SachsenRAD F2 Farmers Folding E-Klapprad
E-Klapprad auf 20 Zoll mit tiefem Durchstieg, 470-Wh-Akku am Gepäckträger und Shimano-Siebengangschaltung
- 470 Wh sind für ein 20-Zoll-Klapprad ein großer Akku, verbreitet sind 360 bis 420 Wh
- Tiefliegendes Unterrohr: Einstieg ohne Bein über den Rahmen, ungewöhnlich an einem Faltrad
- Shimano-Siebengangschaltung mit Rapid-Fire-Schalthebel und klappbaren Pedalen
- Gefederter City-Sattel mit Sitzhöhe von 73 bis 98 cm und 140 kg zulässigem Gesamtgewicht
- Alarmanlage ab Werk, per Funkschlüssel auf Distanz scharfzuschalten
Stand: 11.10.2026, 20:34 Uhr MESZ | ggf. zzgl. Versand | Details
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Technische Daten
- Typ
- E-Klapprad (Pedelec bis 25 km/h), StVZO-konform
- Modellname
- F2 Farmers Folding
- Motor
- Hinterrad-Nabenmotor, 250 W, 40 Nm, bürstenlos
- Sensorik
- 3 Unterstützungsstufen, Schiebehilfe; Sensorbauart weist der Hersteller nicht aus
- Akku
- 36 V, 470 Wh / 13,0 Ah, im Gepäckträger, abnehmbar und abschließbar, 2,5 kg
- Ladezeit
- ca. 6 Stunden
- Reichweite
- bis 130 km im Eco-Modus bei optimalen Bedingungen laut Datenblatt
- Gewicht
- 22,0 kg
- Zul. Gesamtgewicht
- 140 kg
- Schaltung
- Shimano RD-TZ50 Kettenschaltung, 7 Gänge, Kettenblatt mit 42 Zähnen, Rapid-Fire-Schalthebel
- Bremsen
- Zoom Scheibenbremsen, hybrid-hydraulisch, 160 mm vorn und hinten
- Federung
- Unicrown-Starrgabel, ungefedert; gefederter Sattel
- Laufräder
- 20 Zoll
- Reifen
- Kenda, 1,75 Zoll breit (44 mm), Luftdruck 2,8 bis 4,5 bar
- Rahmen
- Aluminium, Faltrahmen mit tiefem Durchstieg, Rahmenhöhe 35 cm
- Körpergröße
- 155 bis 180 cm, Schrittlänge 64 bis 91 cm
- Sattel
- City-Sattel, gefedert, neigungsverstellbar, Sitzhöhe 73 bis 98 cm
- Lenker
- Klappradlenker, faltbar, verstellbar
- Display
- 2,4-Zoll-LCD mit Batteriestand, Geschwindigkeit, Motorleistung, Strecke und Fehlercodes, Menüsprachen Deutsch und Englisch
- Beleuchtung
- LED-Frontlicht und LED-Rücklicht mit Standlicht, Pedal- und Speichenreflektoren
- Ausstattung
- Alarmanlage, Klingel, Seitenständer, Klapp-Pedale, StVZO-Zulassung
- Maße
- 99 x 57,6 x 106 cm laut Herstellerangabe; ein separates Faltmaß weist SachsenRAD nicht aus
- Lieferumfang
- Rad, Ladegerät, Alarmanlage, Bedienungsanleitung
Angaben laut Hersteller und Händler, im Zweifel auf der Produktseite prüfen.
Unsere Rezension
Das SachsenRAD F2 Farmers Folding ist ein E-Klapprad auf 20 Zoll mit einem Merkmal, das in dieser Gattung selten ist: einem tief liegenden Unterrohr, durch das Du einsteigst statt über den Rahmen zu steigen. Dazu kommen ein 470-Wh-Akku im Gepäckträger, eine Shimano-Siebengangschaltung und eine Alarmanlage, angeboten für ca. 1.299,00 €. Grundlage dieser Einordnung sind das Datenblatt der Leipziger Leicke GmbH, die Amazon-Listung und der Vergleich mit Klapprädern derselben Preisklasse.
