Preisentwicklung
Tiefstpreis im Zeitraum: 1.899,00 € (01.09.2026)
ENGWE E26 3.0 Pro E-Bike
Vollgefedertes 26-Zoll-E-Bike mit 100-Nm-Mittelmotor, 720-Wh-Akku, Viergelenk-Hinterbau und GPS-Diebstahlschutz
- 250-W-Mittelmotor mit 100 Nm und 500 W Spitzenleistung, gesteuert per Drehmomentsensor
- 720-Wh-Akku (48 V, 15 Ah), Herstellerangabe 135 km in Stufe 1
- Viergelenk-Hinterbau mit Luftdämpfer, vorn 80 mm Federgabel mit hydraulischem Lockout
- 180-mm-Scheibenbremsen und 26 × 3,0 Zoll breite Allroad-Reifen
- GPS-Ortung und Diebstahlalarm ab Werk, Gepäckträger für 25 kg serienmäßig
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Technische Daten
- Typ
- E-Mountainbike / Pedelec (vollgefedert)
- Laufräder
- 26 Zoll (26 × 3,0 Zoll Allroad-Reifen mit Reflexstreifen)
- Motor
- 250 W Mittelmotor, 100 Nm, 500 W Spitzenleistung
- Sensorik
- Drehmomentsensor
- Akku
- 48 V, 15 Ah (720 Wh), Lithium-Ionen
- Reichweite
- bis zu 135 km (Stufe 1)
- Unterstützung bis
- 25 km/h (Pedelec, 5 Unterstützungsstufen)
- Ladegerät
- 4-A-Schnellladegerät
- Schaltung
- Shimano 8-Gang
- Bremsen
- Hydraulische Scheibenbremsen, 180 mm
- Federung vorn
- 80 mm Federgabel, einstellbar, mit hydraulischem Lockout
- Federung hinten
- 30 mm Luftdämpfer, einstellbar, Viergelenk-Hinterbau
- Rahmen
- 6061-Aluminium, vollgefedert
- Display
- 3,5 Zoll Vollfarbdisplay, App-Steuerung
- Beleuchtung
- LED-Frontscheinwerfer und LED-Rücklicht
- Sicherheit
- GPS-Ortung und Diebstahlalarm
- Schutzart
- IPX7 Verkabelung, IPX6 Display und Beleuchtung, IPX5 Motor und Controller, IPX4 Akkugehäuse
- Zertifizierung
- CE nach EN15194, TÜV-zertifiziert
- Gewicht
- 34 kg (30,2 kg ohne Akku)
- Max. Zuladung
- 150 kg
- Empf. Körpergröße
- 163–193 cm
- Sattelhöhe
- 93–103 cm
- Gesamtlänge
- 197 cm
- Radstand
- 126 cm
- Überstandshöhe
- 48 cm
- Gepäckträger
- Serienmäßig, bis 25 kg belastbar
- Faltbar
- Nein
Angaben laut Hersteller/Händler – Stand der Veröffentlichung, im Zweifel auf der Produktseite prüfen.
Unsere Rezension
Das ENGWE E26 3.0 Pro ist das erste Rad der Marke, das einen Mittelmotor mit 100 Nm mit einem vollgefederten Rahmen und 720 Wh kombiniert. Damit steht es deutlich über dem E26 mit Nabenmotor, das ENGWE weiterhin führt. Bezahlt wird das mit 34 kg Gewicht und einem Hinterbau, dessen Federweg knapper ausfällt, als die Bauform vermuten lässt. Grundlage der Einordnung sind das Datenblatt von ENGWE, die Amazon-Listung und der Preis von ca. 1.899,00 €.
