SachsenRAD

SachsenRAD C5 Centro II E-Bike

E-SUV mit tiefem Einstieg, 70-Nm-Mittelmotor mit Drehmomentsensor, 522-Wh-Akku und 100-mm-Federgabel

4,0 /5 · datenbasierte Einordnung
  • XCruise-V7-Mittelmotor mit 70 Nm und Drehmomentsensor, in dieser Preisklasse selten
  • 522 Wh im Unterrohr, abnehmbar und abschließbar, in rund 6 Stunden geladen
  • Tiefeinsteigerrahmen mit Sitzhöhe von 70 bis 98 cm, Aufsteigen ohne Bein über den Sattel
  • Federgabel mit 100 mm Federweg und Lockout, dazu eine gefederte Sattelstütze
  • 145 kg zulässiges Gesamtgewicht und Kenda-Reifen in 2,4 Zoll Breite

* Affiliate-Links sind mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet. Kaufst Du über einen solchen Link, erhalten wir ggf. eine Provision. Für Dich ändert sich der Preis dadurch nicht. Als Amazon-Partner verdienen wir zudem an qualifizierten Verkäufen.

Technische Daten

Typ
E-Citybike mit SUV-Ausrichtung (Pedelec bis 25 km/h), StVZO-konform
Modellname
C5 Centro II
Motor
SachsenRAD XCruise V7 Mittelmotor, 250 W, 70 Nm, bürstenlos
Sensorik
Drehmomentsensor, 5 Unterstützungsstufen, Schiebehilfe
Akku
36 V, 522 Wh / 14,5 Ah, im Unterrohr, abnehmbar und abschließbar, 3,2 kg
Ladezeit
ca. 6 Stunden
Reichweite
bis 130 km je nach Fahrweise bei optimalen Bedingungen laut Datenblatt
Gewicht
25,0 kg
Zul. Gesamtgewicht
145 kg
Schaltung
Shimano Altus Kettenschaltung, 8 Gänge, Kettenblatt mit 42 Zähnen, Kettenschutzkasten
Bremsen
Tektro HD-M275 Scheibenbremsen, hydraulisch, 160 mm vorn und hinten
Federung
Teleskop-Federgabel, 100 mm Federweg, Ölfederung, mit Lockout
Laufräder
27,5 Zoll
Reifen
Kenda, 2,4 Zoll breit (49 mm), für Straße und lose Wege
Rahmen
Aluminium, Tiefeinsteigerrahmen (Hardtail), Rahmenhöhe 48 cm
Körpergröße
160 bis 190 cm, Schrittlänge 75 bis 95 cm
Sattel
City-Sattel, 26 x 18 cm, Sitzhöhe 70 bis 98 cm, gefederte Sattelstütze
Lenker
City-Lenker, 640 mm breit, winkelverstellbar, Höhe 111 bis 115 cm
Display
TFT-Farbdisplay, 2,0 Zoll, mit Batteriestand, Geschwindigkeit, Motorleistung, Strecke und Fehlercodes
Beleuchtung
LED-Frontlicht mit Nachtfahrlicht, LED-Rücklicht mit Standlicht, Pedal- und Speichenreflektoren
Ausstattung
Alarmanlage, Gepäckträger, Schutzbleche, Klingel, Seitenständer
Maße
188 x 110 x 65 cm
Lieferumfang
Rad, Ladegerät, Montagewerkzeug, Bedienungsanleitung

Angaben laut Hersteller/Händler – Stand der Veröffentlichung, im Zweifel auf der Produktseite prüfen.

Unsere Rezension

Das SachsenRAD C5 Centro II ist ein Citybike mit Geländeanspruch: Tiefeinstieg, 70-Nm-Mittelmotor mit Drehmomentsensor, 522-Wh-Akku und eine Federgabel mit 100 mm Federweg, angeboten für ca. 1.699,00 €. Der Hersteller vermarktet die Bauform als SUV-E-Bike. Grundlage dieser Einordnung sind das Datenblatt der Leipziger Leicke GmbH, die Amazon-Listung und der Vergleich mit Rädern derselben Preisklasse.