Spricht dafür
- 470 Wh sind für ein 20-Zoll-Klapprad großzügig, viele Räder der Klasse fahren mit 360 bis 420 Wh
- Tiefer Durchstieg statt Faltrahmen mit hohem Steg: Aufsteigen gelingt auch mit Rock, Mantel oder steifer Hüfte
- Sieben Shimano-Gänge geben dem 20-Zoll-Rad die Bandbreite, die ein Singlespeed-Klapprad vermissen lässt
- 140 kg zulässiges Gesamtgewicht sind für ein Faltrad ein hoher Wert, viele deckeln bei 100 bis 120 kg
- Gefederter Sattel und 44 mm breite Kenda-Reifen fangen einen Teil der Stöße ab, die kleine Laufräder sonst durchreichen
Spricht dagegen
- 22,0 kg an einem Rad, das gefaltet getragen werden soll: Für Bahn und Treppe ist das viel
- Hybrid-hydraulische Zoom-Bremsen mit Bowdenzug am Hebel statt durchgehender Hydraulik
- Nur drei Unterstützungsstufen, die Bauart des Tretsensors bleibt im Datenblatt offen
- Ein separates Faltmaß weist der Hersteller nicht aus, die Planung für Kofferraum oder Stauraum wird damit zur Schätzung
- Shimano RD-TZ50 ist Shimanos günstigste Schaltwerksstufe, sie verlangt regelmäßiges Nachjustieren
SachsenRAD F2 Farmers Folding E-Klapprad im Detail
Ein Faltrad mit Durchstieg statt Kletterpartie
Klappräder haben konstruktionsbedingt ein Problem: Das Scharnier sitzt in der Rahmenmitte, und darum verläuft dort meist ein dickes, hohes Rohr. Aufsteigen heißt dann, das Bein darüber zu schwingen. Das F2 Farmers Folding löst das anders, sein Unterrohr liegt tief und der Rahmen gibt den Durchstieg frei.
Für die Zielgruppe ist das der entscheidende Punkt. Ein Faltrad wird selten sportlich gefahren, sondern im Wohnmobil, auf dem Boot, im Schrebergarten oder auf der letzten Meile zum Büro. Genau dort steigt man häufig auf und ab, oft mit Einkauf am Lenker. Die Rahmenhöhe von 35 cm und die Sitzhöhe ab 73 cm machen das Rad zudem für Fahrer ab 155 cm nutzbar, was die meisten 28-Zoll-Räder nicht schaffen.
470 Wh: die Reichweite realistisch gerechnet
SachsenRAD nennt bis 130 km im Eco-Modus. Das entspräche 3,6 Wh je Kilometer und setzt flache Strecke, niedrigste Stufe und kräftiges Mittreten voraus. Als Planungsgröße taugt der Wert wenig.
Rechne mit 9 bis 13 Wh je Kilometer, denn kleine Laufräder drehen häufiger und rollen schlechter als große. Aus 470 Wh werden damit 36 bis 52 km. In der höchsten der drei Stufen und mit Gegenwind bleiben rund 30 km. Für Pendelstrecken bis 15 km je Richtung genügt eine Ladung an einem Tag bequem. Dein eigenes Profil rechnet der Reichweiten-Rechner durch. Geladen wird in etwa sechs Stunden, der 2,5 kg schwere Akku lässt sich abnehmen und in der Wohnung frostfrei lagern.
Der Akku sitzt im Gepäckträger, und das hat Folgen
Der Akku steckt hier im Gepäckträger über dem Hinterrad, während die meisten E-Bikes ihn im Unterrohr führen. Bei Klapprädern ist diese Bauweise verbreitet, weil der Faltmechanismus das Unterrohr belegt.
Zwei Konsequenzen ergeben sich daraus. Erstens sitzt das Gewicht hoch und weit hinten, was das Rad beim Rangieren im Stand kopflastiger wirken lässt und beim Anfahren am Berg das Vorderrad leichter macht. Zweitens ist der Gepäckträger damit belegt: Klassische Packtaschen passen nur eingeschränkt, ein Kindersitz gar nicht. Wer Transportkapazität braucht, plant einen Lenkerkorb ein.
Sieben Gänge an einem 20-Zoll-Rad
Kleine Laufräder brauchen mehr Übersetzung, weil sie pro Kurbelumdrehung weniger Weg zurücklegen. Ein Singlespeed-Klapprad ist deshalb entweder in der Ebene zu kurz übersetzt oder am Berg zu schwer. Die Shimano-Siebengangschaltung mit 42-Zähne-Kettenblatt löst das und gibt dem Rad Bandbreite für Steigungen wie für zügiges Rollen.
Verbaut ist mit dem RD-TZ50 allerdings Shimanos günstigste Schaltwerksstufe. Sie funktioniert zuverlässig, verlangt aber nach den ersten hundert Kilometern und dann regelmäßig eine Nachjustierung des Zuges. Das Datenblatt nennt zudem ausdrücklich keinen Kettenschutz, an einem Rad mit tiefem Durchstieg und Alltagsanspruch fehlt der Hosenschutz also.
Die Bremsen sind der schwächste Punkt
Verbaut sind Zoom-Scheibenbremsen in hybrid-hydraulischer Bauart, mit 160-mm-Scheiben an beiden Rädern. Hybrid heißt: Vom Hebel läuft ein Bowdenzug zu einem Nehmerzylinder an der Bremszange, erst dort arbeitet Hydraulik. Das ist eine Zwischenstufe zwischen mechanischer Scheibenbremse und Vollhydraulik.