Spricht dafür
- 250-W-Mittelmotor mit 100 Nm, der Antrieb arbeitet über die Schaltung und schiebt am Berg entsprechend kräftig
- 720 Wh Akkukapazität, genug für Tagestouren auch mit hoher Unterstützung
- Drehmomentsensor statt Trittfrequenzsensor, die Unterstützung folgt Deiner Tretkraft
- 180-mm-Scheibenbremsen, passend dimensioniert für 34 kg Rad plus Zuladung
- GPS-Ortung und Diebstahlalarm ab Werk, ohne Zusatzhardware
- Gepäckträger für 25 kg und Mittelständer serienmäßig, 150 kg Gesamtzuladung freigegeben
Spricht dagegen
- 30 mm Federweg am Hinterbau sind für ein vollgefedertes Rad sehr wenig, echtes Gelände deckt das nicht ab
- 34 kg fahrfertig, das Rad lässt sich kaum tragen und braucht einen ebenerdigen Stellplatz
- ENGWE nennt den Hersteller des Mittelmotors nicht
- Bei der Beleuchtung fehlt jede Angabe zu StVZO-Zulassung oder K-Mark
- Die Schaltung wird nur als Shimano 8-Gang geführt, ohne Gruppenbezeichnung
- Eine Ladezeit weist der Hersteller nicht aus
Das ENGWE E26 3.0 Pro im Detail
Der Mittelmotor: warum 100 Nm hier anders wirken
Der wichtigste Unterschied zum übrigen ENGWE-Programm sitzt im Tretlager. Statt eines Nabenmotors arbeitet hier ein Mittelmotor mit 250 W Nenndauerleistung, 100 Nm Drehmoment und 500 W Spitzenleistung. Diese Bauform verändert das Fahrverhalten grundlegend, weil der Motor seine Kraft über die Kette und damit über die Schaltung abgibt.
Konkret heißt das: Im leichtesten Gang wird das Motordrehmoment von der Übersetzung zusätzlich vervielfacht, genau wie Deine eigene Tretkraft. Ein Nabenmotor mit denselben 100 Nm wirkt dagegen immer direkt aufs Laufrad, unabhängig vom gewählten Gang. An einer 15-Prozent-Rampe ist der Unterschied deutlich: Der Mittelmotor zieht im kleinen Gang gleichmäßig durch, der Nabenmotor gerät in einen Drehzahlbereich, in dem er Wärme statt Vortrieb produziert. Für ein Rad mit 34 kg Eigengewicht plus Fahrer ist das die richtige Wahl. Die Unterschiede erklärt unser Ratgeber E-Bike mit Mittelmotor.
Was ENGWE über den Antrieb offenlässt
Das Datenblatt führt den Antrieb als 250-W-Mittelmotor, ohne einen Hersteller oder eine Typbezeichnung zu nennen. Bei einem Rad dieser Preisklasse ist das eine spürbare Lücke: Marken wie Bafang, Ananda oder Mivice liefern die Antriebe vieler Direktimporteure, und die Bezeichnung entscheidet darüber, wie gut sich Ersatzteile, Firmware-Updates und Servicewissen beschaffen lassen.
Zum Vergleich: Beim ENGWE N1 Pro benennt der Hersteller den Antrieb ausdrücklich als Ananda-Mittelmotor. Warum diese Angabe beim E26 3.0 Pro fehlt, löst das Datenblatt nicht auf. Wer Wert auf Servicefähigkeit legt, sollte den Motortyp vor dem Kauf beim Hersteller erfragen. Die 500 W Spitzenleistung sind rechtlich unproblematisch: Für die Einstufung als Pedelec zählt allein die Nenndauerleistung von 250 W zusammen mit der Abregelung bei 25 km/h.
720 Wh: die Reichweite bei 34 kg gerechnet
Der Akku fasst 48 V bei 15 Ah, also 720 Wh. ENGWE nennt dazu 135 km in Unterstützungsstufe 1, was einem Verbrauch von 5,3 Wh pro Kilometer entspräche. Für ein 34 kg schweres Rad auf 3 Zoll breiten Reifen ist dieser Wert sehr sparsam gerechnet und setzt flaches Gelände sowie kräftiges Mittreten voraus.
