS T6000 Schaltwerk, 10-Gang-Kettenschaltung, Trigger-Schalthebel
- Bremsen
- Hydraulische Scheibenbremsen vorn und hinten
- Federung
- Zoom AMS HLO Federgabel, 80 mm Federweg, Lockout
- Laufräder
- 27,5 Zoll
- Reifen
- Kenda K1247, 27,5 x 2,35 Zoll
- Display
- LED-Anzeige mit 5 Unterstützungsstufen, Bluetooth und Ananda-Ride-App
- Rahmen
- Aluminium-Slopingrahmen, RH 48 cm
- Sattelstütze
- 15 cm Verstellweg
- Sattelhöhe
- 84 bis 101 cm
- Empf. Körpergröße
- 160 bis 185 cm
- Zul. Gesamtgewicht
- 120 kg
- Lieferumfang
- Fahrradständer, Klingel, Reflektoren
Angaben laut Hersteller/Händler – Stand der Veröffentlichung, im Zweifel auf der Produktseite prüfen.
Unsere Rezension
Das AGON Alpha ist ein E-MTB-Hardtail, das für ca. 1.119,00 € mit einer Shimano Deore und einem 540-Wh-Akku antritt. Beides zusammen findet man in dieser Preisklasse selten, üblich sind hier einfachere Schaltgruppen und 400 bis 500 Wh. Diese Rezension ordnet das Rad anhand von Datenblatt, Ausstattung und Preis ein und zeigt, wo der Nabenmotor mit 40 Nm die Grenze zieht.
Spricht dafür
- Shimano Deore SGS T6000, eine langlebige MTB-Gruppe statt einer Einstiegs-Schaltung
- 540 Wh im Unterrohr, mehr als bei den meisten E-MTBs dieser Preisklasse
- 23,5 kg sind für ein E-Hardtail mit 540 Wh ein niedriger Wert
- Hydraulische Scheibenbremsen an beiden Rädern
- Bluetooth-Anbindung an die Ananda-Ride-App, sonst eher in höheren Klassen zu finden
Spricht dagegen
- 40 Nm aus dem Hinterrad sind für ein Mountainbike wenig, an steilen Rampen fehlt Kraft
- Beleuchtung gehört laut Lieferumfang nicht dazu, für den Straßenverkehr muss nachgerüstet werden
- Nur eine Rahmengröße mit 48 cm, der Bereich von 160 bis 185 cm wird über den Sattel abgedeckt
- LED-Anzeige statt Display, Restreichweite und Fahrdaten bleiben grob
- 80 mm Federweg vorn und keine Dämpfung hinten, für grobe Trails zu wenig
Das AGON Alpha im Detail
Shimano Deore: das stärkste Bauteil am Rad
Geschaltet wird über ein Shimano Deore SGS T6000 Schaltwerk mit zehn Gängen und Trigger-Schalthebeln. Das ist der eigentliche Ausstattungshöhepunkt, denn Deore ist Shimanos erste ernstzunehmende MTB-Gruppe: Sie sitzt oberhalb von Tourney, Altus und Acera und ist auf Belastung im Gelände ausgelegt.
Praktisch heißt das: präzisere Schaltvorgänge unter Last, ein stabileres Schaltwerk mit Käfigfeder und eine Ersatzteilversorgung, die es seit Jahrzehnten gibt. Der lange SGS-Käfig kann große Ritzel aufnehmen, was für die Bergübersetzung wichtig ist. In der Preisklasse um 1.300 € verbauen die meisten Hersteller Tourney oder Altus, die im Gelände schneller an ihre Grenzen kommen.
40 Nm im Hinterrad: hier liegt die eigentliche Grenze
Der Ananda-Nabenmotor liefert 250 W bei 40 Nm und sitzt im Hinterrad. Für ein Stadtrad ist das ein passender Wert. Für ein Mountainbike ist es der schwächste Punkt am ganzen Rad, denn E-MTBs mit Mittelmotor arbeiten üblicherweise mit 75 bis 85 Nm.
