ENGWE

ENGWE EP-2 Pro E-Bike

Faltbares 20-Zoll-Fat-Tire-Pedelec mit 624-Wh-Akku, Shimano-7-Gang und 150 kg Zuladung

3,7 /5 · datenbasierte Einordnung
  • Faltbarer Rahmen: passt zusammengeklappt in Kofferraum oder Abstellkammer
  • 20×4,0-Fat-Tires plus Federgabel: viel Grip und Komfort auf losem Untergrund
  • Großer 48-V-Akku (13 Ah / 624 Wh), abnehmbar zum Laden in der Wohnung
  • Hohe Zuladung von 150 kg und günstiger Einstiegspreis
ca. 1.049,00 €
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* Affiliate-Links sind mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet. Kaufst Du über einen solchen Link, erhalten wir ggf. eine Provision. Für Dich ändert sich der Preis dadurch nicht.

Technische Daten

Typ
E-Fatbike / Pedelec (faltbar)
Laufräder
20 Zoll (20″ × 4,0″ Fat Tire)
Motor
250 W Nabenmotor, 55 Nm (Herstellerangabe)
Akku
48 V, 13 Ah (624 Wh), abnehmbar
Reichweite
bis 40 km (Herstellerangabe, höchste Unterstützung)
Unterstützung bis
25 km/h (Pedelec, ohne Gasgriff)
Schaltung
Shimano 7-Gang-Kettenschaltung
Bremsen
Mechanische Scheibenbremsen (160 mm)
Federung
Federgabel vorne
Display
LCD-Display
Rahmen
Aluminium, faltbar
Gewicht
30 kg (Herstellerangabe)
Max. Zuladung
150 kg
Maße gefaltet
99 × 55 × 76 cm
Farbe
Schwarz

Angaben laut Hersteller/Händler – Stand der Veröffentlichung, im Zweifel auf der Produktseite prüfen.

Unsere Rezension

Das ENGWE EP-2 Pro ist ein faltbares Fat-Tire-Pedelec mit 20-Zoll-Laufrädern, das auf Komfort und Vielseitigkeit zum günstigen Preis zielt. Dicke 4,0-Zoll-Reifen, eine Federgabel und ein großer 624-Wh-Akku sollen gemischtes Gelände und den Alltag abdecken, während sich der Rahmen zum Verstauen zusammenklappen lässt. Angetrieben wird es von einem 250-W-Nabenmotor mit Unterstützung bis 25 km/h.

Spricht dafür

  • Faltbarer Rahmen, praktisch für Kofferraum, Wohnung oder Wohnmobil
  • 20×4,0-Fat-Tires plus Federgabel: viel Komfort und Grip auf losem Untergrund
  • Großer 624-Wh-Akku, abnehmbar zum Laden in der Wohnung
  • Hohe Zuladung von 150 kg
  • Günstiger Einstiegspreis für ein Fat-Tire-E-Bike

Spricht dagegen

  • Reichweiten-Angabe mit 40 km knapp bemessen, für lange Touren zu wenig
  • Nur mechanische Scheibenbremsen, kräftiger dosierbare Hydraulikbremsen fehlen
  • Federung nur vorne, das Heck bleibt ungefedert
  • StVZO-Konformität vom Hersteller nicht ausdrücklich bestätigt
  • Mit rund 30 kg schwer, das Tragen über Treppen bleibt mühsam
Preis-Leistung 4,0
Ausstattung 3,5
Akku & Reichweite 3,9
Komfort & Gelände 3,4

Das EP-2 Pro im Detail

Fat Tires: was 20 × 4,0 Zoll wirklich bringen

Die dicken Reifen sind das prägende Merkmal dieses Rades. Bei 4 Zoll Breite kannst Du den Luftdruck weit absenken, ohne eine Panne zu riskieren. Der Reifen wird dadurch selbst zum Federelement und schluckt Kopfsteinpflaster, Wurzeln und Bordsteinkanten. Auf losem Untergrund wie Sand, Schnee oder Waldboden verteilt die große Aufstandsfläche das Gewicht, das Rad gräbt sich weniger ein und behält Grip.

Der Preis dafür ist Rollwiderstand: Auf Asphalt fährt sich ein Fatbike spürbar schwerfälliger als ein Rad mit schmalen Reifen, und ohne Motorunterstützung merkst Du bei 30 kg Gesamtgewicht jeden Meter. Für Strandwege, Feldwege und Winterbetrieb ist das Konzept trotzdem stimmig.

