Prophete

Prophete Entdecker 3.0 E-Bike

Trekking-Pedelec mit AEG-Mittelmotor, 70 Nm und 150 kg zulässigem Gesamtgewicht

3,8 /5 · datenbasierte Einordnung
  • AEG ComfortDrive Mittelmotor mit Drehmomentsensor, 70 Nm
  • Vollintegrierter 399,6-Wh-Akku (36 V, 11,1 Ah), in 3,5 Stunden geladen
  • 150 kg zulässiges Gesamtgewicht, viel Reserve für Fahrer und Gepäck
  • Shimano MT200 Scheibenbremsen, hydraulisch
  • 90-Lux-Scheinwerfer mit Standlicht, Rücklicht mit Bremslichtfunktion
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Stand: 11.10.2026, 20:16 Uhr MESZ | ggf. zzgl. Versand | Details

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Technische Daten

Typ
Trekking-E-Bike (Pedelec bis 25 km/h)
Modellname
Prophete Entdecker 3.0
Modellnummer
55546-1101
Motor
AEG ComfortDrive Mittelmotor mit Drehmomentsensor, 36 V, 250 W, 70 Nm
Akku
399,6 Wh (36 V, 11,1 Ah) Lithium-Ionen, vollintegriert im Unterrohr
Reichweite
bis zu 110 km
Ladezeit
3,5 Stunden
Schaltung
Shimano Altus 9-Gang-Kettenschaltung
Bremsen
Shimano MT200 Scheibenbremse, hydraulisch
Federgabel
Suntour NEX
Display
TFT-Multifunktions-Farbdisplay 1.0
Laufräder
28 Zoll
Reifen
Continental Ride City E25 mit Pannenschutz und Reflexstreifen
Beleuchtung
Prophete 90 Lux LED-Scheinwerfer mit Standlicht, Rücklicht mit Bremslicht
Rahmen
Aluminium, Rahmenhöhen 50 und 54 cm
Sattel
Prophete mit Memory Foam
Sattelstütze
Prophete Patent-Sattelstütze, gefedert
Gewicht
26,5 kg
Zulässiges Gesamtgewicht
150 kg
Garantie
2 Jahre Herstellergarantie
Modelljahr
2026

Angaben laut Hersteller und Händler, im Zweifel auf der Produktseite prüfen.

Unsere Rezension

Das Prophete Entdecker 3.0 bringt einen Mittelmotor mit 70 Nm in eine Preisklasse, in der sonst Nabenmotoren die Regel sind. Dazu kommen hydraulische Scheibenbremsen, ein vollintegrierter Akku und eine Freigabe bis 150 kg Systemgewicht. Der Akku fällt mit 399,6 Wh dafür klein aus. Diese Rezension ordnet ein, wie diese Rechnung aufgeht.

Spricht dafür

  • Mittelmotor mit Drehmomentsensor und 70 Nm zu einem Preis, in dem sonst Nabenmotoren stecken
  • 150 kg zulässiges Gesamtgewicht, damit rund 123 kg für Fahrer und Gepäck
  • Hydraulische Shimano-MT200-Scheibenbremsen statt mechanischer Systeme
  • 90-Lux-Scheinwerfer mit Standlicht und Rücklicht mit Bremslichtfunktion
  • Continental Ride City E25 mit Pannenschutz, eine für die Preisklasse ungewöhnlich gute Bereifung
  • Akku in 3,5 Stunden voll, das ist schnell für diese Klasse

Spricht dagegen

  • 399,6 Wh sind für ein Trekkingrad knapp, die beworbenen 110 km sind ein Bestwert
  • 26,5 kg machen sich beim Tragen und Verladen deutlich bemerkbar
  • Shimano Altus ist die Einsteigergruppe, die Schaltpräzision bleibt hinter Deore zurück
  • Suntour NEX ist eine einfache Stahlfeder-Gabel ohne Dämpfungseinstellung
Preis-Leistung 3,9
Ausstattung 4,3
Akku & Reichweite 3,2
Tourentauglichkeit 3,8

Das Prophete Entdecker 3.0 im Detail

Mittelmotor in dieser Preisklasse: der eigentliche Punkt

Der AEG ComfortDrive sitzt am Tretlager und liefert 250 W Nenndauerleistung bei 70 Nm, gesteuert über einen Drehmomentsensor. Diese Kombination ist der Grund, warum sich das Rad von seiner Preisklasse abhebt.

