Prophete Dice 3.0 E-Bike
E-MTB-Hardtail mit AEG-Mittelmotor, 540-Wh-Akku und Shimano Cues, ohne Licht ab Werk
- AEG Comfort Drive Mittelmotor mit 70 Nm und Drehmomentsensor
- 540-Wh-Akku (36 V, 15 Ah), vollintegriert im Unterrohr
- Shimano Cues 10-Gang mit hydraulischen MT200-Scheibenbremsen
- 25,4 kg Gewicht, für ein E-MTB mit diesem Akku vergleichsweise leicht
- 150 kg zulässiges Gesamtgewicht bei 29-Zoll-Laufrädern
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Technische Daten
- Typ
- E-Mountainbike / Hardtail (Pedelec bis 25 km/h)
- Modellnummer
- 55765-3101
- Modelljahr
- 2026
- Motor
- AEG Comfort Drive Mittelmotor, 36 V, 250 W, 70 Nm
- Sensorik
- Drehmomentsensor
- Akku
- 36 V, 15 Ah (540 Wh), im Unterrohr integriert
- Ladezeit
- 5 Stunden
- Reichweite
- bis zu 170 km
- Gewicht
- 25,4 kg
- Schaltung
- Shimano Cues, 10-Gang Kettenschaltung
- Bremsen
- Shimano MT200 hydraulische Scheibenbremsen
- Federgabel
- Suntour XCT, 100 mm Federweg
- Laufräder
- 29 Zoll
- Reifen
- Tanwall 29 Zoll
- Display
- LCD-Multifunktions-Display 2.0
- Beleuchtung
- nicht enthalten, Nachrüstung für den Straßenverkehr nötig
- Rahmen
- Aluminium, Rahmenhöhe 48 cm
- Farbe
- grau matt / schwarz matt
- Zul. Gesamtgewicht
- 150 kg
- Sattel
- Gel
- Montagegrad
- fahrfertig geliefert
- UVP
- 2.499,95 €
Angaben laut Hersteller/Händler – Stand der Veröffentlichung, im Zweifel auf der Produktseite prüfen.
Unsere Rezension
Das Prophete Dice 3.0 ist ein E-MTB-Hardtail mit 29-Zoll-Laufrädern, 70-Nm-Mittelmotor und 540 Wh im Unterrohr. Es sitzt in der Mitte der Dice-Baureihe, zwischen dem Einstiegsmodell mit Heckmotor und den Fullys mit 100 Nm. Diese Rezension ordnet ein, was das Rad für seinen Preis liefert und wo Prophete gespart hat.
Spricht dafür
- 70 Nm Mittelmotor mit Drehmomentsensor, in dieser Preisklasse noch keine Selbstverständlichkeit
- 540 Wh sind für ein Hardtail unter 1.600 € überdurchschnittlich viel Kapazität
- 25,4 kg, damit rund fünf Kilo leichter als vollgefederte Räder derselben Marke
- Shimano Cues mit zehn Gängen, die aktuelle Einsteigergruppe mit guter Ersatzteillage
- 150 kg zulässiges Gesamtgewicht
Spricht dagegen
- Keine Beleuchtung ab Werk, für den Straßenverkehr musst Du StVZO-konformes Licht nachrüsten
- Suntour XCT ist eine Stahlfedergabel der Einstiegsklasse, ohne Anpassung an das Fahrergewicht
- Reichweitenangaben der Händler weichen stark voneinander ab, von 110 bis 170 km
- Nur eine Rahmenhöhe mit 48 cm
Das Prophete Dice 3.0 im Detail
AEG Comfort Drive: 70 Nm am Tretlager
Der AEG Comfort Drive sitzt als Mittelmotor am Tretlager und liefert 250 W Nenndauerleistung bei 70 Nm Drehmoment. Für ein E-MTB unter 1.600 € ist das eine gute Ausgangslage, denn viele Räder dieser Preisklasse arbeiten mit Heckmotoren, die zwischen 40 und 55 Nm bleiben.