Spricht dafür

  • Mittelmotor mit 70 Nm und Drehmomentsensor: In dieser Preisklasse fahren die meisten Räder einen Nabenmotor ohne Kraftmessung
  • 522 Wh in Verbindung mit einem effizienten Mittelmotor ergeben eine belastbare Tagesreichweite
  • Tiefeinstieg plus Sitzhöhe ab 70 cm machen das Rad auch für kleinere und weniger bewegliche Fahrer zugänglich
  • Komfort-Paket aus 100-mm-Federgabel mit Lockout, gefederter Sattelstütze und 2,4 Zoll breiten Reifen
  • 145 kg zulässiges Gesamtgewicht: nach Abzug des Eigengewichts bleiben 120 kg für Fahrer und Gepäck
  • Alarmanlage ab Werk, ein Diebstahlschutz, den kaum ein Rad dieser Klasse mitbringt

Spricht dagegen

  • 25,0 kg Eigengewicht: Auf Treppen, an Ladekanten und am Heckträger ist das viel
  • Nur 8 Gänge an einem 70-Nm-Mittelmotor, bei langen steilen Anstiegen fehlt die Bandbreite nach unten
  • Tektro HD-M275 ist eine solide, aber einfache Hydraulik, Shimano oder Magura wären besser versorgt
  • Der Amazon-Titel wirbt mit einem Bremslicht, das technische Datenblatt führt keines
  • Die Ölfedergabel lässt sich nicht auf das Fahrergewicht abstimmen, anders als eine Luftgabel
Preis-Leistung 4,0
Ausstattung 4,2
Akku & Reichweite 3,7
Komfort & Alltag 4,2

SachsenRAD C5 Centro II E-Bike im Detail

Ein Mittelmotor mit 70 Nm zum Preis eines Nabenmotor-Rades

Der wichtigste Unterschied dieses Rades zu seiner Preisklasse sitzt am Tretlager. Der XCruise V7 ist ein Mittelmotor mit 70 Nm, und er wirkt auf dieselbe Kette und dieselben Ritzel wie Deine Beine. Schaltest Du in einen leichteren Gang, wird auch der Motor untersetzt und arbeitet an der Steigung mit weniger Last. Ein Nabenmotor kann das nicht, er hängt immer an der festen Übersetzung des Hinterrads.

Dazu kommt der Drehmomentsensor. Er misst, wie kräftig Du in die Pedale trittst, und dosiert die Unterstützung proportional dazu. Das Ergebnis wirkt wie ein starkes eigenes Bein und deutlich harmonischer als die einfachen Trittfrequenzsensoren, die in dieser Preisklasse üblich sind. Beide Bauteile erklären die Ratgeber zum E-Bike mit Mittelmotor und zum Drehmomentsensor.

522 Wh: die Reichweite realistisch gerechnet

SachsenRAD nennt bis 130 km bei optimalen Bedingungen. Das entspräche 4,0 Wh je Kilometer und setzt flaches Terrain, niedrigste Stufe und kräftiges Mittreten voraus. Als Planungsgröße für den Alltag taugt der Wert wenig.

Rechne bei einem Rad mit 25 kg und breiten Reifen mit 9 bis 14 Wh je Kilometer. Aus 522 Wh werden damit 37 bis 58 km. In der höchsten Stufe, mit Gegenwind oder im Hügelland bleiben 30 bis 35 km. Ein Vorteil des Mittelmotors: Weil er über die Gangschaltung arbeitet, bleibt er in seinem effizienten Drehzahlbereich und verbraucht am Berg weniger als ein Nabenmotor, der sich dort quält. Dein eigenes Profil kannst Du im Reichweiten-Rechner durchspielen. Geladen wird in rund sechs Stunden, der 3,2 kg schwere Akku lässt sich dafür abnehmen.

Der Tiefeinstieg ist mehr als eine Rahmenform

Der Rahmen hat kein Oberrohr, Du steigst also durch statt über. Das klingt banal und entscheidet in der Praxis oft über den Kauf: bei steifen Hüften, nach einer Knie-Operation, mit Rock oder Mantel, mit Kindersitz hinten oder mit voll beladenem Gepäckträger. Wie stark der Effekt ist, ordnet unser Ratgeber Damen-E-Bike ein, wo der Tiefeinstieg das zentrale Kriterium ist.

Dazu passt die Sitzhöhe von 70 bis 98 cm. Der untere Wert ist bemerkenswert niedrig, damit erreichen auch Fahrer um 1,60 m im Stand sicher den Boden. Der Lenker ist mit 640 mm Breite und einer Höhe von 111 bis 115 cm auf aufrechtes Sitzen ausgelegt und lässt sich im Winkel verstellen.

