Prophete Urbanicer 2.0 E-Bike
Leichtes Urban-E-Bike mit 18,5 kg, verstecktem Heckmotor und Drehmomentsensor
- 18,5 kg Gesamtgewicht, ein Spitzenwert für ein voll ausgestattetes E-Bike
- Heckmotor mit Drehmomentsensor, im Hinterrad kaum als E-Antrieb erkennbar
- Continental Contact Urban mit Pannenschutz und Reflexstreifen
- Shimano Alivio 9-Gang und hydraulische MT200-Scheibenbremsen
- Vollintegrierter 360-Wh-Akku im schlanken Diamantrahmen
Stand: 11.10.2026, 20:16 Uhr MESZ | ggf. zzgl. Versand | Details
* Affiliate-Links: Für Käufe über diese Links erhalten wir eine Provision. Für Dich ändert sich am Preis nichts.
Technische Daten
- Typ
- Urban-E-Bike / Pedelec bis 25 km/h
- Modellnummer
- 55594-2101
- Motor
- Enovation Heckmotor, 36 V, 250 W, 40 Nm
- Sensorik
- Drehmomentsensor
- Akku
- 36 V, 10 Ah (360 Wh), vollintegriert im Unterrohr
- Ladezeit
- 3,5 Stunden
- Reichweite
- bis zu 110 km
- Gewicht
- ca. 18,5 kg
- Schaltung
- Shimano Alivio, 9-Gang Kettenschaltung
- Bremsen
- Shimano MT200 hydraulische Scheibenbremsen
- Federung
- starre Aluminiumgabel
- Laufräder
- 28 Zoll
- Reifen
- Continental Contact Urban, 28 Zoll Reflex mit Pannenschutz
- Display
- LCD-Multifunktions-Display 2.0
- Beleuchtung
- 40 Lux LED-Scheinwerfer mit Standlicht, LED-Rücklicht
- Rahmen
- Aluminium-Diamantrahmen, Rahmenhöhe 53 cm
- Sattel
- Prophete Sattel mit Gelauflage
- Zul. Gesamtgewicht
- 130 kg
- Gepäckträger
- Aluminium-Packtaschengepäckträger
- Rahmengarantie
- 10 Jahre
Angaben laut Hersteller und Händler, im Zweifel auf der Produktseite prüfen.
Unsere Rezension
Das Prophete Urbanicer 2.0 verfolgt eine klare Idee: ein E-Bike, das im Straßenbild wie ein normales Fahrrad wirkt. Der Heckmotor verschwindet in der Nabe, der 360-Wh-Akku steckt vollständig im Unterrohr, und mit 18,5 kg ist es rund 10 kg leichter als typische City-E-Bikes. Grundlage dieser Einordnung sind das Prophete-Datenblatt, die Ausstattung und der Preis.
Spricht dafür
- 18,5 kg machen das Rad tragbar, ein Alleinstellungsmerkmal in dieser Preisklasse
- Drehmomentsensor statt reinem Trittfrequenzsensor, die Unterstützung folgt der Pedalkraft
- Continental Contact Urban mit Pannenschutz gehören zum Lieferumfang
- Hydraulische Scheibenbremsen und Shimano Alivio mit 9 Gängen
- Zurückhaltende Optik, das E-Bike ist als solches kaum zu erkennen
- 10 Jahre Garantie auf den Rahmen
Spricht dagegen
- Nur 360 Wh Kapazität, für lange Pendelstrecken knapp
- 130 kg zulässiges Gesamtgewicht, der niedrigste Wert im Prophete-Programm
- Starre Gabel und keine gefederte Sattelstütze, auf Kopfsteinpflaster spürbar
- Diamantrahmen mit 53 cm nur in einer Größe, kein tiefer Einstieg
Das Urbanicer 2.0 im Detail
18,5 kg: der Wert, der alles verändert
Das prägende Merkmal steht ganz unten im Datenblatt: 18,5 kg. Prophete und die Amazon-Listung nennen denselben Wert. Typische City-E-Bikes wiegen 26 bis 30 kg, das Urbanicer 2.0 liegt also rund 10 kg darunter.