Wichtiger als die reine Zahl ist die Drehmomentsensorik. Der Motor misst die Kraft, die Du aufs Pedal bringst, und dosiert die Unterstützung entsprechend. Günstigere Antriebe arbeiten mit Trittfrequenzsensoren, die nur erkennen, ob sich die Kurbel dreht. Der Unterschied fällt genau dort auf, wo es im Gelände zählt: beim Anfahren am Hang und beim feinfühligen Dosieren auf losem Untergrund. Die Bauform-Vorteile erklärt der Ratgeber E-Bike mit Mittelmotor, die Leistungsfrage ordnet Wie viel Watt sollte ein guter E-Bike-Motor haben ein.
540 Wh und die Frage nach der echten Reichweite
Der Akku fasst 540 Wh (36 V, 15 Ah). Bei den Reichweitenangaben lohnt ein genauer Blick, denn die Quellen widersprechen sich deutlich: Prophete nennt im eigenen Datenblatt bis zu 170 km, die Amazon-Listung führt 110 km für dasselbe Rad. Beide Werte sind Bestwerte unter günstigsten Bedingungen, die Spanne zeigt vor allem, wie wenig belastbar solche Angaben sind.
Rechne lieber selbst: Auf befestigten Wegen in mittlerer Unterstützung liegt der Verbrauch bei 9 bis 13 Wh pro Kilometer, das ergibt 42 bis 60 km. Im Gelände mit Steigungen und weichem Untergrund sind 16 bis 22 Wh/km realistisch, dann bleiben 25 bis 34 km. Für Feierabendrunden und Tagestouren mit moderaten Höhenmetern reicht das, für Alpenüberquerungen planst Du eine Ladepause ein. Der Reichweiten-Rechner rechnet Deine Strecke durch, geladen wird in fünf Stunden.
Suntour XCT: hier hat Prophete gespart
Vorn arbeitet eine Suntour XCT mit 100 mm Federweg. Das ist Suntours Einstiegsklasse mit Stahlfeder und ohne Möglichkeit, die Federhärte an Dein Gewicht anzupassen. Leichte Fahrer nutzen den Federweg dadurch kaum aus, schwere schlagen bei harten Schlägen durch.
Für Waldautobahnen, Schotter und Feldwege ist das ausreichend, hier arbeitet die Gabel als Komfortelement. Auf technischem Gelände mit Wurzeln und Absätzen merkst Du die Grenzen: Das Ansprechverhalten ist träge, die Dämpfung einfach ausgelegt. Wer im Gelände sportlich fahren will, sollte den Sprung zu einer Luftgabel einplanen, wie sie das Prophete Stack 5.0 mit der XCM34 an Bord hat. Welche Bauart zu welchem Einsatz passt, klärt der Ratgeber E-Mountainbike.
Kein Licht ab Werk: der wichtigste Praxispunkt
Das Dice 3.0 kommt ohne Beleuchtung. Prophete verkauft es als Sportgerät, und im Datenblatt steht die Nachrüstung ausdrücklich als Empfehlung. Für den öffentlichen Straßenverkehr in Deutschland brauchst Du nach StVZO eine funktionierende Lichtanlage, dazu Reflektoren und eine Klingel.
Praktisch bedeutet das Zusatzkosten von 40 bis 120 € für einen StVZO-zugelassenen Scheinwerfer plus Rücklicht, je nachdem ob Du Akku-Leuchten oder eine feste Anlage wählst. Plane das beim Preisvergleich mit ein, denn Räder mit Lichtanlage ab Werk sind an dieser Stelle bereits fertig. Für reine Geländenutzung auf privatem Grund oder Tageslicht-Touren spielt der Punkt keine Rolle.
Shimano Cues und MT200: solide Standardklasse
Geschaltet wird über eine Shimano Cues mit zehn Gängen. Cues ist Shimanos Zusammenlegung der früheren Einsteigergruppen Altus, Acera und Alivio. Der praktische Vorteil liegt bei den Ersatzteilen, weil eine Gruppe abdeckt, wofür es vorher drei parallele Baureihen gab.