Was das Rad zum SUV macht

SachsenRAD nennt die Bauform SUV, und drei Bauteile tragen den Anspruch. Erstens die Kenda-Reifen in 2,4 Zoll: Das sind 49 mm Breite, fast doppelt so viel wie an einem klassischen Cityrad. Breite Reifen laufen bei niedrigem Druck über Schotter, Wurzeln und Kopfsteinpflaster, ohne dass jede Kante durchschlägt.

Zweitens die Federgabel mit 100 mm Federweg, die per Lockout blockiert werden kann. Auf Asphalt sperrst Du sie und verlierst keine Tretenergie an das Wippen, im Gelände öffnest Du sie. Drittens die gefederte Sattelstütze, die den zweiten großen Stoßeingang am Rad abfängt. Zusammen ergibt das ein Rad, das auf Feldwegen und Waldwegen nicht sofort an seine Grenze kommt.

Wo SachsenRAD gespart hat

Der erste Punkt ist die Achtgangschaltung. Shimano Altus mit acht Ritzeln an einem 42-Zähne-Kettenblatt ist für flaches Gelände völlig ausreichend. An einem Rad mit 70 Nm und SUV-Anspruch fehlt aber die Bandbreite nach unten: Wer lange Anstiege im Mittelgebirge fährt, wünscht sich einen leichteren Berggang. Der Kettenschutzkasten ist im Gegenzug ein Alltagsvorteil, weil er Hosenbein und Kette voneinander fernhält.

Der zweite Punkt sind die Tektro HD-M275. Sie sind vollhydraulisch und dosierbar, also klar besser als jede Hybridbremse. Im Vergleich zu Shimano MT200 oder Magura ist die Ersatzteilversorgung im deutschen Fachhandel aber dünner. Bei 145 kg Systemgewicht ist eine gut versorgte Bremse ein Argument, das über Jahre zählt.

Ein Werbeversprechen ohne Deckung im Datenblatt

Der Amazon-Titel führt ausdrücklich ein Bremslicht auf. Die technische Tabelle des Herstellers nennt an Beleuchtung nur ein LED-Frontlicht mit Nachtfahrlicht und ein LED-Rücklicht mit Standlicht. Ein bremsabhängiges Rücklicht taucht dort nicht auf.

Wir übernehmen den Wert aus der technischen Tabelle und weisen die Abweichung aus. Falls Dir genau diese Funktion wichtig ist, lohnt eine kurze Rückfrage beim Händler vor dem Kauf. Nachrüsten lässt sich ein Bremslicht ohnehin nur bedingt, weil es an die Bremshebel gekoppelt werden muss.

Die Alarmanlage und was sie leistet

Das C5 Centro II bringt eine Alarmanlage ab Werk mit, bedient über einen Funkschlüssel. Sie schlägt an, sobald das abgestellte Rad bewegt wird. Das ist kein Ersatz für ein gutes Schloss, aber eine sinnvolle zweite Ebene: Gelegenheitsdiebe brechen ab, wenn ein Rad laut wird.

Was der Alarm nicht leistet: Er hält niemanden auf, der das Rad mit Werkzeug angeht oder in einen Transporter hebt. Ein gutes E-Bike-Schloss bleibt Pflicht, und der Akku sollte bei längerem Abstellen mit. Weitere Maßnahmen sammelt der Ratgeber E-Bike-Akku vor Diebstahl schützen.

C5 Centro II oder C5R mit Riemen

SachsenRAD führt dieselbe Plattform auch als C5R Centro mit Carbon-Riemen statt Kette. Rahmen, Mittelmotor und Akkugröße bleiben gleich, der Riemen ersetzt Kette und Schaltwerk. Der Aufpreis liegt bei mehreren hundert Euro.

Die Entscheidung hängt an Deinem Gelände. Ein Riemen läuft ohne Öl und hält ein Vielfaches einer Kette, verlangt aber eine Nabenschaltung oder einen einzelnen Gang. Die Kettenvariante hier gibt Dir acht abgestufte Gänge und ist im Reparaturfall überall zu versorgen, dafür brauchst Du zweimal im Jahr die Ölflasche. Beim C5R lohnt zusätzlich ein Blick auf die Artikelnummer, denn der Shop führt das Modell unter zwei Einträgen mit unterschiedlichen Preisen.

