Maxtron

Maxtron Mule E-Bike

20-Zoll-Faltrad mit Tiefeinstieg, 960-Wh-Akku, Heckmotor mit 40 Nm, Magnesium-Gussfelgen und 3,0 Zoll breiten Reifen

4,2 /5 · datenbasierte Einordnung
  • 960 Wh Akkukapazität, der höchste Wert unter den Falträdern in dieser Preisklasse
  • Einteilige Magnesium-Gussfelgen, das Nachziehen von Speichen entfällt
  • 20 x 3,0 Zoll breite Reifen für Kopfsteinpflaster und Schotter
  • Tiefeinstieg plus Faltrahmen, ausgelegt für 155 bis 195 cm
  • 2 Jahre Herstellergarantie, Ersatzteilversorgung für 2 Jahre zugesagt
ca. 799,00 €
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Technische Daten

Motor
Heckmotor, 250 W Nenndauerleistung
Drehmoment
40 Nm
Akku
48 V / 20 Ah, 960 Wh
Reichweite
bis 110 km
Höchstgeschwindigkeit
25 km/h
Schaltung
Shimano 7-Gang Kettenschaltung
Bremsen
Scheibenbremsen
Federung
Federgabel
Laufräder
20 Zoll
Bereifung
20 x 3,0 Zoll
Felgen
Einteilige Magnesium-Gussfelgen
Rahmen
Faltbar, Tiefeinstieg
Rahmenmaterial
Aluminium
Gewicht
28 kg
Zuladung
120 kg
Körpergröße
155 bis 195 cm
Sattelstützen-Auszug
23 cm
Lieferumfang
Akku, Ladegerät, Werkzeugsatz, Anleitung
Modelljahr
2026
Ersatzteilversorgung
2 Jahre laut EU-Angabe
Garantie
2 Jahre

Angaben laut Hersteller/Händler – Stand der Veröffentlichung, im Zweifel auf der Produktseite prüfen.

Unsere Rezension

Das Maxtron Mule ist ein 20-Zoll-Faltrad mit einer Zahl, die aus der Klasse fällt: 960 Wh Akkukapazität. Falträder in dieser Preisklasse kommen üblicherweise mit 350 bis 500 Wh.

Dazu kommen 3,0 Zoll breite Reifen, einteilige Magnesium-Gussfelgen und ein Tiefeinstieg. Grundlage der Einordnung sind das Maxtron-Datenblatt, die Amazon-Listung und der Vergleich innerhalb der Klasse.

Spricht dafür

  • 960 Wh sind bei Falträdern unter 1.000 € ein Ausreißer nach oben
  • Einteilige Magnesium-Gussfelgen bleiben formstabil und brauchen kein Speichennachziehen
  • 3,0 Zoll Reifenbreite dämpft mehr als jede Federgabel dieser Preisklasse
  • Tiefeinstieg am Faltrahmen, Einstiegshöhe und Faltbarkeit zusammen sind selten
  • 2 Jahre Garantie und zugesagte Ersatzteilversorgung über 2 Jahre

Spricht dagegen

  • 28 kg an einem Faltrad, für Bahn und Kofferraum viel Gewicht
  • 40 Nm sind der niedrigste Wert unter den Rädern seiner Preisklasse mit großem Akku
  • Maxtron nennt weder Bremsentyp im Detail noch Ladezeit oder Beleuchtung
  • Amazon führt 25 kg, das Herstellerdatenblatt 28 kg
Preis-Leistung 4,6
Ausstattung 3,5
Akku und Reichweite 4,9
Transport und Faltmaß 3,7

Das Maxtron Mule im Detail

960 Wh: die Zahl, um die dieses Rad gebaut ist

Der Akku misst 48 V und 20 Ah, das ergibt 960 Wh. Maxtron und die Amazon-Listung nennen den Wert übereinstimmend.

Damit liegt das Mule an der Spitze seiner Klasse. Ein typisches E-Faltrad zwischen 700 und 1.000 € bringt 350 bis 500 Wh mit, das Mule fast das Doppelte. Für Dich hat das zwei Folgen. Die eine ist offensichtlich: Du lädst seltener. Die andere ist wichtiger und wird oft übersehen: Ein großer Akku wird pro Fahrt weniger tief entladen, und flache Entladezyklen verlängern die Lebensdauer von Lithium-Ionen-Zellen deutlich. Wer täglich 20 km fährt, nutzt beim Mule rund ein Fünftel der Kapazität, bei einem 400-Wh-Akku wäre es die Hälfte. Wie sich Ladeverhalten auf die Zellen auswirkt, steht im Ratgeber E-Bike richtig aufladen.