Realistisch liegt ein Rad dieses Gewichts mit Mittelmotor bei 12 bis 20 Wh pro Kilometer, weil sowohl die Masse als auch der Rollwiderstand der breiten Stollenreifen Energie kosten. Daraus folgen etwa 36 bis 60 km unter Alltagsbedingungen. Wer sparsam fährt, flaches Gelände hat und viel selbst beisteuert, kommt auf 70 bis 80 km. Für Tagestouren mit Steigungen solltest Du mit den 36 bis 45 km rechnen und die Rückfahrt einplanen. Deine eigene Strecke rechnet der Reichweiten-Rechner durch. Eine Ladezeit nennt ENGWE nicht; das mitgelieferte 4-A-Ladegerät ergibt bei 48-V-Technik rund 218 W Ladeleistung, für 720 Wh also rechnerisch etwa 3,3 Stunden zuzüglich der abschließenden Ladephase.
Das Fahrwerk: was 80 und 30 Millimeter wirklich bedeuten
Hier liegt der Punkt, an dem die Bauform mehr verspricht, als die Zahlen halten. ENGWE führt das E26 3.0 Pro als vollgefedertes Rad mit Viergelenk-Hinterbau, und ein Viergelenker ist tatsächlich die aufwendigere Hinterbau-Konstruktion, weil er Bremseinflüsse vom Federverhalten entkoppelt. Der Federweg beträgt allerdings 30 mm hinten und 80 mm vorn.
Zum Einordnen: Ein echtes E-Mountainbike für Trails bewegt sich bei 130 bis 160 mm an beiden Enden. Mit 30 mm hinten bekommst Du eine Komfortfederung, die Vibrationen und kleine Schläge aus dem Sitzbereich nimmt. Auf Schotterwegen, Waldautobahnen und schlechtem Asphalt funktioniert das gut und ist angenehmer als ein starrer Rahmen. Für Wurzelteppiche, Absätze und alles, was man üblicherweise unter Mountainbiken versteht, reicht es nicht. Der Hersteller nennt als geeignetes Gelände folgerichtig Asphalt, Schotterwege, Sandstrände, Grasflächen und befestigte Wege, also gerade keine technischen Trails.
26 × 3,0 Zoll: die Reifen federn mit
Die Bereifung ergänzt das Fahrwerk an der Stelle, an der der Federweg fehlt. 3,0 Zoll Breite liegen zwischen einem normalen Mountainbike-Reifen (2,2 bis 2,4 Zoll) und einem echten Fatbike-Reifen (4,0 Zoll). Ein solcher Reifen lässt sich mit 1,0 bis 1,4 bar fahren, und dieses Luftvolumen wirkt als zusätzliche Dämpfung: Bei niedrigem Druck schluckt der Reifen Stöße, die 30 mm Federweg nie auffangen könnten.
Der Preis dafür ist Rollwiderstand. Breite Reifen mit Profil kosten auf Asphalt spürbar Energie, was die Reichweite drückt. Die reflektierenden Seitenstreifen sind ein sinnvolles Detail, weil sie das Rad im Querverkehr von der Seite sichtbar machen, wo Front- und Rücklicht nicht helfen. Auf welchen Untergründen sich welche Bereifung lohnt, ordnet der Ratgeber zu den Bauformen nur am Rande ein, hier zählt vor allem: Für Sand, Waldwege und Schnee ist diese Breite ein echter Vorteil.
34 kg: das Handling abseits des Fahrens
ENGWE nennt 30,2 kg ohne Akku und 34 kg fahrfertig. Beim Fahren spielt das kaum eine Rolle, weil der Motor die Masse trägt und ein langer Radstand von 126 cm für Laufruhe sorgt. Spürbar wird das Gewicht überall dort, wo der Motor nicht hilft.