Ein Drehmomentsensor misst, wie kräftig Du in die Pedale trittst, und dosiert die Unterstützung entsprechend. Günstige E-Bikes arbeiten stattdessen oft mit einem Trittfrequenzsensor, der nur erkennt, dass sich die Kurbel dreht, und dann pauschal Leistung zugibt. Der Unterschied ist im Fahrgefühl deutlich: Der Drehmomentsensor reagiert stufenlos und lässt sich fein dosieren, der Trittfrequenzsensor schiebt verzögert an und läuft beim Ausrollen nach. Dazu kommt die Position am Tretlager, die das Gewicht tief und mittig hält und die Kraft über die Kette auf das Ritzelpaket bringt, sodass die Schaltung dem Motor helfen kann. Warum diese Bauform im Gelände und am Berg Vorteile hat, erklärt der Ratgeber zum E-Bike mit Mittelmotor.

399,6 Wh in Alltagsgrößen gerechnet

Hier liegt der klarste Kompromiss. Der vollintegrierte Akku fasst 399,6 Wh (36 V, 11,1 Ah), Prophete nennt bis zu 110 km. Das ist der Bestwert bei niedrigster Unterstützung, flacher Strecke und leichtem Fahrer.

Realistisch rechnest Du mit einem Mittelmotor auf gemischter Strecke mit 10 bis 14 Wh pro Kilometer, das ergibt 29 bis 40 km. In hoher Unterstützung, mit Gepäck oder in hügeligem Gelände steigt der Verbrauch auf 16 bis 20 Wh/km, dann bleiben 20 bis 25 km. Für den Arbeitsweg und Feierabendrunden reicht das. Für Tagestouren über 60 km musst Du sparsam fahren oder unterwegs laden, immerhin ist der Akku nach 3,5 Stunden wieder voll. Zum Vergleich: Trekking-E-Bikes mit 630 bis 720 Wh liegen preislich meist 600 bis 1.000 € höher. Rechne Deine Strecke im Reichweiten-Rechner durch.

150 kg Systemgewicht: die unterschätzte Zahl

Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 150 kg. Bei 26,5 kg Radgewicht bleiben damit rund 123 kg für Fahrer, Kleidung und Gepäck. Das ist eine der großzügigsten Freigaben in dieser Preisklasse und macht das Rad für eine Gruppe interessant, die bei vielen Modellen mit 100 oder 120 kg Freigabe außen vor bleibt.

Praktisch heißt das auch: Du kannst zwei volle Fahrradtaschen und einen Wocheneinkauf mitnehmen, ohne rechnerisch an die Grenze zu kommen. Wer schwerer ist oder regelmäßig viel transportiert, findet weitere passende Modelle im Ratgeber E-Bike für Übergewichtige.

Bremsen und Licht: zwei Punkte über Klassenniveau

Verzögert wird über Shimano MT200 Scheibenbremsen, die hydraulisch arbeiten. Der Unterschied zu mechanischen Scheibenbremsen ist im Alltag greifbar: Hydraulik überträgt die Handkraft verlustfrei, gleicht den Belagverschleiß selbsttätig aus und braucht deutlich weniger Fingerkraft. Bei einem Rad, das mit 150 kg Systemgewicht unterwegs sein darf, ist das keine Nebensache.

Beim Licht setzt Prophete einen 90-Lux-Scheinwerfer mit Standlicht ein, dazu ein Rücklicht mit Bremslichtfunktion. 90 Lux reichen aus, um auf unbeleuchteten Wegen die Fahrbahn zu sehen statt nur gesehen zu werden. Das Standlicht bleibt an der Ampel an, das Bremslicht macht Dich für Nachfolgende sichtbar, wenn Du verzögerst.

Wo gespart wurde

Zwei Bauteile zeigen die Preisklasse. Die Shimano Altus ist Shimanos Einstiegsgruppe für Trekkingräder mit neun Gängen. Sie schaltet zuverlässig, verlangt aber etwas mehr Nachjustierung als eine Deore und arbeitet unter Last weniger präzise. Für den Alltagseinsatz ist das ausreichend, sportliche Fahrer merken den Unterschied.