Motor und Reichweite: eine ehrliche Herstellerangabe

Der Nabenmotor liefert 250 W bei 55 Nm. Das reicht in der Ebene und an mäßigen Steigungen, an steilen Rampen trittst Du mit. Bemerkenswert ist die Reichweitenangabe: ENGWE nennt rund 40 km für den 624-Wh-Akku. Rechnerisch entspricht das etwa 15,6 Wh pro Kilometer, also einem Wert für hohe Unterstützung bei voller Zuladung.

Die meisten Hersteller nennen an dieser Stelle den Bestwert der sparsamsten Stufe, hier steht offenbar der ungünstige Fall im Datenblatt. Fährst Du in mittlerer Unterstützung auf Asphalt, sind aus 624 Wh realistisch 45 bis 70 km drin. Diese Art der Angabe ist angenehm ehrlich und sollte Dich nicht abschrecken. Nachrechnen kannst Du das im Reichweiten-Rechner.

Bremsen: 160 mm mechanisch

Verbaut sind mechanische Scheibenbremsen mit 160 mm Scheibendurchmesser. Beides ist knapp bemessen: Bei 30 kg Eigengewicht und einer zulässigen Zuladung von 150 kg kommt einiges an Masse zusammen, und größere Scheiben würden die Wärme besser abführen. Mechanische Bremsen brauchen außerdem mehr Handkraft und regelmäßiges Nachstellen des Zugs.

Für Stadttempo und ebene Strecken funktioniert das. Wenn Du regelmäßig bergab oder schwer beladen fährst, solltest Du die Bremsen im Blick behalten und eher defensiv fahren als auf einem Rad mit Hydraulikbremsen.

Federung nur vorne

Gefedert ist ausschließlich die Gabel, der Hinterbau bleibt starr. Bei einem Fatbike ist das weniger dramatisch als bei einem Rad mit schmalen Reifen, weil der breite Hinterreifen einen Teil der Dämpfung übernimmt. Auf längeren Schotterpassagen merkst Du den Unterschied zu einem vollgefederten Modell wie dem ENGWE Engine Pro 3.0 Boost trotzdem deutlich.

Falten und Transport

Gefaltet misst das Rad laut Hersteller 99 × 55 × 76 cm und passt damit in die meisten Kofferräume. Wie bei allen Fatbikes gilt: Das Falten macht das Rad kompakter, nicht leichter. 30 kg hebt man nicht beiläufig ins Auto; für Wohnmobil, Kombi oder ebenerdige Abstellräume ist das Konzept praktisch, für Treppen oder öffentliche Verkehrsmittel nicht.

Straßenzulassung vor dem Kauf prüfen

ENGWE bestätigt die StVZO-Konformität für dieses Modell nicht ausdrücklich, obwohl Beleuchtung und Reflektoren montiert sind. Für Fahrten im öffentlichen Straßenverkehr braucht ein Fahrrad in Deutschland eine zugelassene Lichtanlage, Reflektoren an Rädern, Pedalen, vorne und hinten, zwei unabhängige Bremsen und eine Klingel. Prüfe die Ausstattung nach der Lieferung gegen diese Liste und rüste im Zweifel nach, das kostet mit einer Steck-Lichtanlage und Reflektoren wenig.

Einordnung: günstiger Einstieg mit klaren Grenzen

Für ca. 1.049,00 € bekommst Du ein Fatbike mit großem abnehmbarem Akku, Federgabel, Faltrahmen und hoher Zuladung. Die Kompromisse liegen bei Bremsen, Federung und Antriebssteuerung. Wenn Du ein komfortables Zweitrad für Feldwege, Strand oder das Wohnmobil suchst und keine sportlichen Ansprüche hast, ist das Rad ein sinnvoller Einstieg. Wer täglich pendelt und viel bergab fährt, sollte in hydraulische Bremsen investieren.

Alternativen im Vergleich

Wie ordnet sich dieses Rad gegen die preislich nächstliegenden Modelle aus unseren Rezensionen ein? Die Kernwerte nebeneinander:

