Preisentwicklung
Tiefstpreis im Zeitraum: 1.699,00 € (29.08.2026)
ENGWE L20 3.0 Pro E-Bike
Vollgefedertes 20-Zoll-E-Klapprad mit Mivice-Mittelmotor (100 Nm), Drehmomentsensor, 720-Wh-Akku und GPS-Modul
- Mivice X700 Mittelmotor mit 100 Nm Drehmoment und Drehmomentsensor statt Trittfrequenzsteuerung
- 48-V-Akku mit 15 Ah (720 Wh) aus 21700-Zellen von LG oder Samsung, fest im Rahmen integriert
- Vollfederung aus hydraulischer Gabel mit Sperre und 30 mm Federweg am Hinterbau
- IOT-Modul mit GPS, 4G und Bluetooth, dazu 30-Lux-Frontlicht mit Signalhorn und mitbremsendem Rücklicht
- Faltrahmen mit Tiefeinstieg, freigegeben von 155 bis 190 cm Körpergröße und bis 150 kg Gesamtgewicht
Stand: 11.10.2026, 20:16 Uhr MESZ | ggf. zzgl. Versand | Details
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Technische Daten
- Typ
- E-Klapprad / Pedelec (Tiefeinstieg, Vollfederung)
- Laufräder
- 20 Zoll (20″ × 3,0″ Urban-Hybrid, 3 mm Pannenschutz)
- Motor
- Mivice X700 Mittelmotor, 250 W, 48 V, 100 Nm
- Sensorik
- Drehmomentsensor, 5 Unterstützungsstufen
- Akku
- 48 V, 15 Ah (720 Wh), 21700-Zellen (LG oder Samsung), integriert
- Reichweite
- 140 km (Stufe 1), 110 km (Stufe 3), 96 km (Stufe 5); Labortest 160 km
- Unterstützung bis
- 25 km/h (Pedelec, CE nach EN 15194)
- Ladegerät
- 54,6 V / 8 A
- Schaltung
- Shimano Tourney RD-TY300, 7-Gang (Kassette 14–28T, Kettenblatt 48T)
- Bremsen
- Hydraulische Doppelkolben-Scheibenbremsen, 180 mm vorn und hinten
- Federung
- Hydraulische Federgabel mit Sperre, Hinterbau 30 mm Federweg
- Rahmen
- Aluminium 6061, faltbar, Tiefeinstieg, integrierter Akku
- Display
- 3,5-Zoll-LCD-Farbdisplay, mittig montiert
- Konnektivität
- ENGWE IOT-Modul mit GPS, 4G und Bluetooth, App-Steuerung
- Beleuchtung
- Frontlicht mit 30 Lux und integriertem E-Horn, Rücklicht mit Brems- und Erschütterungsfunktion
- Schutzart
- IPX7 Verkabelung, IPX6 Display und Licht, IPX5 Motor und Controller, IPX4 Akkugehäuse
- Antrieb
- KMC E8S Kette mit Rostschutz (112 Glieder), Kurbel 170 mm
- Cockpit
- Lenker 680 mm, klappbarer Vorbau, 10-stufig verstellbare Sattelstütze
- Gewicht
- 32,8 kg
- Max. Zuladung
- 150 kg
- Empf. Körpergröße
- 155–190 cm
- Sattelhöhe
- 82,0–102,0 cm
- Maße gefaltet
- 102 × 53 × 78 cm
- Gesamtlänge
- 172,0 cm (Radstand 116,5 cm)
- Lieferumfang
- Schutzbleche, Gepäckträger, Ständer, Pedale, Ladegerät, Werkzeug
Angaben laut Hersteller und Händler, im Zweifel auf der Produktseite prüfen.
Unsere Rezension
Das ENGWE L20 3.0 Pro ist ein faltbares 20-Zoll-Pedelec mit Mittelmotor und Vollfederung. Es hebt sich damit von den üblichen Klapprädern ab, die fast alle einen Nabenmotor im Hinterrad tragen. Für ca. 1.699,00 € bekommst Du einen Mivice X700 mit 100 Nm, einen Drehmomentsensor, 720 Wh Akkukapazität und ein GPS-Modul im Rahmen. Grundlage der Einordnung sind das Datenblatt von ENGWE, die Ausstattungsliste und der Preis.