Was von den 110 km übrig bleibt

Maxtron gibt bis zu 110 km an. Das entspricht einem Verbrauch von 8,7 Wh pro Kilometer.

Realistisch fällt der Verbrauch höher aus, weil hier zwei Dinge zusammenkommen: 28 kg Gewicht und 3,0 Zoll breite Reifen, die spürbar mehr Rollwiderstand erzeugen als schmale Cityreifen. Rechne im gemischten Alltag mit 11 bis 16 Wh pro Kilometer, daraus werden 60 bis 87 km pro Ladung. Sparsam auf flacher Strecke sind die genannten 100 bis 110 km erreichbar, mit voller Unterstützung und Gegenwind bleiben 45 bis 55 km. Auch die untere Zahl ist für ein Faltrad viel: Sie trägt ein ganzes Wochenende am Campingplatz oder eine Woche Arbeitsweg. Deine eigene Strecke rechnet der Reichweiten-Rechner durch.

Magnesium-Gussfelgen: ein echter Wartungsvorteil

Maxtron verbaut einteilige Magnesium-Gussfelgen. Felge, Speichen und Nabenaufnahme entstehen dabei in einem einzigen Gussteil, an die Stelle gespannter Drahtspeichen treten feste Stege.

Der praktische Nutzen liegt in der Wartung. Ein gespeichtes Laufrad braucht bei einem 28-kg-Rad mit kräftigem Motor regelmäßig Aufmerksamkeit: Speichen setzen sich, der Rundlauf leidet, und ein Zentrieren kostet in der Werkstatt 30 bis 60 €. Beim Gussrad entfällt das komplett, weil es keine Speichenspannung gibt, die nachlassen könnte. Der Nachteil zeigt sich beim Schaden: Ein verzogenes Gussrad lässt sich nicht richten, es muss ersetzt werden. Für ein Faltrad, das im Kofferraum und im Bahnabteil angestoßen wird, ist die Formstabilität dennoch das stärkere Argument.

40 Nm an 20 Zoll: die Übersetzung gleicht aus

Der Heckmotor leistet 250 W Nenndauerleistung und gibt 40 Nm ab. Das ist auf dem Papier der schwächste Wert unter den hier besprochenen Rädern.

Die kleine Laufradgröße relativiert das. Ein 20-Zoll-Rad hat einen kürzeren Hebelarm zwischen Nabe und Boden, dadurch kommt am Reifen mehr Vortrieb an als bei gleichem Drehmoment an einem 28-Zoll-Laufrad. Grob gerechnet entsprechen 40 Nm an 20 Zoll ungefähr dem, was 55 bis 60 Nm an 28 Zoll leisten. In der Ebene und an kurzen Rampen reicht das für 28 kg plus Fahrer. An langen Steigungen arbeitest Du mit, dann hilft die Shimano-Siebengangschaltung beim Herunterschalten. Wie sich ein Nabenmotor grundsätzlich verhält, ordnet der Ratgeber E-Bike mit Nabenmotor ein.

20 x 3,0 Zoll: zwischen Faltrad und Fatbike

Die Bereifung misst 20 x 3,0 Zoll, also rund 76 mm Breite. Das liegt zwischen dem klassischen Faltrad-Reifen mit 1,75 bis 2,0 Zoll und dem echten Fatbike mit 4,0 Zoll.

Diese Breite ist an einem 20-Zoll-Rad der wichtigste Komfortfaktor. Kleine Laufräder fallen tiefer in Löcher und schlagen härter über Kanten als große, weil der Anlaufwinkel ungünstiger ist. 76 mm Reifenbreite mit niedrigem Luftdruck kompensieren genau das. Auf Kopfsteinpflaster, Waldwegen und Schotterparkplätzen läuft das Mule dadurch deutlich ruhiger als ein Faltrad auf schmalen Reifen. Bezahlt wird der Komfort mit Rollwiderstand, was die Reichweitenrechnung oben bereits berücksichtigt.

Faltrahmen und Tiefeinstieg in einem

Der Rahmen ist faltbar und hat zugleich einen tiefen Einstieg. Maxtron gibt die passende Körpergröße mit 155 bis 195 cm an, angepasst wird über die Sattelstütze mit 23 cm Auszug.

Die Kombination aus Falten und Tiefeinstieg ist seltener, als man denkt: Viele Falträder haben ein durchgehendes Oberrohr am Scharnier, über das Du das Bein schwingen musst. Hier steigst Du durch. Die Spanne von 40 cm Körpergröße ist großzügig und macht das Rad zum Kandidaten für Haushalte, in denen zwei Personen unterschiedlicher Größe fahren, etwa im Wohnmobil. Was beim Kauf eines E-Faltrads sonst zählt, steht im Ratgeber E-Bike-Klapprad.

