FISCHER

FISCHER Montis 2.2 Active E-MTB

Tourenorientiertes 29-Zoll-Hardtail-E-MTB mit großem 688-Wh-Akku, Heckmotor (50 Nm) und hydraulischen Scheibenbremsen

4,0 /5 · datenbasierte Einordnung
  • Großer 688-Wh-Akku, bis zu 160 km Reichweite (Herstellerangabe)
  • Hydraulische Scheibenbremsen für zuverlässige Bremskraft bei jedem Wetter
  • 10-Gang-Kettenschaltung + Federgabel für Touren auf gemischtem Untergrund
  • Bekannte Marke mit 24 Monaten Garantie und Ersatzteilversorgung
ca. 1.149,00 €
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Technische Daten

Typ
E-Mountainbike (Hardtail, 29 Zoll)
Modelljahr
2026
Laufräder
29 Zoll
Motor
FISCHER Heckmotor, 50 Nm
Nenndauerleistung
250 W bei 48 V Systemspannung
Akku
48 V, 14,3 Ah (688 Wh), entnehmbar
Ladezeit
ca. 430 Minuten (Ladegerät 2 A / 48 V)
Reichweite
bis zu 160 km (je nach Modus)
Unterstützung bis
25 km/h, 5 Stufen + Schiebehilfe
Federgabel
SR Suntour XCT, 100 mm, hydraulischer Lockout
Schaltung
Shimano CUES, 1×10, Kassette 11–36
Bremsen
Shimano BR-MT200, hydraulische Scheibenbremsen
Bremsscheiben
180 mm vorne / 160 mm hinten
Reifen
Rubena Ocelot, 60-622 (ca. 2,35 Zoll)
Sattelstütze
starr, 31,6 mm (Schnellspanner)
Display
D18 mit App-Anbindung
Rahmen
Aluminium (Diamant), Rahmenhöhe 49 cm
Gewicht
23 kg
Zul. Gesamtgewicht
135 kg (Rad, Fahrer und Gepäck)
Straßenausstattung
keine StVZO-Beleuchtung ab Werk
Ausstattung
Ständer, Spiralschloss, Glocke, Pedale, Werkzeug
Farbe
Piniengrün matt
Garantie
2 Jahre

Angaben laut Hersteller/Händler – Stand der Veröffentlichung, im Zweifel auf der Produktseite prüfen.

Unsere Rezension

Das FISCHER Montis 2.2 Active ist ein 29-Zoll-Hardtail-E-Mountainbike für sportliche Touren auf Wald- und Schotterwegen sowie leichtem Gelände. Angetrieben wird es von einem Heckmotor mit 50 Nm und einem großen, entnehmbaren 688-Wh-Akku. Mit 10-Gang-Kettenschaltung, Federgabel und hydraulischen Scheibenbremsen ist es als tourentaugliches Einsteiger-E-MTB einer etablierten Marke positioniert.

Spricht dafür

  • Sehr großer 688-Wh-Akku mit viel Reichweitenreserve
  • Hydraulische Shimano-Scheibenbremsen, zuverlässig und wartungsarm
  • Aktuelle Shimano-CUES-Schaltgruppe mit 1×10 und 11–36er-Kassette
  • Federgabel mit 100 mm Federweg und Lockout für Asphaltpassagen
  • Mit 23 kg leicht für ein E-Mountainbike
  • Entnehmbarer Akku, bequem in der Wohnung zu laden

Spricht dagegen

  • Heckmotor statt Mittelmotor, am steilen Berg weniger natürliches Fahrgefühl
  • Ohne StVZO-Beleuchtung ab Werk, für den Straßenverkehr musst Du nachrüsten
  • Hardtail mit Stahlfeder-Gabel, für grobe Trails fehlt die Reserve
  • Ladezeit von gut sieben Stunden mit dem beiliegenden 2-A-Ladegerät
Preis-Leistung 4,5
Ausstattung 3,9
Akku & Reichweite 4,4
Gelände-Eignung 3,3