Die Suntour NEX ist eine Federgabel mit Stahlfeder ohne einstellbare Dämpfung. Sie schluckt Bordsteinkanten und grobe Schläge, arbeitet aber weniger fein als eine Luftgabel und lässt sich nicht auf das Fahrergewicht abstimmen. Zusammen mit der gefederten Sattelstütze und dem Memory-Foam-Sattel ergibt das trotzdem ein komfortables Paket für Radwege und Schotter.

26,5 kg: was das Gewicht bedeutet

Mit 26,5 kg gehört das Entdecker 3.0 zu den schwereren Trekking-E-Bikes. Beim Fahren spielt das kaum eine Rolle, der Motor gleicht es aus und die Masse liegt tief. Spürbar wird es beim Anheben in den Fahrradkeller, beim Verladen auf den Heckträger und beim Schieben ohne Motorunterstützung.

Prüfe deshalb vor dem Kauf zwei Dinge: ob Dein Fahrradträger für dieses Gewicht zugelassen ist, viele Modelle enden bei 25 kg pro Rad, und ob Du das Rad über die Stufen zu Deinem Abstellplatz bekommst. Wie sich E-Bike-Gewichte je nach Bauart verteilen, ordnet der Ratgeber zum E-Bike-Gewicht ein.

Rahmenvarianten und Passform

Prophete führt das Entdecker 3.0 in den Rahmenhöhen 50 und 54 cm, angeboten werden Diamant- und Trapezrahmen. Der Trapezrahmen mit tiefer gezogenem Oberrohr erleichtert das Aufsteigen und passt zu Fahrern, die nicht mehr über den Sattel schwingen wollen. Rahmenhöhe 50 cm passt üblicherweise zu etwa 165 bis 180 cm Körpergröße, 54 cm zu etwa 175 bis 190 cm.

Entscheidend sind neben der Körpergröße die Schrittlänge und die gewünschte Sitzposition. Welche Rahmenhöhe rechnerisch zu Dir passt, ermittelt der Rahmengrößen-Rechner.

Einordnung in der Entdecker-Reihe

Innerhalb der Entdecker-Reihe steht das 3.0 zwischen dem einfacheren 2.0 und dem 4.0 mit 540 Wh. Wer mehr Akku braucht, sollte den Aufpreis zum größeren Modell prüfen. Alle Modelle der Marke stehen auf der Prophete-Herstellerseite, vergleichbare Räder in der Liste der besten E-Trekkingräder und unter den E-Bikes zwischen 1.000 und 2.000 Euro.

Alternativen im Vergleich

Wie ordnet sich dieses Rad gegen die preislich nächstliegenden Modelle aus unseren Rezensionen ein? Die Kernwerte nebeneinander:

Merkmal
Bewertung3,8 von 54,4 von 53,9 von 53,9 von 5
Preisab 1.399,00 €1.399,00 €–1.429,00 €
MotorAEG ComfortDrive Mittelmotor mit Drehmomentsensor, 36 V, 250 W, 70 NmMittelmotor, 36 V, 250 W Nenndauerleistung, laut Amazon-Listung Bafang M210SFM Mittelmotor, 250 W, 70 NmAnanda M60 Mittelmotor, 250 W; das Drehmoment geben die Quellen mit 70 Nm bzw. 90 Nm an
Akku399,6 Wh (36 V, 11,1 Ah) Lithium-Ionen, vollintegriert im Unterrohr36 V / 18 Ah, 648 Wh, entnehmbar36 V, 418 Wh (11,6 Ah), vollintegriert im Unterrohr, zum Laden entnehmbar36 V, 522 Wh, vollintegriert im Unterrohr
Reichweitebis zu 110 km110 bis 130 kmbis 80 kmbis 90 km
Gewicht26,5 kg28 kg26,5 kgweist SAXONETTE nicht aus (die Handelsangabe von 36 kg entspricht dem Versandgewicht)

Stand: 11.10.2026, 20:16 Uhr MESZ | ggf. zzgl. Versand | Details | * Affiliate-Links: Für Käufe über diese Links erhalten wir eine Provision. Für Dich ändert sich am Preis nichts.

Fazit: Für wen lohnt sich das Prophete Entdecker 3.0?