Verzögert wird über Shimano MT200, hydraulisch. Das ist die verbreitetste Einsteiger-Scheibenbremse am Markt, zuverlässig und günstig im Unterhalt, aber mit Zweikolben-Sätteln ausgelegt. Bei 25,4 kg Rad plus Fahrer reicht die Bremskraft im Alltag aus, auf langen steilen Abfahrten wird die Bremse spürbar wärmer als Vierkolben-Systeme.
25,4 kg: der Vorteil des Hardtails
Mit 25,4 kg laut Prophete-Datenblatt liegt das Dice 3.0 rund fünf Kilogramm unter den vollgefederten Modellen der Marke. Zu diesem Wert gibt es einen Widerspruch: Die Amazon-Listung führt 28 kg als Artikelgewicht. Solche Abweichungen entstehen häufig durch unterschiedliche Messgrundlagen, wir folgen hier dem Hersteller.
Fünf Kilo weniger merkst Du überall dort, wo der Motor nicht hilft: beim Anheben über Hindernisse, beim Verladen, beim Tragen in den Keller. Für Fahrer, die das Rad regelmäßig im Auto transportieren, ist das ein echtes Argument gegenüber einem Fully. Die Einordnung der Gewichtsklassen liefert der Ratgeber zum E-Bike-Gewicht.
Preislage und Einordnung im Programm
Prophete weist eine UVP von 2.499,95 € aus, im Herstellershop steht das Rad bei 1.999,95 €, bei Amazon liegt es bei ca. 1.549,00 € (zuletzt gelisteter Preis). Der reale Marktpreis liegt also rund 950 € unter der UVP, ein Muster, das sich durch das gesamte Prophete-Programm zieht. Messe Angebote deshalb am Straßenpreis.
Im Programm sitzt das Dice 3.0 über dem Dice 2.0 mit kleinerem Antrieb und unter den Fullys Dice 4.0 und 5.0. Für Alltagsfahrten ohne Geländeanspruch sind das Geniesser 4.0 oder das Urbanicer 3.0 die passenderen Räder, weil sie Licht, Schutzbleche und Gepäckträger mitbringen. Alle Modelle stehen auf der Prophete-Herstellerseite, der Klassenvergleich in der Liste der besten E-Mountainbikes.
Alternativen im Vergleich
Wie ordnet sich dieses Rad gegen die preislich nächstliegenden Modelle aus unseren Rezensionen ein? Die Kernwerte nebeneinander:
| Merkmal | ![]() | |||
|---|---|---|---|---|
| Preis | ca. 1.549,00 € | ca. 1.589,00 € | ca. 1.499,00 € | ca. 1.499,00 € |
| Motor | AEG Comfort Drive Mittelmotor, 36 V, 250 W, 70 Nm | Bafang Nabenmotor im Hinterrad, 250 W, 50 Nm, Drehmomentsensor | Ananda M145CD Radnabenmotor hinten, 250 W, 50 Nm | Bafang Hinterrad-Nabenmotor, 250 W, 45 Nm, bürstenlos |
| Akku | 36 V, 15 Ah (540 Wh), im Unterrohr integriert | 48 V, 13,5 Ah, 648 Wh | 36 V, 15 Ah (540 Wh), Greenway, abnehmbar, 3,2 kg | 36 V, 520 Wh / 14,5 Ah, im Unterrohr, abnehmbar und abschließbar |
| Reichweite | bis zu 170 km | bis 90 km laut DUOTTS | 15–130 km (je nach Zuladung und Fahrweise) | bis 150 km im ECO-Modus bei optimaler Fahrweise laut Datenblatt |
| Gewicht | 25,4 kg | 26,6 kg | 25 kg | 23,0 kg |
| Bewertung | 3,9 / 5 | 4,3 / 5 | 3,8 / 5 | 3,7 / 5 |
Mit * markierte Links sind Affiliate-Links: Kaufst Du darüber, erhalten wir ggf. eine Provision, für Dich ändert sich der Preis dadurch nicht. Preise als Richtwert, Angaben laut Hersteller/Händler. Über „Zur Rezension" kommst Du zu unserer ausführlichen Einordnung des jeweiligen Modells.
Fazit: Für wen lohnt sich das Prophete Dice 3.0?
