Fafrees

Fafrees FF20 Polar E-Bike

Faltbares 20-Zoll-Fat-Tire-S-Pedelec mit Doppelakku (998 Wh) & bis zu 45 km/h

3,9 /5 · datenbasierte Einordnung
  • Doppelakku mit zusammen rund 998 Wh (2× 48 V / 10,4 Ah), abnehmbar, bis zu 150 km Reichweite (Herstellerangabe)
  • 500-W-Motor (860 W Spitze) und S-Pedelec-Zulassung (L1e-B): unterstützt bis zu 45 km/h
  • 20×4,0-Fat-Tires, Federgabel & Tiefeinstieg, Komfort auf Asphalt, Schotter und bei Nässe
  • Faltbarer Aluminiumrahmen, EU-typgenehmigt (E-Mark) & StVZO-zulassungsfähig
ca. 1.599,99 € Amazon-Preis, Stand: 05.10.2026, 15:00 Uhr MESZ
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Technische Daten

Typ
S-Pedelec / E-Fatbike (L1e-B, faltbar, Tiefeinstieg)
Laufräder
20 Zoll (20″ × 4,0″ Fat Tire)
Motor
500 W Nabenmotor (860 W Spitze), 65 Nm
Akku
48 V, 2× 10,4 Ah (998 Wh gesamt), abnehmbar
Reichweite
bis zu 150 km (Herstellerangabe, je nach Modus)
Unterstützung bis
45 km/h (S-Pedelec, L1e-B)
Zulassung
EU-Typgenehmigung L1e-B + E-Mark, StVZO-zulassungsfähig
Schaltung
7-Gang-Kettenschaltung
Bremsen
Mechanische Scheibenbremsen
Federung
Federgabel vorne (40 mm)
Rahmen
Aluminium, faltbar (Tiefeinstieg)
Gewicht
34 kg
Max. Zuladung
150 kg
Empf. Körpergröße
160–200 cm
Farbe
Grau
Modelljahr
2025

Angaben laut Hersteller/Händler – Stand der Veröffentlichung, im Zweifel auf der Produktseite prüfen.

Unsere Rezension

Das Fafrees FF20 Polar ist ein faltbares Fat-Tire-E-Bike mit einer Besonderheit: Es wird als S-Pedelec (Klasse L1e-B) mit EU-Typgenehmigung verkauft und unterstützt damit bis zu 45 km/h statt der üblichen 25. Dazu kommen ein Doppelakku mit zusammen rund 998 Wh, ein 500-W-Motor und breite 20-Zoll-Fat-Tires. Es richtet sich an Vielfahrer und Pendler, denen Tempo und Reichweite wichtiger sind als möglichst wenige Auflagen, denn die hohe Geschwindigkeit hat rechtliche Konsequenzen.

Spricht dafür

  • Doppelakku mit zusammen rund 998 Wh, große Reichweite (bis zu 150 km Herstellerangabe), beide Akkus abnehmbar
  • Unterstützung bis 45 km/h (S-Pedelec L1e-B), deutlich schneller als ein normales Pedelec
  • 20×4,0-Fat-Tires, Federgabel und Tiefeinstieg, komfortabel und alltagstauglich
  • Faltbarer Aluminiumrahmen, EU-typgenehmigt und StVZO-zulassungsfähig

Spricht dagegen

  • Als S-Pedelec zulassungspflichtig: Versicherungskennzeichen, Führerschein (mind. AM) und Helmpflicht, und kein Fahren auf dem Radweg
  • Mit 34 kg sehr schwer, der Faltmechanismus hilft beim Verstauen, das Tragen über Treppen bleibt mühsam
  • In der Standardausführung nur mechanische Scheibenbremsen, bei 45 km/h und 34 kg wäre mehr Bremskraft (hydraulisch) wünschenswert
Preis-Leistung 4,2
Ausstattung 3,5
Akku & Reichweite 4,6
Alltagstauglichkeit 3,2