Der Unterschied liegt in der Bauart. Ein Mittelmotor wirkt auf die Kurbel und nutzt die Übersetzung der Schaltung mit: Am Berg schaltest Du herunter, und der Motor profitiert von derselben Übersetzung. Ein Nabenmotor treibt das Laufrad direkt an, sein Drehmoment bleibt unabhängig vom gewählten Gang. Auf Forstwegen, Feldwegen und leichten Anstiegen bis etwa acht Prozent funktioniert das Konzept, an steilen Trail-Rampen musst Du kräftig mitarbeiten. Die Gegenüberstellung der Bauformen steht im Ratgeber E-Bike mit Mittelmotor.
Ein Vorteil bleibt: Weil kein Motor am Tretlager sitzt, arbeitet die Kette ohne zusätzliche Belastung durch Motordrehmoment. Kette und Ritzel halten dadurch länger als an einem kräftigen Mittelmotor-Rad.
540 Wh in Alltagsgrößen gerechnet
Der Akku ist ins Unterrohr integriert und fasst 540 Wh. AGON gibt bis 135 km an, was ideale Bedingungen voraussetzt: niedrigste Stufe, flaches Gelände, leichter Fahrer.
Für die Praxis rechne mit dem tatsächlichen Verbrauch. Auf Asphalt und Schotter in mittlerer Unterstützung liegt der bei 10 bis 14 Wh pro Kilometer, daraus werden 39 bis 54 km. Im welligen Gelände mit Stollenreifen und höherer Stufe steigt er auf 16 bis 22 Wh/km, dann bleiben 25 bis 34 km. Für Feierabendrunden und Tagestouren im Mittelgebirge reicht das, für lange Bergtouren solltest Du die Strecke vorher im Reichweiten-Rechner durchspielen. Dass 540 Wh in dieser Preisklasse überhaupt verbaut werden, ist bemerkenswert, viele Wettbewerber liefern hier 400 bis 500 Wh.
23,5 kg: leicht für ein E-Hardtail mit großem Akku
Mit 23,5 kg gehört das Alpha zu den leichteren E-Mountainbikes seiner Klasse. Vergleichbar ausgestattete E-Hardtails liegen häufig bei 25 bis 27 kg. Der Nabenmotor trägt dazu bei, weil er ohne das Gehäuse und die Getriebestufen eines Mittelmotors auskommt.
Im Alltag zahlt sich das überall dort aus, wo der Motor nicht hilft: beim Anheben auf den Fahrradträger, beim Tragen über Wurzelstufen und beim Rangieren im Keller. Wie sich die Gewichtsklassen einordnen, erklärt der Ratgeber E-Bike-Gewicht.
Fahrwerk und Bereifung: solide Grundausstattung
Vorn arbeitet eine Zoom AMS HLO mit 80 mm Federweg und Lockout. Zoom ist ein Zulieferer für Einstiegs- und Mittelklasse-Räder, 80 mm liegen im unteren Bereich dessen, was ein Hardtail üblicherweise mitbringt: Sportliche E-Hardtails fahren mit 100 bis 120 mm. Der Lockout sperrt die Gabel für den Asphaltanteil der Tour, damit die Tretkraft nicht in der Federung versickert.
Aufgezogen sind Kenda K1247 in 27,5 x 2,35 Zoll. Das Stollenprofil greift auf Schotter und festem Waldboden, und bei 2,35 Zoll Breite federt der Reifen bei niedrigem Luftdruck ordentlich mit. Damit ist das Alpha für Forstwege, Feldwege und leichte Trails ausgelegt. Für ruppige Abfahrten mit Wurzelteppichen fehlt die Federung am Heck, ein Hardtail leitet dort alles ungefiltert in den Sattel.
Was fehlt: Beleuchtung und ein richtiges Display
Zwei Punkte solltest Du vor dem Kauf einplanen. Erstens die Beleuchtung: Im Lieferumfang stehen Fahrradständer, Klingel und Reflektoren, eine Lichtanlage gehört laut AGON bei der Alpha-Baureihe nicht dazu. Für Fahrten im Straßenverkehr musst Du eine StVZO-konforme Beleuchtung nachrüsten, dafür solltest Du 40 bis 80 € einplanen. Bei einem Mountainbike ist das branchenüblich, es überrascht trotzdem manchen Käufer.