25 Kilogramm: was das im Alltag heißt

Mit 25,0 kg gehört das Rad zu den schwereren Citybikes. Beim Fahren spielt das kaum eine Rolle, weil der Motor die Masse trägt und der tiefe Schwerpunkt des Unterrohr-Akkus das Rad ruhig laufen lässt. Spürbar wird es überall dort, wo Du das Rad heben oder schieben musst.

Konkret: Ein Kellerabgang mit Treppe wird ohne Rampe zur Übung, und für den Autotransport brauchst Du einen Heckträger mit ausreichender Stützlast. Der Akku lässt sich vorher abnehmen, das spart 3,2 kg. Warum das Gewicht am E-Bike so viel entscheidet, ordnet unser Ratgeber E-Bike-Gewicht ein.

Zwei Kaufwege, zwei Zustände

Das C5 Centro II steht im Herstellershop und bei Amazon, und der Unterschied ist wichtig. Der Shop liefert Neuware, und der große Preis auf dieser Seite bezieht sich darauf. Bei Amazon verkauft Leicke, der Hersteller selbst, dasselbe Modell zeitweise als geprüfte Gebrauchtware zu einem niedrigeren Preis.

Für Dich heißt das: Wenn Dir der Zustand egal ist und Du sparen willst, lohnt der Blick auf den Amazon-Button, dort steht der jeweils aktuelle Zustand mit Beschreibung. Willst Du ein fabrikneues Rad mit voller Herstellergarantie, ist der Direktkauf im Shop der richtige Weg. Weil das Amazon-Angebot wechselt und zeitweise ganz entfällt, nennen wir hier bewusst keinen festen Gebrauchtpreis.

Für wen das C5 Centro II passt

Es passt zu Pendlern und Alltagsfahrern, deren Weg nicht durchgehend asphaltiert ist: Feldweg zum Bahnhof, Kopfsteinpflaster in der Altstadt, Schotterweg am Kanal. Der Mittelmotor mit Drehmomentsensor macht es zugleich zu einem der wenigen Räder unter 1.800 €, die am Berg wirklich souverän wirken. Weitere Räder dieser Gattung stehen in der Bestenliste E-Citybikes, die Grundlagen im Ratgeber City-E-Bike.

Weniger passend ist es für Bahnpendler, die das Rad täglich in den Zug heben, und für alle, die überwiegend lange Anstiege fahren, denn dafür sind acht Gänge knapp. Wer ein leichtes Stadtrad ohne Geländeanspruch sucht, ist mit dem C3M Roma II derselben Marke besser bedient, das 8 kg weniger wiegt.

Alternativen im Vergleich

Wie ordnet sich dieses Rad gegen die preislich nächstliegenden Modelle aus unseren Rezensionen ein? Die Kernwerte nebeneinander:

Merkmal
Preisca. 1.699,00 €ca. 1.759,00 €ca. 1.614,00 €ca. 1.799,00 €
MotorSachsenRAD XCruise V7 Mittelmotor, 250 W, 70 Nm, bürstenlosBrose Drive C Mag Mittelmotor, 250 W, 50 NmBafang M210 Mittelmotor, 250 W, 65 NmMivice X700 Mittelmotor, 250 W Nenndauerleistung
Akku36 V, 522 Wh / 14,5 Ah, im Unterrohr, abnehmbar und abschließbar, 3,2 kg36 V, 19,7 Ah (711 Wh), im Rahmen integriert, entnehmbar, 3,9 kg36 V, 17,5 Ah (630 Wh), vollintegriert, seitlich entnehmbar48 V, 644 Wh, in den Rahmen integriert und entnehmbar
Reichweitebis 130 km je nach Fahrweise bei optimalen Bedingungen laut Datenblattbis zu 170 kmbis zu 150 kmbis 161 km laut Hersteller
Gewicht25,0 kg28 kg32,9 kg laut Amazon, FISCHER nennt kein Nettogewicht26,2 kg inklusive Akku
Bewertung4,0 / 54,5 / 54,2 / 54,4 / 5

Mit * markierte Links sind Affiliate-Links: Kaufst Du darüber, erhalten wir ggf. eine Provision, für Dich ändert sich der Preis dadurch nicht. Preise als Richtwert, Angaben laut Hersteller/Händler. Über „Zur Rezension" kommst Du zu unserer ausführlichen Einordnung des jeweiligen Modells.