Das FF20 Polar im Detail

S-Pedelec: was die Zulassung für Dich bedeutet

Die wichtigste Eigenschaft dieses Rades steht nicht im Datenblatt der Komponenten, sondern in seiner Fahrzeugklasse. Mit einer EU-Typgenehmigung als L1e-B und Unterstützung bis 45 km/h ist das FF20 Polar rechtlich ein Kleinkraftrad. Daraus folgen konkrete Pflichten:

  • Versicherungskennzeichen: Du brauchst jedes Jahr ein neues Kennzeichen von der Versicherung, die Kosten liegen je nach Anbieter und Alter meist im niedrigen dreistelligen Bereich.
  • Fahrerlaubnis: mindestens Klasse AM, die im Autoführerschein der Klasse B enthalten ist. Mindestalter 16 Jahre.
  • Helmpflicht: Ein geeigneter Schutzhelm ist vorgeschrieben, ein normaler Fahrradhelm reicht nach herrschender Auslegung aus.
  • Keine Radwege: Innerorts musst Du auf der Fahrbahn fahren, auch wenn ein Radweg daneben liegt. Fahrradstraßen und für Radfahrer freigegebene Einbahnstraßen sind ebenfalls tabu.
  • Betriebserlaubnis: Die Papiere gehören zum Fahrzeug, Umbauten am Antrieb lassen sie erlöschen.

Diese Punkte sind kein Nachteil des Rades, sie sind der Preis für das Tempo. Wenn Du täglich 15 km pendelst und dabei 40 statt 25 km/h fährst, sparst Du spürbar Zeit. Wenn Du dagegen entspannt auf Radwegen unterwegs sein willst, ist ein normales Pedelec das passendere Fahrzeug. Die Grundlagen dazu erklärt der Ratgeber Was ist ein Pedelec?.

Doppelakku: 998 Wh in zwei Paketen

Statt eines großen Akkus verbaut Fafrees zwei Akkus mit je 10,4 Ah bei 48 V, zusammen rund 998 Wh. Beide sind abnehmbar. Das Konzept hat im Alltag echte Vorteile: Du kannst beide getrennt tragen und laden, was bei einem 34-kg-Rad die Schlepperei erleichtert, und Du kannst mit einem Akku fahren und den zweiten als Reserve mitnehmen.

Zur Reichweite: Bei 45 km/h steigt der Luftwiderstand stark an, ein S-Pedelec verbraucht deshalb deutlich mehr als ein 25-km/h-Rad. Rechne mit grob 14 bis 22 Wh pro Kilometer bei zügiger Fahrt, mit gemäßigtem Tempo eher 10 bis 15 Wh. Aus 998 Wh werden damit realistisch 50 bis 90 km, die Herstellerangabe von 150 km gilt für sparsame Fahrweise weit unterhalb der Höchstgeschwindigkeit. Das Laden dauert laut Hersteller rund 8 Stunden für beide Akkus.

Motor: 500 W und 65 Nm

Der Heck-Nabenmotor leistet 500 W Nenndauerleistung mit 860 W Spitze und liefert 65 Nm. Die höhere Nennleistung ist eine direkte Folge der Fahrzeugklasse: Ein 250-W-Motor käme bei 45 km/h und 34 kg Fahrzeuggewicht nicht weit. In der Praxis heißt das kräftiger Antritt an der Ampel und die Fähigkeit, das Tempo auch bei Gegenwind zu halten.

Bremsen: der schwächste Punkt

Verbaut sind mechanische Scheibenbremsen. Das ist der Punkt, an dem das Konzept nicht zusammenpasst: Ein Fahrzeug, das 45 km/h fährt, 34 kg wiegt und bis 150 kg Gesamtgewicht zulässt, bringt bei einer Vollbremsung erhebliche Energie auf die Bremsscheiben. Mechanische Bremsen brauchen dafür deutlich mehr Handkraft, lassen sich schlechter dosieren und verlieren bei längerer Belastung eher an Biss als hydraulische.