Spricht dafür
- Mittelmotor mit 100 Nm, in der Klasse der Falträder eine Seltenheit
- Drehmomentsensor statt Trittfrequenzsteuerung, die Unterstützung folgt Deinem Krafteinsatz
- 720-Wh-Akku aus 21700-Zellen von LG oder Samsung, Markenzellen sind in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit
- Vollfederung mit Sperre an der Gabel, dazu 3 mm Pannenschutz in den Reifen
- Hydraulische Doppelkolbenbremsen mit 180-mm-Scheiben an beiden Rädern
- GPS-, 4G- und Bluetooth-Modul ab Werk, dazu Bremslicht und Signalhorn
- Hersteller nennt die Reichweite gestaffelt nach Unterstützungsstufe statt nur einen Bestwert
Spricht dagegen
- 32,8 kg Eigengewicht, zum Tragen über Treppen oder in die Bahn ist das Rad zu schwer
- Nur 7 Gänge auf Tourney-Niveau, die Schaltgruppe passt nicht zur Motorleistung
- Der Hinterbau bietet 30 mm Federweg, das ist eher Komfortfederung als Geländereserve
- Zu Laufzeit und Kosten der 4G-Verbindung im IOT-Modul macht ENGWE keine Angabe
- Ob die Beleuchtung eine StVZO-Zulassung trägt, weist das Datenblatt nicht aus
Das ENGWE L20 3.0 Pro im Detail
Mittelmotor im Klapprad: warum das den Unterschied macht
Klappräder bekommen fast immer einen Nabenmotor im Hinterrad, weil das billiger und einfacher zu bauen ist. Das L20 3.0 Pro nimmt stattdessen einen Mivice X700 als Mittelmotor. Die Bauform sitzt am Tretlager und schickt ihre Kraft über die Kette ans Hinterrad. Das hat drei praktische Folgen: Das Gewicht liegt tief und mittig, was ein 33-kg-Rad im Stand und beim Rangieren spürbar handlicher macht. Der Motor nutzt Deine Gangschaltung mit, an Steigungen arbeitet er also in einer günstigeren Übersetzung. Und beim Reifenwechsel hinten hast Du kein Motorkabel im Weg. Wie sich die beiden Bauformen sonst unterscheiden, steht ausführlich im Vergleich E-Bike mit Mittelmotor.
Die 100 Nm Drehmoment sind der Wert, der auf dem Datenblatt am meisten hervorsticht. Zum Einordnen: Ein typisches Einstiegs-Pedelec mit Nabenmotor liegt bei 40 bis 55 Nm, ausgewachsene Trekking-Mittelmotoren erreichen 75 bis 85 Nm. ENGWE gibt hier einen Wert an, der über dem liegt, was etablierte Systeme in derselben Preisklasse leisten. Weil der Motor am Tretlager sitzt und die Kraft über die Kette geht, wirkt sich das direkt an Rampen aus, wo ein Nabenmotor bei niedriger Trittfrequenz Kraft verliert.
Drehmomentsensor: der wichtigste Ausstattungspunkt
Genauso wichtig wie die Zahl ist die Steuerung. Das L20 3.0 Pro misst mit einem Drehmomentsensor, wie kräftig Du in die Pedale trittst, und dosiert die Unterstützung entsprechend. Räder mit Trittfrequenzsensor erkennen lediglich, dass sich die Kurbel dreht, und schalten dann eine feste Stufe zu. Der Unterschied fällt genau dort auf, wo es unangenehm wird: beim Anfahren an der Ampel, beim Rangieren auf dem Gehweg und in engen Kurven. Bei 32,8 kg Rad plus Fahrer ist eine Unterstützung, die verzögert einsetzt und dann konstant schiebt, ein echtes Sicherheitsthema. Warum die Sensorart in der Praxis oft mehr ausmacht als das Drehmoment, erklärt der Ratgeber zum Drehmomentsensor am E-Bike.
720 Wh: die Reichweite realistisch gerechnet
ENGWE nennt drei Werte statt eines Bestwerts: 140 km in Stufe 1, 110 km in Stufe 3 und 96 km in Stufe 5, dazu 160 km im Labortest. Das ist transparenter als die üblichen Einzelangaben. Rechnen wir gegen: 720 Wh geteilt durch 96 km ergibt 7,5 Wh pro Kilometer. Ein Rad mit 32,8 kg Eigengewicht, breiten 3-Zoll-Reifen und Vollfederung liegt auf Asphalt realistisch bei 11 bis 16 Wh pro Kilometer, mit Gegenwind, Zuladung und Steigungen eher bei 18 bis 22 Wh. Daraus folgen rund 45 bis 65 km im Alltag mit mittlerer Unterstützung und etwa 33 bis 40 km, wenn Du dauerhaft die höchste Stufe fährst. Für den Arbeitsweg ist das reichlich, für eine Tagestour solltest Du die Ladepause einplanen. Nachrechnen kannst Du Deinen eigenen Fall im Reichweiten-Rechner.