Zweitens die Anzeige. Verbaut ist eine LED-Anzeige mit fünf Unterstützungsstufen und Akkustand. Eine Restreichweiten-Prognose, Geschwindigkeitsverlauf oder Trittfrequenz zeigt sie nicht. Teilweise gleicht die Ananda-Ride-App das aus, die sich per Bluetooth verbindet und Fahrdaten aufs Handy bringt. Für die Grundinformation am Lenker bleibt es bei fünf Balken.
Eine Rahmengröße für 160 bis 185 cm
Der Aluminium-Slopingrahmen wird nur in 48 cm angeboten. AGON empfiehlt ihn für 160 bis 185 cm Körpergröße, die Sattelhöhe reicht von 84 bis 101 cm, die Sattelstütze hat 15 cm Verstellweg.
Ein Slopingrahmen mit stark abfallendem Oberrohr deckt einen breiteren Größenbereich ab als ein klassisch waagerechter Rahmen, weil die Überstandshöhe niedriger ausfällt. 25 cm Spanne über eine einzige Größe bleiben trotzdem viel: Bei 160 cm sitzt Du sehr aufrecht und der Reach ist lang, bei 185 cm wird die Position gedrängt. Wer nahe an den Rändern liegt, sollte die Passform vorab im Rahmengrößen-Rechner prüfen.
Zuladung: der Wert, den man vorher kennen sollte
Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 120 kg. Bei 23,5 kg Eigengewicht bleiben rechnerisch 96,5 kg für Fahrer, Kleidung und Rucksack. Für ein sportliches Rad ohne Gepäckträger ist das der übliche Rahmen, es begrenzt aber die Zielgruppe. Wer 90 kg wiegt, hat mit Ausrüstung kaum noch Reserve. Räder mit 140 oder 150 kg Systemgewicht stehen im Ratgeber E-Bike für Übergewichtige.
Einordnung: was das Paket für den Preis wert ist
Für ca. 1.119,00 € bekommst Du ein E-Hardtail, dessen Schaltung und Akku über der Preisklasse liegen und dessen Motor darunter. Wer die 40 Nm akzeptiert und das Rad als komfortables Tourenrad für Forstwege, Schotterpisten und den Weg zur Arbeit versteht, macht ein gutes Geschäft: Deore-Schaltung, 540 Wh und hydraulische Bremsen für unter 1.300 € sind eine ungewöhnliche Kombination. Wer echtes Trail-Terrain fahren will, braucht einen Mittelmotor und mehr Federweg. Vergleichbare Kandidaten stehen in der Liste der besten E-Mountainbikes und in der Übersicht E-Bikes zwischen 1.000 und 2.000 €.
Alternativen im Vergleich
Wie ordnet sich dieses Rad gegen die preislich nächstliegenden Modelle aus unseren Rezensionen ein? Die Kernwerte nebeneinander:
| Merkmal | ![]() | |||
|---|---|---|---|---|
| Preis | ca. 1.119,00 € | ca. 1.149,00 € | ca. 1.199,00 € | ca. 1.029,09 € |
| Motor | Ananda Hinterrad-Nabenmotor, 36 V, 250 W, max. 40 Nm | FISCHER Heckmotor, 50 Nm | Ananda M131, Heckmotor (Hinterrad-Nabenmotor), 36 V, 250 W, 40 Nm | FISCHER Drive Heckmotor, 36 V, 250 W, 50 Nm |
| Akku | 540 Wh, im Unterrohr integriert | 48 V, 14,3 Ah (688 Wh), entnehmbar | Phylion, 36 V, 13 Ah (468 Wh), vollintegriert im Unterrohr, abnehmbar und abschließbar | 474 Wh (36 V) Lithium-Ionen, nach unten entnehmbar und abschließbar |
| Reichweite | bis 135 km je nach Zuladung und Fahrweise | bis zu 160 km (je nach Modus) | bis zu 100 km | bis zu 125 km |
| Gewicht | 23,5 kg | 23 kg | 23,6 kg | 25,5 kg |
| Bewertung | 3,6 / 5 | 4,0 / 5 | 3,8 / 5 | 3,6 / 5 |
Mit * markierte Links sind Affiliate-Links: Kaufst Du darüber, erhalten wir ggf. eine Provision, für Dich ändert sich der Preis dadurch nicht. Preise als Richtwert, Angaben laut Hersteller/Händler. Über „Zur Rezension" kommst Du zu unserer ausführlichen Einordnung des jeweiligen Modells.