Wer das Rad kauft, sollte die Beläge und die Einstellung regelmäßig kontrollieren und mit größerem Sicherheitsabstand fahren als auf einem 25-km/h-Pedelec. Ein Umbau auf hydraulische Bremsen ist technisch möglich, ändert aber gegebenenfalls den Zustand gegenüber der Typgenehmigung.

Fahrwerk und Komfort

Die 20 × 4,0 Zoll Fat Tires sind hier mehr als Optik: Bei kleinen Laufrädern und hohem Tempo schlucken sie einen Teil dessen, was sonst als Schlag im Lenker ankommt. Die Federgabel mit 40 mm Federweg ergänzt das, mehr als eine Grunddämpfung ist bei diesem Federweg nicht zu erwarten. Der Tiefeinstieg erleichtert das Auf- und Absteigen, gerade mit Helm und Alltagskleidung.

Falten und Transport

Der Aluminiumrahmen lässt sich falten. Bei 34 kg heißt das: Das Rad wird kompakter, das Anheben bleibt eine Zwei-Personen-Aufgabe oder braucht eine Rampe. Für den Transport im Wohnmobil oder Kombi ist das Konzept sinnvoll, als Faltrad für Bahn und Bus eignet es sich nicht. Die empfohlene Körpergröße liegt bei 160 bis 200 cm, die zulässige Zuladung bei 150 kg.

Einordnung: Tempo gegen Aufwand

Für ca. 1.599,99 € bekommst Du ein schnelles, weit reichendes Fahrzeug mit Doppelakku und Vollausstattung. Die Rechnung geht auf, wenn Du eine feste Pendelstrecke hast, auf der Du das Tempo auch ausfahren kannst, und wenn Führerschein, Versicherung und Helm für Dich ohnehin kein Thema sind. Sie geht nicht auf, wenn Du überwiegend in der Stadt mit vielen Ampeln fährst oder Radwege nutzen willst. Dann bekommst Du für dasselbe Geld ein normales Pedelec mit besseren Bremsen und weniger Auflagen.

Alternativen im Vergleich

Wie ordnet sich dieses Rad gegen die preislich nächstliegenden Modelle aus unseren Rezensionen ein? Die Kernwerte nebeneinander:

Merkmal
Preisca. 1.599,99 €ca. 1.699,00 €ca. 1.499,99 €ca. 1.499,00 €
Motor500 W Nabenmotor (860 W Spitze), 65 Nm250 W Heck-Nabenmotor, 90 Nm250 W Nabenmotor, 70 Nm250 W Nabenmotor, 70 Nm
Akku48 V, 2× 10,4 Ah (998 Wh gesamt), abnehmbar48 V, 15 Ah (720 Wh), Samsung-Zellen, abnehmbar48 V, 15 Ah (720 Wh), Samsung-21700-Zellen, abnehmbar48 V, 16 Ah (768 Wh), Lithium-Ionen, herausnehmbar
Reichweitebis zu 150 km (Herstellerangabe, je nach Modus)bis zu 130 km (je nach Modus)90–120 km (je nach Modus)bis zu 140 km (im PAS-Modus)
Gewicht34 kg34,7 kg33,4 kg34,5 kg (High-Step), 33,5 kg (Step-Thru)
Bewertung3,9 / 54,3 / 54,2 / 54,2 / 5

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Fazit: Für wen lohnt sich das FF20 Polar?

Das FF20 Polar ist ein Vielfahrer-Gerät: Der Doppelakku mit rund 998 Wh liefert realistisch 50 bis 90 km, der 500-W-Motor mit 65 Nm hält auch bei Gegenwind Tempo, und Fat Tires plus Tiefeinstieg machen es alltagstauglich.