Im Alltag ist das der Unterschied zwischen Ärgernis und Selbstverständlichkeit. Ein 28-kg-Rad die Kellertreppe hochzutragen erfordert Kraft und einen zweiten Griff, 18,5 kg schultert man notfalls allein. Wer in einer Altbauwohnung ohne Aufzug lebt, das Rad in den Fahrradkeller trägt oder es aufs Autoheck hebt, merkt das täglich. Erreicht wird das Gewicht durch eine starre Aluminiumgabel, den kompakten Nabenmotor, den vergleichsweise kleinen Akku und den Verzicht auf schwere Anbauteile. Warum Gewicht beim E-Bike so viel ausmacht, ordnet der Ratgeber E-Bike-Gewicht ein.
Der versteckte Antrieb
Der Enovation-Heckmotor sitzt in der Hinterradnabe und liefert 250 W bei 40 Nm. Prophete gestaltet ihn bewusst unauffällig: Zusammen mit dem im Unterrohr verschwindenden Akku erkennt man das Rad auf den ersten Blick kaum als E-Bike. Das ist mehr als Kosmetik, denn ein Rad, das nicht offensichtlich elektrisch ist, zieht weniger Aufmerksamkeit auf sich, wenn es am Bahnhof steht.
Entscheidend für das Fahrgefühl ist der Drehmomentsensor. Er misst die Pedalkraft und dosiert die Unterstützung proportional dazu. Räder unter 1.000 € arbeiten oft mit einem reinen Trittfrequenzsensor, der nur zählt, ob sich die Kurbel dreht, und deshalb verzögert einsetzt. Der Unterschied ist an jeder Kreuzung spürbar, wie der Ratgeber Drehmomentsensor beim E-Bike erklärt. Mit 40 Nm bleibt das Rad in der Ebene souverän, an steilen Anstiegen musst Du selbst mitarbeiten.
360 Wh: die bewusste Grenze
Der Akku fasst 360 Wh (36 V, 10 Ah) und sitzt vollständig im Unterrohr. Prophete nennt bis zu 110 km, ein Bestwert unter sparsamsten Bedingungen.
Realistisch verbraucht das leichte Rad mit rollwiderstandsarmen Urban-Reifen 7 bis 11 Wh pro Kilometer in mittlerer Unterstützung, weniger als schwere City-Räder. Aus 360 Wh werden damit 33 bis 50 km, in der höchsten Stufe rund 22 bis 26 km. Für den Arbeitsweg in der Stadt, Besorgungen und Feierabendrunden reicht das gut, und die Ladezeit von 3,5 Stunden erlaubt Zwischenladen im Büro. Wer täglich 25 km pro Richtung fährt, lädt jeden Abend. Deinen Bedarf kannst Du im Reichweiten-Rechner durchspielen.
Alivio, MT200 und Continental
Die Shimano Alivio ist eine 9-Gang-Kettenschaltung aus dem soliden Mittelfeld. An einem sportlich ausgelegten Urban-Rad ist die Kettenschaltung stimmig: Sie ist leichter als eine Nabenschaltung und bietet eine größere Bandbreite. Der Wartungsaufwand ist etwas höher, dafür lässt sie sich in jeder Werkstatt schnell einstellen.
Gebremst wird über Shimano MT200, hydraulische Scheibenbremsen. Unter 1.000 € ist das keine Selbstverständlichkeit, viele Räder dieser Klasse haben mechanische Scheiben- oder sogar Felgenbremsen. Bemerkenswert ist außerdem die Bereifung: Continental Contact Urban mit Pannenschutz und Reflexstreifen. Genau dort sparen viele Hersteller, dabei sind Reifen das Bauteil, das über Rollwiderstand und Pannenhäufigkeit im Stadtverkehr entscheidet.