28 kg: der Preis des großen Akkus

Hier weichen die Quellen ab. Das Maxtron-Datenblatt nennt 28 kg, die Amazon-Listung führt 25 kg. Wir übernehmen den Herstellerwert, weil Amazon bei E-Bikes regelmäßig ohne Akku oder mit einem geschätzten Versandgewicht rechnet.

28 kg sind für ein Faltrad viel. Ein Faltrad mit 400-Wh-Akku liegt bei 20 bis 23 kg, ein Brompton mit Elektroantrieb unter 20 kg. Die Mehrmasse kommt fast vollständig aus dem 960-Wh-Akku, der allein rund 5 kg wiegt, und aus den breiten Reifen. Für Dich heißt das: Der Faltmechanismus hilft beim Verstauen im Kofferraum, wo Du das Rad kippen und schieben kannst. Beim Tragen die Bahnsteigtreppe hoch wird es unangenehm. Wer ein Faltrad zum regelmäßigen Tragen sucht, sollte leichter kaufen. Zur Einordnung hilft der Ratgeber E-Bike-Gewicht. Die Zuladung liegt bei 120 kg, nach Abzug des Radgewichts bleiben rund 92 kg.

Was Maxtron offen lässt

Vier Angaben fehlen im Datenblatt. Der Bremsentyp steht nur als "Scheibenbremsen" da, ohne Angabe, ob mechanisch oder hydraulisch. Die Ladezeit und die Daten des Ladegeräts fehlen, ebenso Angaben zu Beleuchtung und Display sowie das Faltmaß.

Das Faltmaß ist die praktisch wichtigste Lücke: Ohne die zusammengeklappten Außenmaße lässt sich nicht prüfen, ob das Rad in Deinen Kofferraum passt. Bei der Ladezeit gilt als grobe Rechnung: Ein 960-Wh-Akku braucht an einem 2-A-Ladegerät rund 10 bis 12 Stunden, an einem 3-A-Gerät rund 7 Stunden. Bei der Beleuchtung lohnt eine Nachfrage, denn ohne StVZO-konforme Anlage darfst Du im Dunkeln nicht fahren. Alle vier Punkte klärst Du am besten vor dem Kauf beim Händler.

Einordnung: gegen die Klasse und gegen das Camel

Für ca. 799,00 € bekommst Du hier die größte Akkukapazität, die in dieser Preisklasse an einem Faltrad zu haben ist. Das ist das Kaufargument, und es ist ein starkes.

Im eigenen Sortiment steht das Maxtron Camel daneben: ebenfalls 20 Zoll, aber mit 4,0 Zoll Fatbike-Reifen, 864 Wh, 60 Nm und hydraulischen Bremsen. Es faltet dafür nicht. Wer Gelände fährt und das Rad ohnehin stehen lässt, nimmt das Camel. Wer das Rad regelmäßig verstaut, nimmt das Mule und lebt mit dem geringeren Drehmoment. Wo das Rad in der Klasse rangiert, zeigen die Listen beste E-Klappräder und E-Bikes unter 1.000 €. Weitere Modelle stehen auf der Maxtron-Herstellerseite.

Alternativen im Vergleich

Wie ordnet sich dieses Rad gegen die preislich nächstliegenden Modelle aus unseren Rezensionen ein? Die Kernwerte nebeneinander:

Merkmal
Preisca. 799,00 €ca. 759,00 €ca. 849,00 €ca. 739,00 €
MotorHeckmotor, 250 W NenndauerleistungVinka RH30 Heckmotor, 250 W, bürstenlos250 W Heck-Nabenmotor, 38 NmBafang Heckmotor, bürstenlos, 48 V, 250 W Nenndauerleistung
Akku48 V / 20 Ah, 960 Wh36 V, 7 Ah, 252 Wh, im Rahmen integriert, abschließbar und herausnehmbar36 V, 15,6 Ah (562 Wh)48 V / 13 Ah, 624 Wh, entnehmbar
Reichweitebis 110 km30 bis 50 km laut GRUNDIGbis zu 115 km (je nach Modus)70 bis 80 km je nach Quelle
Gewicht28 kg20 kg31 kg36 kg
Bewertung4,2 / 53,6 / 53,7 / 53,8 / 5

Mit * markierte Links sind Affiliate-Links: Kaufst Du darüber, erhalten wir ggf. eine Provision, für Dich ändert sich der Preis dadurch nicht. Preise als Richtwert, Angaben laut Hersteller/Händler. Über „Zur Rezension" kommst Du zu unserer ausführlichen Einordnung des jeweiligen Modells.