Der eigentliche Knackpunkt ist die Zulassung: Als S-Pedelec der Klasse L1e-B gilt das Rad rechtlich als Kleinkraftrad. Versicherungskennzeichen, Führerschein ab Klasse AM, Helmpflicht und Fahren auf der Fahrbahn statt auf dem Radweg gehören dazu. Wer eine Pendelstrecke hat, auf der sich 45 km/h auch ausfahren lassen, spart damit echte Zeit. Hinzu kommt ein Kritikpunkt an der Ausstattung: Die mechanischen Scheibenbremsen passen nicht recht zu einem 34 kg schweren Fahrzeug mit 45 km/h Höchstgeschwindigkeit, hier wären hydraulische die passendere Wahl.

Fafrees FF20 Polar E-Bike ca. 1.599,99 € · Amazon-Preis, Stand: 05.10.2026, 15:00 Uhr MESZ
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Häufige Fragen

Wenn du das Tempo und die große Reichweite eines S-Pedelecs gezielt suchst, bietet das FF20 Polar mit Doppelakku, 500-W-Motor und Fat-Tires viel fürs Geld. Du musst aber die Pflichten eines zulassungspflichtigen Rades einkalkulieren. Wer ein unkompliziertes Alltagsrad ohne Versicherung und Führerschein will, ist mit einem normalen 25-km/h-Pedelec besser bedient.

Ja. Da es als S-Pedelec (L1e-B, bis 45 km/h) eingestuft ist, gilt es in Deutschland als Kleinkraftrad und nicht als Fahrrad. Du brauchst ein Versicherungskennzeichen (wie beim Mofa/Moped) und mindestens einen Führerschein der Klasse AM (in der Regel ab 16 Jahren). Bitte informiere dich vor dem Kauf über die aktuell geltenden Vorschriften.

Der Motor unterstützt laut Hersteller bis zu 45 km/h, das ist der Hauptvorteil gegenüber einem normalen Pedelec, das bei 25 km/h abregelt. Genau diese Geschwindigkeit ist aber auch der Grund für die Zulassungspflicht: Mehr Tempo bedeutet hier mehr rechtliche Auflagen.

Der Doppelakku mit zusammen rund 998 Wh ist großzügig dimensioniert. Die Herstellerangabe „bis zu 150 km" gilt für sparsame Unterstützung bei niedrigem Tempo. Fährst du häufig die vollen 45 km/h, steigt der Verbrauch deutlich, realistisch sind dann eher 60 bis 110 km.

Als S-Pedelec darfst du innerorts in der Regel nicht auf dem Radweg fahren, sondern musst die Straße benutzen. Außerdem besteht Helmpflicht (ein geeigneter Schutzhelm). Das unterscheidet das FF20 Polar deutlich von einem normalen Pedelec.

Ja, das FF20 Polar ist mit zwei abnehmbaren Akkus ausgestattet (zusammen rund 998 Wh). Du kannst sie zum Laden entnehmen und mit in die Wohnung nehmen, praktisch, wenn am Stellplatz keine Steckdose ist, und flexibel, weil du auch nur mit einem Akku fahren kannst.

Die breiten 20×4,0-Reifen geben viel Grip und federn Unebenheiten wie Kopfsteinpflaster, Schotter oder Nässe zusätzlich ab. Der tiefe Durchstieg macht das Auf- und Absteigen bequem. Im Gegenzug rollen die dicken Reifen etwas schwerer und kosten ohne Motorunterstützung mehr Kraft.

Mit rund 34 kg ist das FF20 Polar schwer, das ist dem Fatbike-Konzept mit Doppelakku geschuldet. Der faltbare Rahmen hilft, es im Kofferraum oder Abstellraum unterzubringen; zum häufigen Tragen über Treppen ist es aber nicht gedacht.

Für Vielfahrer und Pendler, die bewusst die höhere Geschwindigkeit und große Reichweite eines S-Pedelecs wollen und bereit sind, Versicherungskennzeichen, Führerschein und Helmpflicht in Kauf zu nehmen. Für entspanntes, auflagenfreies Radeln auf dem Radweg ist es nicht das richtige Rad.