Ein 34-kg-Rad hebst Du nicht über eine Bordsteinkante, trägst es keine Treppe hinauf und wuchtest es nicht allein auf einen Fahrradträger. Die meisten Heckträger für Anhängerkupplungen sind pro Rad auf 30 kg begrenzt, hier musst Du also vor dem Kauf nachrechnen. Ein ebenerdiger Stellplatz ist praktisch Voraussetzung. Wer regelmäßig Stufen überwinden muss, findet mit dem N1 Pro denselben Antriebsgedanken bei 19 kg. Wie stark das Gewicht den Alltag prägt, steht im Ratgeber E-Bike-Gewicht.
180-mm-Bremsen und was daran richtig dimensioniert ist
An beiden Rädern arbeiten hydraulische Scheibenbremsen mit 180-mm-Scheiben. Der Scheibendurchmesser ist bei einem schweren Rad der wichtigere Wert: Eine größere Scheibe wirkt über den längeren Hebelarm mit mehr Bremsmoment bei gleicher Handkraft und nimmt mehr Wärme auf, bevor der Bremsdruck nachlässt. Bei 34 kg Rad plus bis zu 150 kg zulässiger Zuladung ist das die passende Auslegung, während die an günstigeren Modellen üblichen 160 mm an langen Abfahrten früh an ihre Grenze kämen.
Den Bremsenhersteller nennt ENGWE nicht, ebenso wenig, ob es sich um Zwei- oder Vierkolbensättel handelt. Bei einem Rad dieser Gewichtsklasse wäre die Angabe von Interesse, weil sie über Dosierbarkeit und Ersatzteilversorgung entscheidet. Dasselbe gilt für die Schaltung, die nur als Shimano 8-Gang geführt wird, ohne Gruppenbezeichnung wie Altus oder Acera.
GPS, Alarm und was ab Werk mitkommt
Das E26 3.0 Pro bringt eine GPS-Ortung und einen Diebstahlalarm mit. Bewegt sich das abgestellte Rad, schlägt das System an, über die App lässt sich der Standort abfragen. Bei einem Rad, das über 1.800 Euro kostet, ist das eine sinnvolle Zugabe. Sie ersetzt kein Schloss: Die Ortung verhindert keinen Diebstahl, sie hilft danach. Welche Schlosskategorien in dieser Preisklasse angemessen sind, steht in unserem Vergleich Fahrradschloss fürs E-Bike.
Dazu kommen ein Gepäckträger mit 25 kg Traglast und ein Mittelständer, beides serienmäßig. Die 25 kg sind großzügig bemessen, viele Serienträger enden bei 18 bis 25 kg. Zusammen mit der Gesamtzuladung von 150 kg taugt das Rad damit auch für Transportaufgaben. Für hohe Systemgewichte ist unser Ratgeber E-Bike für Übergewichtige die passende Ergänzung.
Die offene Frage bei der Beleuchtung
Das Datenblatt führt einen LED-Frontscheinwerfer und ein LED-Rücklicht, macht aber keine Angabe zu einer StVZO-Zulassung oder zur K-Mark. Das ist bemerkenswert, weil ENGWE beim Zip und beim O20 Boost ausdrücklich mit der K-Mark wirbt. Fehlt sie hier, wäre die Beleuchtung im deutschen Straßenverkehr streng genommen nicht zulässig und müsste ersetzt werden, was etwa 40 bis 80 Euro für ein zugelassenes Set kostet.
Ob die Angabe schlicht fehlt oder die Leuchten tatsächlich ohne Prüfzeichen kommen, lässt sich aus den vorliegenden Quellen nicht klären. Weil das Rad ansonsten nach EN15194 mit TÜV-Prüfung zertifiziert ist, lohnt eine Nachfrage vor dem Kauf, wenn Du das Rad im öffentlichen Straßenverkehr bei Dunkelheit bewegen willst.
Zwei Kaufwege im Vergleich
Das E26 3.0 Pro ist bei ENGWE und bei Amazon zum selben Preis von ca. 1.899,00 € gelistet. Bei Amazon war der Bestand zuletzt knapp, dort läuft das Modell unter zwei Nummern, von denen nur eine bestellbar ist. Über den Herstellershop wählst Du zwischen den Farben Marineblau und Grau und wickelst Garantiefälle direkt mit ENGWE ab. Der Versand erfolgt in beiden Fällen aus einem europäischen Lager.