Merkmal
Preisca. 1.049,00 €ca. 999,99 €ca. 999,00 €ca. 1.099,99 €
Motor250 W Nabenmotor, 55 Nm (Herstellerangabe)Heckmotor (Hinterrad-Nabe), 250 W Nenndauerleistung, bis 630 W SpitzenleistungBafang Heckmotor, bürstenlos, 250 W Nenndauerleistung250 W Heckmotor (Nabenmotor)
Akku48 V, 13 Ah (624 Wh), abnehmbar36 V / 13 Ah (468 Wh), Lithium-Ionen, abschließbar und herausnehmbar48 V / 18 Ah, 864 Wh, DMEGC-21700-Zellen, im Rahmen integriert48 V, 15,6 Ah (748,8 Wh), abnehmbar
Reichweitebis 40 km (Herstellerangabe, höchste Unterstützung)bis 100 km laut RCB, 70 bis 100 km laut OTTObis 120 km55–100 km (Herstellerangabe)
Gewicht30 kg (Herstellerangabe)34,81 kg (Nettogewicht laut RCB)38 kg–
Bewertung3,7 / 53,5 / 54,2 / 53,9 / 5

Mit * markierte Links sind Affiliate-Links: Kaufst Du darüber, erhalten wir ggf. eine Provision, für Dich ändert sich der Preis dadurch nicht. Preise als Richtwert, Angaben laut Hersteller/Händler. Über „Zur Rezension" kommst Du zu unserer ausführlichen Einordnung des jeweiligen Modells.

Fazit: Für wen lohnt sich das EP-2 Pro?

Das EP-2 Pro punktet mit dem, was Fatbikes beliebt macht: viel Grip und Komfort durch die 20 × 4,0 Zoll Reifen, eine Federgabel und ein faltbarer Rahmen, der das Verstauen im Kofferraum erleichtert. Der 624-Wh-Akku ist groß und abnehmbar, die Reichweitenangabe von 40 km bezieht sich erkennbar auf hohe Unterstützung; in mittlerer Stufe sind eher 45 bis 70 km realistisch.

Einordnen solltest Du die einfache Ausstattung: mechanische Bremsen mit 160-mm-Scheiben sind bei 30 kg und 150 kg Zuladung knapp bemessen, gefedert ist nur die Gabel, und die StVZO-Konformität bestätigt der Hersteller nicht ausdrücklich. Als günstiges Komfort-Fatbike für Feldwege, Strand oder das Wohnmobil ist es trotzdem viel Ausstattung fürs Geld.

ENGWE EP-2 Pro E-Bike ca. 1.049,00 €
Bei Engwe ansehen*

Häufige Fragen

Als Pedelec mit Unterstützung bis 25 km/h und ohne Gasgriff gilt es rechtlich als Fahrrad, also grundsätzlich ohne Führerschein und Versicherung. ENGWE bestätigt die volle StVZO-Konformität allerdings nicht ausdrücklich. Wer es im Straßenverkehr nutzen möchte, sollte vor dem Kauf prüfen, ob die Ausstattung (fest verbaute Beleuchtung, Reflektoren, Klingel) den Vorgaben entspricht.

Der Hersteller nennt bis zu 40 km. Dieser Wert ist für den 624-Wh-Akku niedrig angesetzt und dürfte für die höchste Unterstützungsstufe gelten. Mit sparsamerer Unterstützung, gleichmäßigem Tempo und aktivem Mittreten ist mehr drin, die dicken Reifen und das Gewicht kosten aber spürbar Energie.

Ja. Der 48-V-Akku mit 13 Ah (624 Wh) lässt sich entnehmen und getrennt vom Rad laden. Das ist praktisch, wenn das EP-2 Pro im Keller, Schuppen oder Wohnmobil steht und keine Steckdose in der Nähe ist.

Der Hersteller nennt rund 30 kg. Zusammengeklappt misst es etwa 99 × 55 × 76 cm und passt damit in viele Kofferräume. Das hohe Gewicht macht das Tragen über Treppen allerdings mühsam, der Faltmechanismus hilft vor allem beim Verstauen.

Es hat mechanische Scheibenbremsen mit 160 mm vorne und hinten. Sie bremsen zuverlässig, brauchen aber etwas mehr Handkraft und häufigere Nachjustierung als hydraulische Scheibenbremsen. Gerade beim höheren Gewicht eines Fatbikes ist eine regelmäßige Kontrolle wichtig.

Die für Deutschland angebotene Version wird als reine Pedalunterstützung ohne Gasgriff geführt, also als klassisches Pedelec. Ein Gasgriff, mit dem das Rad ohne Treten fährt, würde die Einstufung ändern und in Deutschland eine Zulassung erfordern.

Für Einsteiger, die ein günstiges, komfortables Fat-Tire-E-Bike für gemischtes Gelände, den Weg zur Arbeit und gelegentliches Verstauen suchen. Wer lange Touren plant oder Wert auf hydraulische Bremsen und eine bestätigte StVZO-Zulassung legt, sollte höher greifen.