In der Praxis bremst dieses System besser als eine reine Seilzugbremse und braucht kein Entlüften. Es verlangt aber mehr Handkraft als eine durchgehende Hydraulik, der Zug längt sich und muss nachgestellt werden, und bei nasser Witterung ist die Dosierbarkeit geringer. Bei einem Rad mit 140 kg Systemgewicht und kleinen Laufrädern ist das ein Punkt, den man kennen sollte, ohne ihn zu dramatisieren: Für Stadttempo reicht die Anlage.
22 Kilogramm: was das beim Falten heißt
Der Rahmen klappt in der Mitte, der Lenker legt sich um, die Pedale sind klappbar. Das Rad wird damit deutlich kompakter und passt in Kofferraum, Wohnmobil-Heckgarage oder eine Ecke im Flur. Ein separates Faltmaß nennt SachsenRAD allerdings nicht, im Datenblatt stehen nur die Produktmaße von 99 x 57,6 x 106 cm. Wer knappen Stauraum ausmessen muss, sollte vor dem Kauf beim Händler nachfragen.
Die härtere Grenze setzt das Gewicht. 22,0 kg heben sich einmal in einen Kofferraum, aber nicht mehrfach täglich in einen Zug oder über eine Treppe. Zum Vergleich: Das F11 Pro MagPuma derselben Marke wiegt mit Magnesiumrahmen rund 20 kg, klassische Falträder ohne Motor liegen bei 12 bis 14 kg. Wenn das Rad regelmäßig in Bahn oder Bus mitfahren soll, lohnt der Blick in unseren Ratgeber zum Fahrradtransport in der Bahn. Der Akku lässt sich vorher abnehmen, das spart 2,5 kg.
Wo SachsenRAD gespart hat
Der erste Punkt ist die Sensorik: Das Datenblatt nennt drei Unterstützungsstufen und eine Schiebehilfe, benennt aber keinen Drehmomentsensor. Bei anderen Modellen der Marke steht er ausdrücklich in der Tabelle. Das deutet auf einen Trittfrequenzsensor hin, der nach Pedalumdrehungen zuschaltet statt nach Deiner Kraft. An einem Rad mit 40 Nm und kleinen Laufrädern fällt das beim Anfahren auf, wie der Ratgeber zum Drehmomentsensor erklärt.
Der zweite Punkt ist die Federung. Eine Unicrown-Starrgabel an 20-Zoll-Laufrädern bedeutet, dass Kanten und Fugen ungefiltert ankommen, denn kleine Räder sinken tiefer in jedes Loch. Der gefederte Sattel fängt einen Teil davon ab, die Hände bleiben ungeschützt. Wer viel auf Kopfsteinpflaster fährt, sollte den Reifendruck am unteren Ende der zulässigen Spanne von 2,8 bar halten.
Für wen das F2 Farmers Folding passt
Es passt zu allen, die ein Faltrad als bequemes Zweitrad nutzen: Wohnmobil, Boot, Zweitwohnsitz, Schrebergarten, Pendelstrecke mit Auto-Anteil. Der tiefe Durchstieg, die niedrige Mindestkörpergröße von 155 cm und das hohe zulässige Gesamtgewicht machen es zu einem der zugänglichsten Räder seiner Gattung. Weitere Modelle stehen in der Bestenliste E-Klappräder, die Grundlagen im Ratgeber E-Bike-Klapprad.
Weniger passend ist es für Bahnpendler, die das Rad täglich tragen und in überfüllten Zügen verstauen müssen, dafür sind 22 kg zu viel. Auch wer sportlich fahren oder längere Touren über 50 km planen will, sollte eher zu einem Rad mit größeren Laufrädern greifen.
Alternativen im Vergleich
Wie ordnet sich dieses Rad gegen die preislich nächstliegenden Modelle aus unseren Rezensionen ein? Die Kernwerte nebeneinander:
| Merkmal | SachsenRAD F2 Farmers Folding E-Klapprad*diese Seite | |||
|---|---|---|---|---|
| Bewertung | ||||
| Preis | 1.299,00 € | – | 1.199,00 € | 1.199,00 € |
| Motor | Hinterrad-Nabenmotor, 250 W, 40 Nm, bürstenlos | AKM 100SX Heckmotor, 36 V, 250 W, 50 Nm, bürstenlos, IP65 | 250 W Nabenmotor, 48 V, 75 Nm, mit Boost-Funktion | Heckmotor, bürstenlos, 250 W Nenndauerleistung |
| Akku | 36 V, 470 Wh / 13,0 Ah, im Gepäckträger, abnehmbar und abschließbar, 2,5 kg | 375 Wh (36 V, 10,4 Ah) Lithium-Ionen mit BMS und LED-Statusanzeige | 48 V, 15 Ah (720 Wh), 21700er LG-Zellen mit BMS, integriert | 37 V / 10 Ah, 370 Wh, entnehmbar |
| Reichweite | bis 130 km im Eco-Modus bei optimalen Bedingungen laut Datenblatt | bis zu 80 km | bis zu 141 km (Stufe 1), 108 km (Stufe 3), 80 km (Stufe 5) | bis 100 km |
| Gewicht | 22,0 kg | 22,5 kg | 26,5 kg | 18 kg |
Stand: 11.10.2026, 20:16 Uhr MESZ | ggf. zzgl. Versand | Details | * Affiliate-Links: Für Käufe über diese Links erhalten wir eine Provision. Für Dich ändert sich am Preis nichts.