Für wen sich das E26 3.0 Pro lohnt
Das Rad passt zu Fahrern, die Schotterwege, Feldwege, Waldautobahnen und schlechten Asphalt mit Komfort fahren wollen, dabei Steigungen erwarten und einen ebenerdigen Stellplatz haben. Die Kombination aus 100-Nm-Mittelmotor, 720 Wh, breiten Reifen und Komfortfederung deckt genau diesen Einsatz ab, und für ca. 1.899,00 € bekommt man einen Mittelmotor mit diesem Drehmoment selten.
Weniger passend ist es für zwei Gruppen. Wer echtes Gelände fahren will, braucht mehr als 30 mm Federweg am Hinterbau und ist mit einem Hardtail mit ordentlicher Gabel oder einem echten Trail-Fully besser bedient. Und wer das Rad tragen, in den Keller wuchten oder auf einem Träger transportieren muss, sollte die 34 kg gegen die eigenen Verhältnisse prüfen. Weitere Kandidaten stehen in unserer Bestenliste der E-Mountainbikes.
Alternativen im Vergleich
Wie ordnet sich dieses Rad gegen die preislich nächstliegenden Modelle aus unseren Rezensionen ein? Die Kernwerte nebeneinander:
| Merkmal | ENGWE E26 3.0 Pro E-Bike*diese Seite | |||
|---|---|---|---|---|
| Preis | ca. 1.899,00 € | ca. 1.899,00 € | ca. 2.049,15 € | ca. 1.699,00 € |
| Motor | 250 W Mittelmotor, 100 Nm, 500 W Spitzenleistung | Brose Drive S Mag Mittelmotor, 90 Nm (250 W) | Brose Drive S Mag Mittelmotor, 90 Nm | Brose Drive S Mittelmotor, 250 W, 90 Nm |
| Akku | 48 V, 15 Ah (720 Wh), Lithium-Ionen | 36 V, 711 Wh (vollintegriert, entnehmbar) | 711 Wh (36 V, 19,6 Ah), vollintegriert, entnehmbar | Phylion BN10, 36 V, 14 Ah (504 Wh), vollintegriert, entnehmbar, 2,9 kg |
| Reichweite | bis zu 135 km (Stufe 1) | bis zu 170 km (Herstellerangabe, je nach Modus) | bis zu 170 km laut FISCHER | bis zu 120 km |
| Gewicht | 34 kg (30,2 kg ohne Akku) | 27 kg | 26 kg | 24 bis 25 kg (FISCHER- und Amazon-Angabe abweichend) |
| Bewertung | 4,3 / 5 | 4,4 / 5 | 4,5 / 5 | 4,1 / 5 |
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Fazit: Für wen lohnt sich das ENGWE E26 3.0 Pro?
Das E26 3.0 Pro ist das stärkste Rad, das ENGWE derzeit anbietet. Ein Mittelmotor mit 100 Nm, 720 Wh, 180-mm-Bremsen, ein Viergelenk-Hinterbau, GPS-Ortung und ein 25-kg-Gepäckträger ergeben für ca. 1.899,00 € ein Paket, das im Direktvertrieb schwer zu schlagen ist. Der Drehmomentsensor sorgt dafür, dass die Kraft dosiert ankommt.
Zugreifen solltest Du, wenn Deine Strecken über Schotter, Feldwege und hügeliges Gelände führen, Du Komfort statt Trail-Tauglichkeit suchst und ebenerdig abstellen kannst. Zurückhalten solltest Du Dich, wenn Du ein echtes Geländerad erwartest: 30 mm Federweg hinten sind eine Komfortfederung, keine Trail-Ausstattung. Ebenso kritisch sind die 34 kg, wenn Stufen, ein Fahrradträger oder ein Kellerabgang zum Alltag gehören. Vor der Bestellung lohnt außerdem die Nachfrage, ob die Beleuchtung eine deutsche Zulassung trägt.