Wo Prophete spart: Federung und Zuladung
Vorn arbeitet eine starre Aluminiumgabel, eine gefederte Sattelstütze gibt es nicht. Das hält Gewicht und Wartungsaufwand niedrig und ist auf gutem Asphalt die effizientere Lösung, weil keine Tretenergie in der Federung verschwindet. Auf Kopfsteinpflaster und bei abgesenkten Bordsteinen kommt dafür alles direkt an Händen und Sitzfläche an. Die 28-Zoll-Laufräder mildern das ab, ein federnder Sattel oder breitere Reifen mit weniger Druck sind sinnvolle Nachrüstungen.
Der zweite Sparpunkt steht beim zulässigen Gesamtgewicht von 130 kg, dem niedrigsten Wert im Prophete-Programm. Bei 18,5 kg Eigengewicht bleiben 111,5 kg für Fahrer und Gepäck. Für die meisten reicht das, schwerere Fahrer mit vollen Packtaschen kommen an die Grenze. Alternativen mit mehr Reserve nennt der Ratgeber E-Bike für Übergewichtige.
Eine Rahmengröße, ein Rahmentyp
Das Urbanicer 2.0 gibt es als Diamantrahmen mit 53 cm Rahmenhöhe. Diese Geometrie passt etwa ab 1,75 m Körpergröße, darunter wird der Überstand über dem Oberrohr knapp. Einen tiefen Einstieg bietet die Trapez-Variante des Modells unter einer eigenen Artikelnummer, sie hat 48 cm Rahmenhöhe.
Zur sportlichen Auslegung passt die etwas gestrecktere Sitzposition. Wer eine aufrechte Haltung sucht, ist mit einem klassischen City-E-Bike besser bedient. Welche Rahmenhöhe zu Deiner Körpergröße passt, rechnet der Rahmengrößen-Rechner aus.
Zur Beleuchtung: zwei unterschiedliche Angaben
Beim Licht weichen die Quellen voneinander ab. Das Prophete-Datenblatt nennt 40 Lux mit Standlicht, die Amazon-Listung spricht von 70 Lux. Maßgeblich ist die Herstellerangabe, wir gehen also von 40 Lux aus.
Das genügt für beleuchtete Stadtstraßen, für die das Rad gebaut ist. Auf dunklen Radwegen oder Landstraßen wünscht man sich mehr, dort leuchten Scheinwerfer mit 100 Lux und darüber deutlich weiter. Ein Nachrüst-Scheinwerfer kostet je nach Modell 30 bis 70 €.
Einordnung: für wen das Rad passt
Das Urbanicer 2.0 richtet sich an Stadtfahrer, denen Gewicht und Optik wichtiger sind als maximale Reichweite. Wer sein Rad regelmäßig tragen muss, wer unauffällig unterwegs sein will und wer überwiegend Strecken unter 30 km fährt, findet hier ein ungewöhnlich stimmiges Paket.
Wer dagegen lange Pendelstrecken hat, viel zulädt oder Komfort auf schlechten Wegen braucht, ist mit einem schwereren Rad mit größerem Akku und Federung besser bedient, etwa dem Urbanicer 3.0. Weitere Räder der Marke stehen auf der Prophete-Herstellerseite, der Klassenvergleich in der Liste der besten Urban-E-Bikes.
Alternativen im Vergleich
Wie ordnet sich dieses Rad gegen die preislich nächstliegenden Modelle aus unseren Rezensionen ein? Die Kernwerte nebeneinander:
| Merkmal | ![]() | |||
|---|---|---|---|---|
| Bewertung | ||||
| Preis | ab 893,81 € | ab 969,00 € | ab 1.024,00 € | 1.079,00 € |
| Motor | Enovation Heckmotor, 36 V, 250 W, 40 Nm | Mivice Heckmotor, 250 W Nenndauerleistung | 250 W Heck-Nabenmotor, 36 V, Drehmoment nicht ausgewiesen | 250 W Hinterrad-Nabenmotor, 36 V |
| Akku | 36 V, 10 Ah (360 Wh), vollintegriert im Unterrohr | 36 V / 9,6 Ah, 345,6 Wh, in der Sattelstütze integriert | Phylion, 36 V, 13,2 Ah (475,2 Wh), im Unterrohr integriert, entnehmbar | 36 V, 11,6 Ah (417,6 Wh), Phylion, im Rahmen integriert |
| Reichweite | bis zu 110 km | 50 bis 60 km | bis zu 100 km | bis zu 100 km |
| Gewicht | ca. 18,5 kg | 21 kg | 26 bis 30 kg (Händlerangaben abweichend) | 26 kg |
Stand: 11.10.2026, 20:16 Uhr MESZ | ggf. zzgl. Versand | Details | * Affiliate-Links: Für Käufe über diese Links erhalten wir eine Provision. Für Dich ändert sich am Preis nichts.