Bemerkenswert ist die Zellenangabe: ENGWE nennt 21700-Zellen von LG oder Samsung und schreibt dazu, dass je nach Verfügbarkeit der eine oder andere Hersteller verbaut wird. Markenzellen dieser Bauform haben eine höhere Energiedichte und altern langsamer als billige 18650-Zellen ohne Herstellernennung. Wie Du die Lebensdauer beeinflusst, steht im Ratgeber zum Lagern des E-Bike-Akkus.
Die Schaltung ist die schwächste Stelle
Der Antrieb kombiniert einen 100-Nm-Motor mit einem Shimano Tourney RD-TY300, also der Einstiegs-Schaltgruppe von Shimano, und einer 7-fach-Kassette von 14 bis 28 Zähnen. Das Kettenblatt hat 48 Zähne. Für ein 20-Zoll-Laufrad ergibt der schwerste Gang damit rund 5,4 Meter Weg pro Kurbelumdrehung, was bei entspannten 80 Umdrehungen pro Minute genau die abgeregelten 25 km/h trifft. Die Bandbreite passt also. Was fehlt, ist Robustheit: Ein Tourney-Schaltwerk ist für Räder gebaut, die deutlich weniger Kraft übertragen. Bei 100 Nm über die Kette rechnest Du mit häufigerem Nachstellen und schnellerem Verschleiß von Kette und Kassette. Die verbaute KMC E8S ist immerhin eine E-Bike-Kette mit Rostschutz und für diese Belastung ausgelegt. Wie oft ein Wechsel ansteht, überschlägt der Ratgeber Kette wechseln: Kosten.
Fahrwerk: Vollfederung mit klarer Grenze
Vorne arbeitet eine hydraulische Federgabel mit Sperre, hinten kommen 30 mm Federweg dazu. Bei kleinen Laufrädern zahlt sich Federung stärker aus als bei 28 Zoll, weil ein 20-Zoll-Rad Kanten härter weitergibt: Es fällt tiefer in Löcher und rollt steiler wieder heraus. Die Sperre an der Gabel ist praktisch, wenn Du längere Asphaltstrecken fährst und das Wippen beim Treten stört. Die 30 mm am Hinterbau ordnest Du am besten als Komfortfederung ein, die Kopfsteinpflaster und Wurzelaufbrüche glättet. Für ruppige Trails fehlt die Reserve, dafür ist auch das 3-Zoll-Urban-Hybrid-Profil mit 3 mm Pannenschutzeinlage gedacht: Es rollt leichter als ein echtes Fatbike-Profil und schluckt trotzdem grobe Oberflächen.
Bremsen und Sicherheitsausstattung
Verbaut sind hydraulische Doppelkolbenbremsen mit 180-mm-Scheiben vorn und hinten. Für ein Rad, das mit Fahrer und Gepäck bis zu 150 kg auf die Waage bringen darf, ist das die richtige Dimension: Hydraulik dosiert feiner, braucht weniger Handkraft und stellt sich beim Belagverschleiß selbst nach. Bei den 30 kg aufwärts, die Klappräder dieser Bauart wiegen, macht sich der Aufpreis gegenüber mechanischen Bremsen am deutlichsten bezahlt.
Dazu kommen Details, die man in dieser Klasse selten sieht: Das Rücklicht leuchtet beim Bremsen und bei Erschütterungen heller, das Frontlicht mit 30 Lux hat ein elektrisches Signalhorn integriert. Eine StVZO-Zulassung weist ENGWE für die Beleuchtung allerdings nicht aus. Wenn Du das Rad im Dunkeln im öffentlichen Verkehr bewegst, prüfe die Zulassung vor dem Kauf beim Händler oder plane eine nachgerüstete, geprüfte Anlage ein.
Das IOT-Modul: nützlich, mit einer offenen Frage
Im Rahmen sitzt ein Modul mit GPS, 4G und Bluetooth, das sich per App ansprechen lässt. Bei einem Rad, das 32,8 kg wiegt und selten in den Keller getragen wird, ist eine Ortung ein sinnvolles Extra: Sie hilft nach einem Diebstahl bei der Spurensuche und beim Wiederauffinden. Offen bleibt die kaufmännische Seite. Ein 4G-Modul braucht eine SIM-Karte und eine laufende Datenverbindung, und ob diese dauerhaft im Preis enthalten ist oder nach einer Anfangszeit Geld kostet, steht im Datenblatt nicht. Frag das vor dem Kauf ab. Die Ortung ersetzt ohnehin kein gutes Schloss, die passenden Kandidaten stehen im Vergleich Fahrradschloss fürs E-Bike.