Das Montis 2.2 Active im Detail

Der Antrieb: FISCHER-Heckmotor mit 50 Nm

Den Motor baut FISCHER selbst und setzt ihn in die Hinterradnabe. 50 Nm Drehmoment bei 250 W Nenndauerleistung und 48 V Systemspannung sind für die Preisklasse solide Werte. Ein Heckmotor schiebt das Rad von hinten an, das fühlt sich beim Anfahren kraftvoll an und schont die Kette, weil die Motorkraft am Antriebsstrang vorbeiläuft. Der Unterschied zum Mittelmotor zeigt sich an steilen Rampen: Dort arbeitet ein Mittelmotor über die Gänge mit, während der Nabenmotor unabhängig von der Schaltung immer dieselbe Kraft liefert. Beide Bauarten im Vergleich erklärt der Ratgeber zum E-Bike mit Nabenmotor.

Gesteuert wird über fünf Unterstützungsstufen und ein D18-Display mit App-Anbindung, dazu kommt eine Schiebehilfe. Bei 25 km/h regelt die Unterstützung ab, das Rad bleibt damit ein normales Pedelec ohne Versicherungspflicht.

688 Wh Akku: die Reichweite realistisch gerechnet

Der Akku im Unterrohr speichert 688 Wh (14,3 Ah bei 48 V) und lässt sich abschließen und zum Laden entnehmen. Die Herstellerangabe von bis zu 160 km gilt für die sparsamste Stufe auf ebener Strecke.

Rechnen kannst Du über den Verbrauch: Ein Nabenmotor zieht auf Asphalt und Waldwegen grob 7 bis 12 Wh pro Kilometer, im hügeligen Gelände mit hoher Unterstützung eher 15 bis 22 Wh. Aus 688 Wh werden damit realistisch 60 bis 100 km auf Touren und 35 bis 55 km bei sportlicher Fahrweise am Berg. Das Nachladen dauert mit dem beiliegenden 2-A-Ladegerät laut FISCHER rund 430 Minuten, also gut sieben Stunden von leer auf voll. Wer zwischen zwei Touren wenig Zeit hat, lädt am besten über Nacht. Deine eigenen Werte kannst Du im Reichweiten-Rechner durchspielen.

Fahrwerk: 100 mm Federweg mit Lockout

Vorne arbeitet eine SR Suntour XCT mit 100 mm Federweg und hydraulischem Lockout. Damit sperrst Du die Federung für Asphaltpassagen, die Tretkraft geht dann direkt in Vortrieb statt ins Einfedern. Die XCT ist eine Stahlfeder-Gabel und damit die Einstiegsklasse: Sie schluckt Wurzeln und Schlaglöcher zuverlässig, lässt sich aber weniger fein auf Dein Gewicht abstimmen als eine Luftfedergabel.

Der Hinterbau bleibt ungefedert, das Montis 2.2 ist ein Hardtail. Für Forstwege, Feldwege und leichte Trails reicht das gut, für ruppige Abfahrten fehlt die Reserve, die ein Fully wie das Montis 10.0i Ultimate mitbringt. Auch eine absenkbare Sattelstütze fehlt, verbaut ist eine starre Stütze mit Schnellspanner.

Bremsen und Schaltung: Shimano in der Einstiegsklasse

Gebremst wird mit einer Shimano BR-MT200, einer hydraulischen Zweikolben-Scheibenbremse mit 180 mm vorne und 160 mm hinten. Hydraulisch statt mechanisch ist in dieser Preisklasse ein echtes Plus: Die Bremskraft kommt mit weniger Handkraft, die Dosierung ist feiner, und das regelmäßige Nachstellen der Züge entfällt.