Häufige Fragen
Verbaut ist ein Mittelmotor mit 250 W Nenndauerleistung, 100 Nm Drehmoment und 500 W Spitzenleistung, gesteuert über einen Drehmomentsensor. Weil ein Mittelmotor über die Schaltung arbeitet, wird sein Drehmoment im leichten Gang zusätzlich übersetzt. Am Berg schiebt er dadurch deutlich kräftiger als ein Nabenmotor mit gleicher Angabe.
ENGWE nennt 135 km in Stufe 1, was 5,3 Wh pro Kilometer entspräche und sehr sparsam gerechnet ist. Realistisch liegt der Verbrauch bei 34 kg Radgewicht und 3 Zoll breiten Reifen zwischen 12 und 20 Wh pro Kilometer. Daraus ergeben sich etwa 36 bis 60 km im Alltag, bei sparsamer Fahrweise auch 70 bis 80 km.
Für technische Trails ist es zu knapp gefedert. Der Hinterbau bietet 30 mm Federweg, die Gabel 80 mm, während echte E-Mountainbikes bei 130 bis 160 mm liegen. Das E26 3.0 Pro ist damit ein Komfort-Fully für Schotterwege, Feldwege und schlechten Asphalt. Auch der Hersteller nennt als geeignetes Gelände ausdrücklich keine technischen Trails.
ENGWE nennt 30,2 kg ohne Akku und 34 kg fahrfertig. Beim Fahren trägt der Motor das Gewicht, spürbar wird es beim Schieben, Tragen und Verladen. Viele Heckträger für Anhängerkupplungen sind auf 30 kg je Rad begrenzt, das solltest Du vor dem Kauf gegen Deinen Träger prüfen.
Das Datenblatt führt einen LED-Scheinwerfer und ein LED-Rücklicht, nennt aber weder eine StVZO-Zulassung noch die K-Mark. Bei anderen ENGWE-Modellen wie dem Zip und dem O20 Boost wird die K-Mark ausdrücklich angegeben. Wer bei Dunkelheit im Straßenverkehr fahren will, sollte diesen Punkt vor dem Kauf klären.
Eine Ladezeit weist ENGWE nicht aus. Das mitgelieferte 4-A-Ladegerät ergibt bei 48-V-Technik rund 218 W Ladeleistung, für 720 Wh also rechnerisch etwa 3,3 Stunden zuzüglich der abschließenden Konstantspannungsphase. Das ist eine Überschlagsrechnung, keine Herstellerangabe.
Das E26 fährt mit Nabenmotor und kostet deutlich weniger, das E26 3.0 Pro hat einen Mittelmotor mit 100 Nm, einen vollgefederten Rahmen mit Viergelenk-Hinterbau, 180-mm-Bremsen und GPS-Ortung. Der Aufpreis fließt also in Antriebsbauform, Fahrwerk und Sicherheitsausstattung.
Die zulässige Gesamtzuladung liegt bei 150 kg und umfasst Fahrer und Gepäck. Der serienmäßige Gepäckträger ist separat für bis zu 25 kg freigegeben, was über dem liegt, was viele Serienträger erlauben. Beide Grenzen gelten unabhängig voneinander.
Nein. Der Motor hat 250 W Nenndauerleistung, unterstützt nur beim Treten und regelt bei 25 km/h ab. Damit gilt das Rad rechtlich als Fahrrad. Die angegebenen 500 W Spitzenleistung ändern daran nichts, weil für die Einstufung allein die Nenndauerleistung maßgeblich ist.
ENGWE gibt einen Bereich von 163 bis 193 cm an. Die Sattelhöhe reicht von 93 bis 103 cm, die Überstandshöhe beträgt 48 cm. Für Fahrer unter 163 cm ist das Rad damit zu groß, hier passt ein Modell mit tieferem Einstieg besser.


