SachsenRAD M5 Centro E-Mountainbike
Vollgefedertes E-Mountainbike auf 29 Zoll mit 110-Nm-Mittelmotor, 720-Wh-Akku und Shimano Deore in zwölf Gängen
- Bafang XCruise V11 mit 110 Nm: eines der höchsten Drehmomente, die ein 250-W-Pedelec ausweist
- 720 Wh im Unterrohr, abnehmbar und abschließbar, der größte Akku im SachsenRAD-Programm
- Shimano Deore RD-M6100 mit zwölf Gängen an einem 38er-Kettenblatt
- Vollfederung mit Luftelementen an beiden Enden, 140 mm vorn und 190 mm hinten, dazu Magura-Hydraulik
- Vario-Sattelstütze und Maxxis-Reifen in 2,4 Zoll auf 29-Zoll-Laufrädern
Stand: 11.10.2026, 20:34 Uhr MESZ | ggf. zzgl. Versand | Details
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Technische Daten
- Typ
- Vollgefedertes E-Mountainbike (Pedelec bis 25 km/h)
- Modellname
- M5 Centro
- Motor
- Bafang XCruise V11 Mittelmotor, 250 W, 110 Nm, bürstenlos
- Sensorik
- Drehmomentsensor, 5 Unterstützungsstufen, Schiebehilfe
- Akku
- 36 V, 720 Wh / 20,0 Ah, im Unterrohr, abnehmbar und abschließbar, 4,0 kg
- Ladezeit
- ca. 8 Stunden
- Reichweite
- bis 200 km im ECO-Modus laut Datenblatt; die Produktbeschreibung nennt 60 bis 180 km
- Gewicht
- 28,4 kg
- Zul. Gesamtgewicht
- 145 kg
- Schaltung
- Shimano Deore RD-M6100 Kettenschaltung, 12 Gänge, Kettenblatt mit 38 Zähnen, Rapidfire-Plus-Trigger
- Bremsen
- Magura MT Thirty Scheibenbremsen, hydraulisch vorn und hinten
- Federung
- Vollfederung mit Luftfederelementen: 140 mm Federweg vorn, 190 mm hinten laut Herstellerangabe; Federgabel einstellbar, mit Lockout
- Laufräder
- 29 Zoll
- Reifen
- Maxxis, 2,4 Zoll breit (60 mm), Offroad-Profil
- Rahmen
- Aluminium, Mountainbike-Rahmen als Fully, Rahmenhöhe 46 cm, Oberrohr 62 cm
- Körpergröße
- 175 bis 195 cm, Schrittlänge 85 bis 100 cm
- Sattel
- MTB-Sattel, 30 x 20 cm, Sitzhöhe 90 bis 106 cm, Vario-Sattelstütze mit 44,5 cm Länge
- Lenker
- MTB-Lenker, 700 mm breit, Rise Bar
- Display
- 2,4-Zoll-Display mit FindMy-Ortung, Batteriestand, Geschwindigkeit, Strecke und Fehlercodes, Menüsprachen Deutsch und Englisch
- Beleuchtung
- LED-Frontlicht mit Nachtfahrlicht, Standlicht vorn und hinten, Pedal- und Speichenreflektoren
- Ausstattung
- Klingel, Seitenständer; Gepäckträger und Schutzbleche optional erhältlich
- Maße
- 200 x 70 x 106 cm
- Lieferumfang
- Rad, Ladegerät, Montagewerkzeug, Bedienungsanleitung
Angaben laut Hersteller und Händler, im Zweifel auf der Produktseite prüfen.
Unsere Rezension
Das SachsenRAD M5 Centro ist das erste vollgefederte E-Mountainbike der Leipziger Marke: 110 Nm aus einem Bafang-Mittelmotor, ein 720-Wh-Akku, Shimano Deore in zwölf Gängen und Magura-Bremsen, angeboten für ca. 2.499,00 €. Damit steht es am oberen Ende des Sortiments und tritt gegen etablierte E-MTB-Marken an. Grundlage dieser Einordnung sind das Datenblatt des Herstellers und der Vergleich mit Fullys derselben Preisklasse.