Fazit zum SachsenRAD F2 Farmers Folding E-Klapprad
Für ca. 1.299,00 € bekommst Du ein Klapprad mit 470 Wh, sieben Gängen, tiefem Durchstieg und Alarmanlage. Der Akku ist für die Klasse groß, das zulässige Gesamtgewicht von 140 kg ungewöhnlich hoch, und der Einstieg ist der bequemste, den man an einem Faltrad findet.
Kaufen würden wir es als Zweitrad für Wohnmobil, Boot oder die letzte Meile, besonders für Fahrer, denen das Aufsteigen schwerfällt. Zurückstellen würden wir es, wenn das Rad täglich getragen werden muss oder wenn eine kräftige Vollhydraulik an den Bremsen wichtig ist. Und miss vor dem Kauf Deinen Stauraum aus, denn ein Faltmaß nennt der Hersteller nicht.
Häufige Fragen
Der Hersteller weist kein separates Faltmaß aus, im Datenblatt stehen nur die Produktmaße von 99 x 57,6 x 106 cm. Gefaltet werden Rahmen, Lenker und Pedale. Wer knappen Stauraum im Kofferraum oder in der Heckgarage ausmessen muss, sollte vor dem Kauf beim Händler nachfragen.
Das Datenblatt nennt 22,0 kg mit Akku. Einmal in einen Kofferraum heben geht, mehrfach täglich über eine Treppe nicht. Der Akku wiegt 2,5 kg und lässt sich vorher abnehmen. Für regelmäßiges Tragen sind Falträder unter 20 kg die bessere Wahl.
Der Hersteller nennt bis 130 km im Eco-Modus. Realistisch sind bei 9 bis 13 Wh je Kilometer rund 36 bis 52 km aus den 470 Wh. In der höchsten der drei Unterstützungsstufen oder bei Gegenwind bleiben etwa 30 km. Kleine Laufräder verbrauchen dabei etwas mehr als große.
Ja. Mit 250 W Motorleistung und Unterstützung bis 25 km/h gilt es als Pedelec, Du brauchst weder Führerschein noch Versicherungskennzeichen. Die StVZO-Ausstattung mit Front- und Rücklicht, Reflektoren und Klingel bringt das Rad ab Werk mit.
Vom Bremshebel läuft ein Bowdenzug zu einem Nehmerzylinder an der Bremszange, erst dort arbeitet Hydraulik. Das bremst besser als eine reine Seilzugbremse und braucht kein Entlüften, verlangt aber mehr Handkraft als eine durchgehende Hydraulik. Der Zug längt sich mit der Zeit und muss nachgestellt werden.
SachsenRAD empfiehlt 155 bis 180 cm Körpergröße bei einer Schrittlänge von 64 bis 91 cm. Die Sitzhöhe reicht von 73 bis 98 cm. Damit ist das Rad eines der wenigen E-Bikes, die auch für Fahrer unter 160 cm passen.
Packtaschen nur eingeschränkt und einen Kindersitz gar nicht, denn der Gepäckträger ist vom Akku belegt. Für Transportbedarf ist ein Lenkerkorb die praktikablere Lösung. Das zulässige Gesamtgewicht von 140 kg lässt bei 22 kg Eigengewicht rund 118 kg für Fahrer und Gepäck.
Das Datenblatt weist die Sensorbauart nicht aus, es nennt nur drei Unterstützungsstufen und die Schiebehilfe. Bei anderen SachsenRAD-Modellen steht der Drehmomentsensor ausdrücklich in der Tabelle, hier fehlt er. Das deutet auf einen Trittfrequenzsensor hin.
Bei 470 Wh und einem Strompreis von 0,35 € je Kilowattstunde kostet eine volle Ladung rund 18 Cent. Auf 45 km gerechnet sind das etwa 0,4 Cent je Kilometer. Der Ladevorgang dauert laut Hersteller rund sechs Stunden.