Das Dice 3.0 ist ein gut ausgestattetes Einstiegs-Hardtail für Waldwege, Schotter und Touren mit moderaten Höhenmetern. 70 Nm Mittelmotor mit Drehmomentsensor und 540 Wh sind für ca. 1.549,00 € eine starke Kombination, und mit 25,4 kg bleibt das Rad handlicher als die Fullys derselben Marke.
Zwei Punkte solltest Du einrechnen: Die Suntour XCT ist eine einfache Federgabel, die im technischen Gelände an ihre Grenzen kommt, und für den Straßenverkehr fehlt die Beleuchtung, die Du für 40 bis 120 € nachrüsten musst. Wer damit leben kann und das Rad überwiegend auf Forstwegen und Feldwegen bewegt, bekommt ein stimmiges Paket. Wer im Dunkeln pendeln will, fährt mit einem Trekkingrad mit Lichtanlage ab Werk besser.
Häufige Fragen
Einen AEG Comfort Drive Mittelmotor mit 36 Volt, 250 W Nenndauerleistung und 70 Nm Drehmoment. Er arbeitet mit Drehmomentsensor, misst also die Pedalkraft statt nur die Trittfrequenz. Für ein E-MTB unter 1.600 € ist ein Mittelmotor mit dieser Sensorik überdurchschnittlich.
Die Angaben gehen auseinander: Prophete nennt bis zu 170 km, die Amazon-Listung 110 km. Beides sind Bestwerte. Realistisch sind auf befestigten Wegen 42 bis 60 km bei 9 bis 13 Wh pro Kilometer. Im Gelände mit Steigungen steigt der Verbrauch auf 16 bis 22 Wh/km, dann bleiben 25 bis 34 km.
Nein. Prophete liefert das Rad ohne Lichtanlage aus und empfiehlt die Nachrüstung im eigenen Datenblatt. Für den öffentlichen Straßenverkehr brauchst Du nach StVZO Scheinwerfer, Rücklicht, Reflektoren und Klingel. Rechne mit 40 bis 120 € Zusatzkosten je nach Lichtanlage.
Sie hat 100 mm Federweg und arbeitet mit einer Stahlfeder, deren Härte sich nicht an das Fahrergewicht anpassen lässt. Für Schotter, Waldwege und Feldwege reicht das als Komfortelement. Auf Wurzeln und Absätzen ist das Ansprechverhalten träge, dort sind Luftfedergabeln deutlich im Vorteil.
Prophete gibt 25,4 kg an, die Amazon-Listung führt 28 kg als Artikelgewicht. Wir folgen dem Herstellerwert. Damit liegt das Hardtail rund fünf Kilogramm unter den vollgefederten Modellen der Marke, was sich beim Verladen und Tragen deutlich bemerkbar macht.
Cues ist Shimanos aktuelle Einsteigergruppe, die die früheren Baureihen Altus, Acera und Alivio zusammenfasst. Am Dice 3.0 kommt sie mit zehn Gängen zum Einsatz. Der praktische Vorteil liegt bei den Ersatzteilen, weil eine Gruppe abdeckt, wofür es vorher drei parallele Baureihen gab.
Prophete führt das Dice 3.0 nur in dieser Rahmenhöhe. 48 cm bei 29-Zoll-Laufrädern passt üblicherweise zu etwa 170 bis 190 cm Körpergröße. Entscheidend ist neben der Rahmenhöhe die Schrittlänge, prüfe deshalb vor dem Kauf, ob Du im Stehen sicher über dem Oberrohr stehst.
Prophete gibt fünf Stunden für eine volle Ladung an. Der Akku sitzt integriert im Unterrohr und ist entnehmbar, Du kannst ihn also in der Wohnung laden. Das schont die Zellen besonders im Winter, weil sie nicht bei Frost geladen werden.
Ja. Mit 250 W Nenndauerleistung und Unterstützung bis 25 km/h gilt es als Pedelec und damit rechtlich als Fahrrad. Für die Nutzung im öffentlichen Straßenverkehr musst Du allerdings die fehlende Beleuchtung nachrüsten, sonst ist das Rad dort nicht regelkonform.