Geschaltet wird über eine Shimano CUES mit 1×10 Gängen und einer Kassette von 11 bis 36 Zähnen am 38er-Kettenblatt. CUES ist die 2023 eingeführte Gruppe, mit der Shimano seine Einstiegsserien ablöst; sie schaltet über einen Trigger und kommt ohne vorderen Umwerfer aus, was die Bedienung vereinfacht. Die Bandbreite reicht für die meisten Steigungen, an sehr steilen Rampen wünscht man sich mit 36 Zähnen am größten Ritzel gelegentlich einen leichteren Gang.

Laufräder und Reifen: 29 Zoll mit Profil

Das Rad rollt auf 29-Zoll-Laufrädern mit Rubena-Ocelot-Reifen in 60-622, also rund 2,35 Zoll Breite. Große Laufräder überrollen Wurzeln und Kanten ruhiger als kleinere, das Profil greift auf Schotter und feuchtem Waldboden. Auf Asphalt kostet die Stollenstruktur etwas Rollwiderstand, dafür brauchst Du auf gemischten Strecken keinen Reifenwechsel.

Straßenverkehr: hier musst Du nachrüsten

FISCHER weist das Montis 2.2 Active ausdrücklich als nicht StVZO-konform aus. Beleuchtung, Schutzbleche und Gepäckträger fehlen ab Werk. Für den Weg zur Arbeit oder für Fahrten in der Dämmerung brauchst Du also eine zugelassene Steck-Lichtanlage, die es ab etwa 30 € gibt. Mitgeliefert werden Ständer, Spiralschloss, Glocke, Pedale und Werkzeug; das Rad kommt teilmontiert und braucht vor der ersten Fahrt etwas Aufbauarbeit.

Gewicht: leicht für ein E-Mountainbike

Mit 23 kg gehört das Montis 2.2 Active zu den leichteren E-Mountainbikes, vollgefederte Modelle dieser Kategorie wiegen oft 27 bis 30 kg. Beim Tragen über Treppen, beim Verladen auf den Heckträger und beim Fahren ohne Unterstützung macht sich jedes Kilo bemerkbar. Achtung bei der Amazon-Listung: Dort taucht teilweise ein Gewicht von 32,9 kg auf, das ist das Versandgewicht inklusive Verpackung. Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 135 kg, davon gehen die 23 kg des Rades ab, für Fahrer und Gepäck bleiben also rund 112 kg. Wie sich E-Bike-Gewichte über die Bauarten verteilen, zeigt der Ratgeber zum E-Bike-Gewicht.

Einordnung: solide Basis für Einsteiger

Für ca. 1.149,00 € bekommst Du ein E-Mountainbike mit großem Akku, hydraulischen Bremsen und einer aktuellen Shimano-Schaltgruppe von einer Marke mit deutschem Service und Ersatzteilversorgung. Gespart wird an Motorlage, Federgabel und Sattelstütze, alles Punkte, die auf Forstwegen und leichten Trails kaum stören, im technischen Gelände aber auffallen. Wer regelmäßig steile Anstiege fährt, sollte den Aufpreis zu einem Mittelmotor-Modell einplanen, etwa dem FISCHER Terra 8.0i. Wie sich das Rad im Feld einordnet, zeigt die Bestenliste der E-Mountainbikes.

Alternativen im Vergleich

Wie ordnet sich dieses Rad gegen die preislich nächstliegenden Modelle aus unseren Rezensionen ein? Die Kernwerte nebeneinander:

Merkmal
Preisca. 1.149,00 €ca. 1.119,00 €ca. 1.119,00 €ca. 1.199,00 €
MotorFISCHER Heckmotor, 50 NmBrose Drive S Mittelmotor, 250 W, 90 NmAnanda Hinterrad-Nabenmotor, 36 V, 250 W, max. 40 NmAnanda M131, Heckmotor (Hinterrad-Nabenmotor), 36 V, 250 W, 40 Nm
Akku48 V, 14,3 Ah (688 Wh), entnehmbarPhylion BN10, 36 V, 14 Ah (504 Wh), vollintegriert, entnehmbar, 2,9 kg540 Wh, im Unterrohr integriertPhylion, 36 V, 13 Ah (468 Wh), vollintegriert im Unterrohr, abnehmbar und abschließbar
Reichweitebis zu 160 km (je nach Modus)bis zu 120 kmbis 135 km je nach Zuladung und Fahrweisebis zu 100 km
Gewicht23 kg24 bis 25 kg (FISCHER- und Amazon-Angabe abweichend)23,5 kg23,6 kg
Bewertung4,0 / 54,1 / 53,6 / 53,8 / 5