Fazit zum SachsenRAD C5 Centro II E-Bike

Für ca. 1.699,00 € bekommst Du einen Mittelmotor mit 70 Nm und Drehmomentsensor, 522 Wh, eine Federgabel mit Lockout und einen echten Tiefeinstieg. Diese Kombination findet man in dieser Preisklasse selten, weil dort meist Nabenmotoren ohne Kraftmessung verbaut werden. Das ist der Grund, warum das Rad in unserer Einordnung über dem Schnitt seiner Klasse liegt.

Kaufen würden wir es für den Alltag auf gemischtem Untergrund, für Fahrer, denen der bequeme Einstieg wichtig ist, und für alle, die regelmäßig Steigungen fahren. Zurückstellen würden wir es, wenn das Rad oft getragen werden muss oder wenn lange Bergtouren anstehen, für die acht Gänge zu wenig Bandbreite bieten.

SachsenRAD C5 Centro II E-Bike ca. 1.699,00 €
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Häufige Fragen

Ja. Der Motor leistet 250 W und unterstützt bis 25 km/h, damit gilt das Rad als Pedelec. Du brauchst weder Führerschein noch Versicherungskennzeichen, und Radwege darfst Du regulär benutzen. Die StVZO-Ausstattung mit Licht, Reflektoren und Klingel ist ab Werk montiert.

Der Hersteller nennt bis 130 km. Realistisch sind bei 9 bis 14 Wh je Kilometer rund 37 bis 58 km aus den 522 Wh. In der höchsten Unterstützungsstufe oder im Hügelland bleiben etwa 30 bis 35 km. Der Mittelmotor arbeitet dabei effizienter als ein Nabenmotor, weil er über die Gangschaltung untersetzt wird.

Ein Drehmomentsensor misst, wie kräftig Du trittst, und dosiert die Unterstützung proportional dazu. Ein Trittfrequenzsensor merkt nur, dass sich die Kurbel dreht, und schaltet die Stufe pauschal zu. Der Unterschied fällt beim Anfahren, im Verkehr und am Berg auf: Das Rad wirkt wie ein starkes eigenes Bein statt wie ein Schalter.

Der Rahmen hat kein Oberrohr, Du steigst also durch statt über. Die Sitzhöhe reicht von 70 bis 98 cm, empfohlen wird das Rad für 160 bis 190 cm Körpergröße bei 75 bis 95 cm Schrittlänge. Damit erreichen auch kleinere Fahrer im Stand sicher den Boden.

Für feste Wege ja. Dafür sprechen die 2,4 Zoll breiten Kenda-Reifen, die Federgabel mit 100 mm Federweg und der kräftige Mittelmotor. Für echte Trails mit Stufen fehlen Vollfederung und Geländegeometrie, dafür ist das Rad auch nicht gebaut.

Sie meldet sich, sobald das abgestellte Rad bewegt wird, und schreckt damit Gelegenheitsdiebe ab. Gegen Werkzeug oder gegen das Abtransportieren im Fahrzeug hilft sie nicht. Ein stabiles Bügel- oder Faltschloss bleibt deshalb Pflicht, bei längerem Abstellen nimmst Du den Akku am besten mit.

Das Datenblatt nennt 25,0 kg mit Akku, der Akku allein wiegt 3,2 kg und lässt sich abnehmen. Beim Fahren merkst Du das Gewicht kaum, weil der Motor es trägt. Beim Tragen über Treppen oder beim Aufladen auf einen Heckträger schon, plane dafür eine Rampe oder eine zweite Person ein.

Für Stadt, flaches Land und mäßige Steigungen ja. Bei langen Anstiegen im Mittelgebirge fehlt die Bandbreite nach unten, dann fährst Du im leichtesten Gang mit niedriger Trittfrequenz. Der Motor gleicht das mit seinen 70 Nm weitgehend aus, komfortabel wäre trotzdem ein größeres Ritzelpaket.

Die Amazon-Listung wirbt damit, die technische Tabelle des Herstellers führt es nicht auf. Dort stehen ein LED-Frontlicht mit Nachtfahrlicht und ein LED-Rücklicht mit Standlicht. Wir halten uns an das Datenblatt; wenn Dir die Funktion wichtig ist, frage vor dem Kauf beim Händler nach.

Der Hersteller nennt rund sechs Stunden für eine volle Ladung, das passt gut in eine Nacht. Bei 0,35 € je Kilowattstunde kostet die Füllung etwa 20 Cent. Auf 45 km gerechnet sind das rund 0,45 Cent je Kilometer, also ein Bruchteil der Kosten jeder motorisierten Alternative.