Fazit: Für wen lohnt sich das Urbanicer 2.0?
Mit 18,5 kg löst das Urbanicer 2.0 ein Problem, das die meisten E-Bikes offenlassen: Es lässt sich tragen. Dazu kommen für ca. 893,81 € ein Drehmomentsensor, hydraulische MT200-Bremsen, Continental-Reifen mit Pannenschutz und eine Optik, die den Antrieb nicht zur Schau stellt. Für Stadtwege bis rund 30 km und für alle, die ihr Rad in Keller oder Wohnung tragen, ist das ein starkes Angebot.
Die Kompromisse sind klar benannt: 360 Wh begrenzen die Reichweite, die starre Gabel überträgt Stöße direkt, und 130 kg zulässiges Gesamtgewicht lassen wenig Reserve. Wer lange Strecken fährt, viel transportiert oder Federungskomfort erwartet, sollte ein Modell mit größerem Akku wählen.
Häufige Fragen
Rund 18,5 kg. Prophete und die Amazon-Listung nennen denselben Wert. Damit liegt es etwa 10 kg unter typischen City-E-Bikes, was vor allem an der starren Gabel, dem kompakten Nabenmotor und dem 360-Wh-Akku liegt.
Einen Enovation-Heckmotor mit 36 V, 250 W Nenndauerleistung und 40 Nm Drehmoment, gesteuert über einen Drehmomentsensor. Er sitzt in der Hinterradnabe und ist optisch kaum als E-Antrieb zu erkennen.
Prophete nennt bis zu 110 km. Realistisch verbraucht das leichte Rad 7 bis 11 Wh pro Kilometer in mittlerer Unterstützung, damit werden aus 360 Wh rund 33 bis 50 km. In der höchsten Stufe sind es eher 22 bis 26 km.
Kaum. Der Motor sitzt in der Hinterradnabe, der Akku steckt vollständig im Unterrohr, und der Rahmen bleibt schlank. Sichtbar bleiben das Display am Lenker und die etwas dickere Nabe hinten.
Nein. Vorn arbeitet eine starre Aluminiumgabel, eine gefederte Sattelstütze gibt es nicht. Das spart Gewicht und Wartung, überträgt auf Kopfsteinpflaster aber alle Stöße. Breitere Reifen mit weniger Luftdruck oder eine gefederte Sattelstütze sind sinnvolle Nachrüstungen.
Der Diamantrahmen hat 53 cm Rahmenhöhe und passt etwa ab 1,75 m Körpergröße. Wer kleiner ist oder einen tiefen Einstieg braucht, sollte zur Trapez-Variante des Modells mit 48 cm greifen.
Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 130 kg, der niedrigste Wert im Prophete-Programm. Bei 18,5 kg Eigengewicht bleiben rund 111,5 kg für Fahrer und Gepäck. Schwerere Fahrer mit vollen Packtaschen kommen damit an die Grenze.
Hier weichen die Quellen ab: Das Prophete-Datenblatt nennt 40 Lux mit Standlicht, die Amazon-Listung spricht von 70 Lux. Maßgeblich ist die Herstellerangabe von 40 Lux. Für beleuchtete Stadtstraßen genügt das, auf dunklen Radwegen ist es knapp.
Ja. Mit 250 W Nenndauerleistung und Unterstützung bis 25 km/h gilt es als Pedelec und damit rechtlich als Fahrrad. Führerschein, Versicherungskennzeichen und Helmpflicht entfallen, die Beleuchtung entspricht der StVZO.