Fazit: Für wen lohnt sich das Maxtron Mule?

Das Maxtron Mule ist ein Faltrad für Leute, die es im Auto oder Wohnmobil mitnehmen und dann tagelang fahren wollen, ohne eine Steckdose zu suchen. 960 Wh sind in dieser Preisklasse einzigartig, und zusammen mit den 3,0 Zoll breiten Reifen und den wartungsfreien Magnesium-Gussfelgen ergibt das für ca. 799,00 € ein Reisegespann mit wenig Pflegeaufwand.

Der Preis dafür steht auf der Waage: 28 kg sind für ein Faltrad viel, und wer das Rad regelmäßig Treppen hochtragen muss, ist mit einem leichteren Modell besser bedient. Auch die 40 Nm bleiben an langen Anstiegen knapp. Für Camping, Wohnmobil und den Weg zum Bahnhof mit ebenerdigem Zugang ist das Mule dagegen schwer zu schlagen.

Maxtron Mule E-Bike ca. 799,00 €
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Häufige Fragen

Er misst 48 V und 20 Ah, das ergibt 960 Wh. Maxtron und die Amazon-Listung nennen den Wert übereinstimmend. Ein typisches E-Faltrad dieser Preisklasse bringt 350 bis 500 Wh mit, das Mule also fast das Doppelte.

Maxtron nennt bis zu 110 km. Realistisch sind 60 bis 87 km bei gemischter Nutzung, sparsam auf flacher Strecke 100 bis 110 km und mit voller Unterstützung gegen den Wind 45 bis 55 km. Die breiten 3,0-Zoll-Reifen erhöhen den Verbrauch gegenüber schmalen Cityreifen.

Das Maxtron-Datenblatt nennt 28 kg, die Amazon-Listung führt 25 kg. Wir übernehmen den Herstellerwert, weil Amazon bei E-Bikes häufig ohne Akku oder mit dem Versandgewicht rechnet. Der große Akku allein wiegt rund 5 kg.

Felge, Speichen und Nabenaufnahme entstehen in einem Stück. Dadurch entfällt das Nachziehen von Speichen und das Zentrieren, das in der Werkstatt 30 bis 60 € kostet. Der Nachteil: Ein verzogenes Gussrad lässt sich nicht richten und muss ersetzt werden.

An 20 Zoll ja, an 28 Zoll wäre es wenig. Die kleine Laufradgröße verkürzt den Hebelarm zwischen Nabe und Boden, dadurch kommt am Reifen mehr Vortrieb an. Grob gerechnet entsprechen 40 Nm an 20 Zoll etwa 55 bis 60 Nm an einem 28-Zoll-Laufrad. An langen Steigungen bleibt es dennoch knapp.

Maxtron gibt 155 bis 195 cm an. Angepasst wird über die Sattelstütze mit 23 cm Auszug. Der tiefe Einstieg am Faltrahmen erleichtert das Aufsteigen zusätzlich, viele Falträder haben an dieser Stelle ein durchgehendes Oberrohr.

Maxtron weist die Ladezeit und die Daten des Ladegeräts nicht aus. Als grobe Rechnung gilt: Ein 960-Wh-Akku braucht an einem 2-A-Ladegerät rund 10 bis 12 Stunden, an einem 3-A-Gerät rund 7 Stunden. Den genauen Wert klärst Du vor dem Kauf beim Händler.

Das Faltmaß nennt Maxtron nicht. Das ist die praktisch wichtigste Lücke im Datenblatt, weil sich ohne die zusammengeklappten Außenmaße nicht prüfen lässt, ob das Rad in einen bestimmten Kofferraum passt. Frag die Maße vor dem Kauf beim Händler ab.

Das Datenblatt und die Amazon-Listung führen keine Beleuchtung auf. Ohne StVZO-konforme Anlage aus Scheinwerfer, Rücklicht und Reflektoren darfst Du im Dunkeln nicht fahren. Kläre das vor dem Kauf, eine Nachrüstung kostet je nach Anlage 30 bis 80 €.

Ja. Der Motor leistet 250 W Nenndauerleistung, die Unterstützung endet bei 25 km/h. Damit gilt das Rad als Pedelec und braucht weder Versicherungskennzeichen noch Führerschein. Maxtron gibt 2 Jahre Garantie und sagt eine Ersatzteilversorgung über 2 Jahre zu.