Falten, Gewicht und Stellplatz
Gefaltet misst das Rad 102 × 53 × 78 cm, aufgeklappt ist es 172 cm lang. Das passt in einen mittelgroßen Kombi-Kofferraum und in eine Abstellkammer. Beim Gewicht endet der Vorteil des Faltmechanismus allerdings: 32,8 kg hebt niemand mühelos in einen Kofferraum, und für Treppen oder den Umstieg in die Bahn scheidet das Rad aus. Sinnvoll ist das Falten hier für ebenerdiges Verstauen, den Autotransport auf einer Ladefläche und für den Winter im Keller. Wer ein Faltrad zum regelmäßigen Tragen sucht, findet in der Bestenliste der E-Klappräder deutlich leichtere Kandidaten. Wie stark das Gewicht den Alltag prägt, ordnet der Ratgeber E-Bike-Gewicht ein.
Einordnung gegen die eigene Modellfamilie
ENGWE führt die L20-Reihe in mehreren Stufen. Das L20 SE ist die Einstiegsvariante mit Nabenmotor, 38 Nm, Trittfrequenzsteuerung und 562 Wh. Das 3.0 Pro kostet rund das Doppelte und liefert dafür den Mittelmotor, den Drehmomentsensor, 720 Wh, die Vollfederung, hydraulische Bremsen und das GPS-Modul. Der Aufpreis fließt also vollständig in Antrieb, Fahrwerk und Elektronik. Wenn Du überwiegend flach und kurz fährst, reicht die Einstiegsvariante. Sobald Steigungen, längere Strecken oder häufiges Anfahren im Stadtverkehr dazukommen, rechtfertigt die Technik im 3.0 Pro ihren Preis. Weitere Räder derselben Preisklasse stehen in der Bestenliste der E-Bikes von 1.000 bis 2.000 Euro.
Alternativen im Vergleich
Wie ordnet sich dieses Rad gegen die preislich nächstliegenden Modelle aus unseren Rezensionen ein? Die Kernwerte nebeneinander:
| Merkmal | ENGWE L20 3.0 Pro E-Bike*diese Seite | |||
|---|---|---|---|---|
| Bewertung | ||||
| Preis | ab 1.699,00 € | 1.699,00 € | 1.599,00 € | 1.599,00 € |
| Motor | Mivice X700 Mittelmotor, 250 W, 48 V, 100 Nm | DERUIZ Hinterrad-Nabenmotor, 48 V, 250 W, max. 55 Nm | AKM Frontnabenmotor, 36 V, 250 W, 50 Nm, bürstenlos | Shengyi Heckmotor, 36 V, 250 W, 55 Nm, bürstenlos, IPX5 |
| Akku | 48 V, 15 Ah (720 Wh), 21700-Zellen (LG oder Samsung), integriert | 48 V, 500 Wh | 375 Wh (36 V, 10,4 Ah) Lithium-Ionen mit integriertem BMS | 468 Wh (36 V, 13 Ah) Lithium-Ionen mit BMS und RGB-LED-Statusanzeige |
| Reichweite | 140 km (Stufe 1), 110 km (Stufe 3), 96 km (Stufe 5); Labortest 160 km | bis 143 km je nach Fahrweise und Zuladung | bis zu 80 km | bis zu 80 km |
| Gewicht | 32,8 kg | 27,95 kg (24,7 kg ohne Akku) | 22 kg | 32 kg |
Stand: 11.10.2026, 20:16 Uhr MESZ | ggf. zzgl. Versand | Details | * Affiliate-Links: Für Käufe über diese Links erhalten wir eine Provision. Für Dich ändert sich am Preis nichts.
Fazit: Für wen lohnt sich das ENGWE L20 3.0 Pro?
Das L20 3.0 Pro löst den üblichen Kompromiss dieser Gattung an einer entscheidenden Stelle auf. Statt eines schwachen Nabenmotors mit Trittfrequenzsteuerung bekommst Du für ca. 1.699,00 € einen Mittelmotor mit 100 Nm und Drehmomentsensor, dazu 720 Wh aus Markenzellen, Vollfederung, hydraulische Doppelkolbenbremsen und ein GPS-Modul. Diese Kombination findest Du bei Faltrad-Konkurrenten dieser Preisklasse selten.