Fazit: Für wen lohnt sich das AGON Alpha?
Das Alpha passt zu Einsteigern, die ein robustes Tourenrad mit MTB-Geometrie suchen und überwiegend auf Forstwegen, Schotterpisten und im welligen Gelände unterwegs sind. Die Shimano Deore hält länger als die üblichen Einstiegsgruppen, die 540 Wh geben Reichweite für Tagestouren, und mit 23,5 kg bleibt das Rad handlich. Für unter 1.300 € ist diese Kombination selten.
Wer steile Anstiege fährt, echte Trails sucht oder viel Gepäck mitnehmen will, sollte weitersuchen. Dort setzen die 40 Nm aus dem Hinterrad, die 80 mm Federweg und die 120 kg Systemgewicht klare Grenzen. Und wer das Rad im Straßenverkehr nutzt, rechnet 40 bis 80 € für eine StVZO-Beleuchtung dazu, die im Lieferumfang fehlt.
Häufige Fragen
Einen Ananda Hinterrad-Nabenmotor mit 36 V, 250 W Nenndauerleistung und maximal 40 Nm Drehmoment. Für ein Mountainbike ist das wenig, kräftige E-MTB-Mittelmotoren liefern 75 bis 85 Nm. Auf Forstwegen und bei Steigungen bis etwa acht Prozent reicht die Unterstützung, an steilen Rampen musst Du deutlich mitarbeiten.
AGON gibt bis 135 km an, das setzt ideale Bedingungen voraus. Realistisch liegt der Verbrauch auf Asphalt und Schotter bei 10 bis 14 Wh pro Kilometer, aus 540 Wh werden damit 39 bis 54 km. Im welligen Gelände mit höherer Unterstützung steigt er auf 16 bis 22 Wh/km, dann bleiben 25 bis 34 km.
Im Lieferumfang stehen Fahrradständer, Klingel und Reflektoren, eine Lichtanlage gehört laut AGON bei der Alpha-Baureihe nicht dazu. Für Fahrten im öffentlichen Straßenverkehr musst Du eine StVZO-konforme Beleuchtung nachrüsten, dafür kalkulierst Du 40 bis 80 €.
Deore ist Shimanos erste echte MTB-Gruppe und sitzt über Tourney, Altus und Acera. Sie schaltet präziser unter Last, das Schaltwerk ist stabiler gebaut, und der lange SGS-Käfig nimmt große Ritzel für die Bergübersetzung auf. In der Preisklasse um 1.300 € ist das ungewöhnlich.
AGON empfiehlt 160 bis 185 cm. Es gibt nur eine Rahmengröße mit 48 cm, die Sattelhöhe reicht von 84 bis 101 cm bei 15 cm Verstellweg. Der Slopingrahmen deckt einen breiteren Bereich ab als ein waagerechter Rahmen, an den Rändern der Spanne wird die Sitzposition trotzdem grenzwertig.
Für Forstwege, Schotterpisten, Feldwege und leichte Waldtrails ja. Die Kenda K1247 in 2,35 Zoll und die 80 mm Federweg reichen dafür aus. Für ruppige Abfahrten mit Wurzelteppichen und Stufen fehlen Federweg und Motorkraft, dort ist ein Fully mit Mittelmotor die passendere Wahl.
Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 120 kg. Bei 23,5 kg Eigengewicht bleiben rechnerisch 96,5 kg für Fahrer, Kleidung und Rucksack. Für ein sportliches Rad ohne Gepäckträger ist das üblich, es begrenzt aber die Zielgruppe.
Es ist eine LED-Anzeige mit fünf Unterstützungsstufen und Akkustand. Eine Restreichweiten-Prognose oder Trittfrequenz zeigt sie nicht. Über Bluetooth lässt sich die Ananda-Ride-App verbinden, die Fahrdaten und Einstellungen aufs Smartphone bringt.
AGON führt unter dem Namen Alpha mehrere Ausführungen. Diese Rezension beschreibt die Variante mit 540-Wh-Akku, 10-Gang-Deore und der Empfehlung für 160 bis 185 cm Körpergröße. Daneben gibt es eine ältere Ausführung mit 504 Wh, 24 Gängen und der Empfehlung 170 bis 190 cm. Achte beim Kauf auf Akkukapazität und Gangzahl.