Mit * markierte Links sind Affiliate-Links: Kaufst Du darüber, erhalten wir ggf. eine Provision, für Dich ändert sich der Preis dadurch nicht. Preise als Richtwert, Angaben laut Hersteller/Händler. Über „Zur Rezension" kommst Du zu unserer ausführlichen Einordnung des jeweiligen Modells.

Fazit: Für wen lohnt sich das Montis 2.2 Active?

Das Montis 2.2 Active punktet mit seinem großen 688-Wh-Akku, den hydraulischen Shimano-Bremsen und der aktuellen CUES-Schaltgruppe. Diese Kombination ist in der Klasse um ca. 1.149,00 € keine Selbstverständlichkeit, dazu kommen mit 23 kg ein niedriges Gewicht und die Ersatzteilversorgung einer etablierten Marke.

Einordnen solltest Du zwei Dinge: Der Motor sitzt in der Hinterradnabe, an sehr steilen Anstiegen fühlt sich die Unterstützung dadurch weniger natürlich an. Und als Hardtail ohne StVZO-Ausstattung ist das Rad für Touren, Schotter und leichtes Gelände gemacht, für den Weg zur Arbeit brauchst Du zusätzlich eine Steckbeleuchtung. Für Einsteiger und Tourenfahrer, die viel Reichweite für wenig Geld suchen, ist es eine nachvollziehbare Wahl.

FISCHER Montis 2.2 Active E-MTB ca. 1.149,00 €
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Häufige Fragen

Für Einsteiger und Tourenfahrer, die ein reichweitenstarkes 29-Zoll-E-MTB für Waldwege, Schotter und leichtes Gelände suchen. Wer anspruchsvolle Trails fährt oder einen Mittelmotor bevorzugt, sollte mehr investieren.

FISCHER nennt unter optimalen Bedingungen bis zu 160 km. Realistisch sind je nach Unterstützungsstufe, Gelände, Zuladung und Wetter eher 70–120 km pro Ladung.

Nein. Es fährt mit einem Heckmotor (Nabenmotor) mit 50 Nm. Der schiebt auf ebener Strecke ordentlich an, wirkt an sehr steilen Anstiegen aber weniger natürlich als ein Mittelmotor.

Ja. Der 688-Wh-Akku ist semi-integriert im Rahmen verbaut und lässt sich entnehmen, so kannst du ihn bequem in der Wohnung laden.

Hydraulische Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterrad. Sie bieten auch bei Nässe zuverlässige, gut dosierbare Bremskraft und sind wartungsärmer als mechanische Scheibenbremsen.

Rund 23 kg (Herstellerangabe, inkl. Akku). Das ist für ein E-MTB dieser Klasse normal, macht sich aber beim Tragen über Treppen oder beim Verladen bemerkbar.

Es ist ein Hardtail, gefedert ist nur die Vorderradgabel, hinten gibt es keine Federung. Für Touren und leichtes Gelände reicht das; für grobe Trails ist ein Fully komfortabler.

Ja. Als Pedelec mit Unterstützung bis 25 km/h und 250 W gilt es rechtlich als Fahrrad, ohne Helmpflicht, Versicherungskennzeichen oder Führerschein.

Diese Variante hat 49 cm Rahmenhöhe (29 Zoll). FISCHER bietet das Modell auch in kleineren Rahmenhöhen an, die genaue Körpergrößen-Empfehlung steht in der Größentabelle des Herstellers.