Passend ist es für Pendler mit Steigungen auf der Strecke, für Camper und Bootsbesitzer, die ein vollwertiges Rad im Stauraum unterbringen wollen, und für alle, die einen Zweitwagen-Ersatz mit ordentlicher Reichweite suchen. Einkalkulieren solltest Du 32,8 kg, die das Rad für Treppen und Bahnfahrten ausschließen, sowie eine 7-Gang-Tourney-Schaltung, die zum kräftigen Motor nur bedingt passt und mehr Wartung braucht. Wer sein Faltrad regelmäßig tragen muss, ist mit einem leichteren Modell besser bedient.
Häufige Fragen
ENGWE gibt für den Mivice X700 ein maximales Drehmoment von 100 Nm bei 48 V Systemspannung an. Er sitzt als Mittelmotor am Tretlager und arbeitet mit einem Drehmomentsensor zusammen, der Deinen Krafteinsatz misst. Zum Vergleich: Einstiegs-Pedelecs mit Nabenmotor liegen meist bei 40 bis 55 Nm.
ENGWE nennt 140 km in Unterstützungsstufe 1, 110 km in Stufe 3 und 96 km in Stufe 5. Diese Werte setzen günstige Bedingungen voraus. Bei 720 Wh Kapazität und 32,8 kg Eigengewicht sind im Alltag mit mittlerer Unterstützung rund 45 bis 65 km realistisch, bei dauerhaft höchster Stufe eher 33 bis 40 km.
Das Datenblatt beschreibt den 48-V-Akku mit 15 Ah als in den Rahmen integriert und weist ihn nicht als abnehmbar aus. Wenn Du am Stellplatz keine Steckdose hast, kläre diesen Punkt vor dem Kauf direkt bei ENGWE ab.
Ja. Der Motor unterstützt nur beim Treten und bis 25 km/h, das Rad trägt eine CE-Zertifizierung nach EN 15194. Damit gilt es rechtlich als Fahrrad: kein Führerschein, kein Versicherungskennzeichen, keine Helmpflicht. Ein Helm bleibt trotzdem dringend zu empfehlen.
Gefaltet misst es 102 × 53 × 78 cm. Damit passt es in einen mittelgroßen Kombi-Kofferraum, in einen Wohnmobil-Stauraum oder in eine Abstellkammer. Mit 32,8 kg ist das Anheben allerdings eine Zwei-Personen-Aufgabe oder ein Fall für eine Rampe.
Das IOT-Modul verbindet das Rad per Mobilfunk und Bluetooth mit der ENGWE-App und erlaubt eine Standortabfrage. Das hilft nach einem Diebstahl bei der Ortung. Wie lange die Mobilfunkverbindung im Kaufpreis enthalten ist und ob danach Kosten anfallen, gibt ENGWE nicht an. Frag das vor dem Kauf ab.
Für grobe Straßen, Kopfsteinpflaster, Schotterwege und Feldwege ja. Die Federgabel arbeitet hydraulisch und lässt sich sperren, der Hinterbau bietet 30 mm Federweg. Das ist Komfortfederung. Für ruppige Trails mit Stufen und Wurzelteppichen fehlt die Reserve, dafür ist auch das Urban-Hybrid-Profil der Reifen nicht gedacht.
Verbaut ist ein Shimano Tourney RD-TY300, die Einstiegsgruppe des Herstellers, mit einer Kassette von 14 bis 28 Zähnen. Die Bandbreite reicht für 25 km/h Spitze und moderate Steigungen aus. Bei der hohen Motorkraft solltest Du mit häufigerem Nachstellen und schnellerem Verschleiß von Kette und Kassette rechnen. Die verbaute KMC E8S ist immerhin eine E-Bike-Kette.
ENGWE gibt 155 bis 190 cm an. Die Sattelstütze ist 10-stufig verstellbar, die Sattelhöhe reicht von 82,0 bis 102,0 cm, der Vorbau ist klappbar. Der Tiefeinstieg erleichtert das Auf- und Absteigen zusätzlich, was besonders am unteren Ende des Größenbereichs hilft.
ENGWE gibt für das Frontlicht 30 Lux an und beschreibt ein Rücklicht mit Brems- und Erschütterungsfunktion. Eine StVZO-Zulassung weist das Datenblatt nicht aus. Für Fahrten im öffentlichen Verkehr bei Dunkelheit solltest Du diesen Punkt beim Händler klären oder eine geprüfte Anlage nachrüsten.