Das Entdecker 3.0 ist ein Trekkingrad für Pendler und Alltagsfahrer, die einen Mittelmotor mit Drehmomentsensor wollen, ohne dafür über 1.600 € auszugeben. Die Kombination aus 70 Nm, hydraulischen Scheibenbremsen, 90-Lux-Licht und 150 kg Systemfreigabe ist in dieser Preisklasse ungewöhnlich vollständig.

Der Preis dafür steht im Unterrohr: 399,6 Wh ergeben realistisch 29 bis 40 km auf gemischter Strecke. Für den Arbeitsweg und Feierabendrunden ist das reichlich, für Tagestouren über 60 km wird es eng. Wenn Deine typische Strecke unter 35 km liegt und Du Wert auf Fahrgefühl, Bremsen und Zuladung legst, bekommst Du für ca. 1.399,00 € viel Rad. Wer regelmäßig lange Touren fährt, sollte zum Entdecker 4.0 mit 540 Wh oder gleich in die 600-Wh-Klasse greifen.

Häufige Fragen

Prophete nennt bis zu 110 km, das ist der Bestwert bei niedrigster Unterstützung. Realistisch sind auf gemischter Strecke 29 bis 40 km bei 10 bis 14 Wh pro Kilometer. In hoher Unterstützung, mit Gepäck oder am Berg steigt der Verbrauch auf 16 bis 20 Wh/km, dann bleiben 20 bis 25 km.

Er misst, wie kräftig Du trittst, und dosiert die Unterstützung entsprechend stufenlos. Günstigere Systeme arbeiten mit einem Trittfrequenzsensor, der nur die Kurbeldrehung erkennt und pauschal Leistung zugibt. Der Unterschied zeigt sich beim Anfahren, beim Rangieren und beim Ausrollen, wo der Drehmomentsensor sauber abregelt.

Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 150 kg. Bei 26,5 kg Radgewicht bleiben rund 123 kg für Fahrer, Kleidung und Gepäck. Das ist eine der großzügigsten Freigaben dieser Preisklasse und reicht auch für zwei volle Fahrradtaschen samt Einkauf.

Für den Alltag ja. Die Altus ist Shimanos Einstiegsgruppe mit neun Gängen, sie schaltet zuverlässig, braucht aber etwas mehr Nachjustierung als eine Deore und arbeitet unter Last weniger präzise. Wer sportlich fährt und häufig unter Zug schaltet, merkt den Unterschied.

Prophete führt das Entdecker 3.0 in 50 und 54 cm, als Diamant- und als Trapezrahmen. 50 cm passt üblicherweise zu etwa 165 bis 180 cm Körpergröße, 54 cm zu etwa 175 bis 190 cm. Entscheidend sind neben der Körpergröße die Schrittlänge und die gewünschte Sitzposition.

Der 399,6-Wh-Akku ist vollintegriert im Unterrohr verbaut und für die Ladung am Rad ausgelegt. Eine volle Ladung dauert 3,5 Stunden, das ist für diese Klasse schnell. Prüfe vor dem Kauf, ob Du am Abstellplatz eine Steckdose hast.

Der Prophete-Scheinwerfer leistet 90 Lux und hat ein Standlicht. Damit siehst Du auf unbeleuchteten Radwegen die Fahrbahn, statt nur gesehen zu werden. Das Rücklicht hat eine Bremslichtfunktion und leuchtet beim Verzögern heller auf.

Das musst Du am Träger prüfen. Viele Heckträger sind auf 25 kg pro Rad begrenzt, mit 26,5 kg liegt das Entdecker 3.0 darüber. E-Bike-taugliche Träger erlauben meist 30 kg pro Schiene. Der Akku ist fest verbaut und lässt sich zum Verladen nicht abnehmen.

Der Akku ist der Hauptunterschied: 399,6 Wh beim 3.0 gegenüber 540 Wh beim 4.0. Damit steigt die realistische Reichweite um etwa ein Drittel. Beide Räder teilen sich das Grundkonzept aus AEG-Mittelmotor, hydraulischen Scheibenbremsen und Trekking-Ausstattung.

Ja. Mit 250 W Nenndauerleistung und Unterstützung bis 25 km/h gilt es als Pedelec und damit rechtlich als Fahrrad. Beleuchtung, Reflektoren und Klingel sind nach StVZO ab Werk montiert, Führerschein und Versicherungskennzeichen entfallen.