Spricht dafür
- 110 Nm sind ein Spitzenwert unter 250-W-Pedelecs, viele E-MTBs der Klasse liegen bei 75 bis 95 Nm
- 720 Wh geben dem Rad die Reserve für lange Touren im Gelände, wo der Verbrauch weit über dem Straßenwert liegt
- Shimano Deore RD-M6100 mit zwölf Gängen ist eine echte MTB-Gruppe statt einer Einstiegsschaltung
- Magura MT Thirty und Maxxis-Reifen: zwei Markenkomponenten an den Stellen, an denen im Gelände alles hängt
- Vario-Sattelstütze ab Werk, die den Sattel per Hebel absenkt, sonst meist eine teure Nachrüstung
- Drehmomentsensor am Mittelmotor, im Gelände die Voraussetzung für dosierbare Traktion am Hinterrad
- 145 kg zulässiges Gesamtgewicht lassen auch mit Rucksack und Protektoren genügend Reserve
Spricht dagegen
- 28,4 kg sind selbst für ein Fully viel, im Gelände und beim Verladen macht sich das deutlich bemerkbar
- Mit 190 mm hinten gegen 140 mm vorn ist der Federweg ungleich verteilt, üblich ist an Fullys die umgekehrte Reihenfolge
- Die Bremsscheiben sind mit 270 mm angegeben, ein Maß, das es am Fahrrad nicht gibt (üblich sind 180 bis 203 mm)
- Zum Dämpfer im Hinterbau nennt das Datenblatt weder Hersteller noch Bauart, nur den Federweg
- Nur eine Rahmengröße für 175 bis 195 cm Körpergröße, kleinere Fahrer bleiben außen vor
SachsenRAD M5 Centro E-Mountainbike im Detail
110 Nm: was dieser Wert praktisch bedeutet
Der Bafang XCruise V11 sitzt am Tretlager und gibt laut Datenblatt 110 Nm ab. Zur Einordnung: Ein Bosch Performance Line CX liefert 85 Nm, ein Shimano EP8 ebenfalls 85 Nm, und beide gelten als kräftige Antriebe für steiles Gelände. SachsenRAD legt hier also nach.
Drehmoment ist am Berg die entscheidende Größe, weil es die Kraft beschreibt, mit der der Motor die Kurbel dreht. An einer 15-Prozent-Rampe mit losem Untergrund entscheidet es darüber, ob Du im Sitzen weiterkurbelst oder absteigen musst. Weil der Motor am Tretlager sitzt, wirkt er zudem über Deine zwölf Gänge: Im leichtesten Gang wird auch seine Kraft untersetzt. Wie sich das von einem Nabenmotor unterscheidet, erklärt der Ratgeber zum E-Bike mit Mittelmotor.
Ebenso wichtig wie die Zahl ist die Art, wie diese Kraft ankommt. Der Antrieb arbeitet mit einem Drehmomentsensor, misst also Deine Tretkraft und dosiert proportional dazu. Im Gelände ist das der Unterschied zwischen Traktion und durchdrehendem Hinterrad: Ein Trittfrequenzsensor würde die volle Unterstützung schlagartig zuschalten, sobald sich die Kurbel dreht, und genau das bricht auf losem Untergrund den Grip. Wie die Sensorik im Detail arbeitet, erklärt der Ratgeber zum Drehmomentsensor am E-Bike.
720 Wh: die Reichweite realistisch gerechnet
Das Datenblatt nennt bis 200 km im ECO-Modus, die Produktbeschreibung desselben Herstellers spricht von 60 bis 180 km. Schon diese Spanne zeigt, wie wenig Herstellerangaben hier tragen.
Im Gelände liegt der Verbrauch deutlich über dem Straßenwert, rechne mit 12 bis 20 Wh je Kilometer. Aus 720 Wh werden damit 36 bis 60 km mit ordentlich Höhenmetern. Auf Forststraßen und Asphalt sind 80 bis 100 km erreichbar, in der höchsten Stufe bergauf können es auch nur 25 km sein. Die 720 Wh sind genau deshalb sinnvoll: Ein Rad mit 500 Wh wäre bei diesem Motor und diesem Gewicht schnell am Ende. Dein Profil rechnet der Reichweiten-Rechner durch. Geladen wird in rund acht Stunden, der Akku wiegt 4,0 kg und lässt sich abnehmen.
Der Federweg: 140 mm vorn, 190 mm hinten
Die technische Tabelle des Herstellershops führt nur einen Wert von 190 mm und ordnet ihn der Gabel zu, was für ein Touren-Fully nicht stimmen kann. Die Amazon-Listung desselben Herstellers löst das auf: 140 mm Luftfederung vorn, 190 mm Luftfederung hinten. Damit ist die Verteilung geklärt, und beide Enden arbeiten mit Luft statt Stahlfeder.
Ungewöhnlich bleibt die Reihenfolge. An Fullys ist der Federweg vorn üblicherweise gleich groß oder größer als hinten, weil das Vorderrad die Schläge zuerst aufnimmt und die Gabel die Lenkgeometrie stabil halten muss. Hier ist es umgekehrt. Praktisch heißt das: Der Hinterbau schluckt sehr viel, die Gabel setzt die Grenze. Auf Forstwegen und flowigen Trails fällt das kaum auf, in ruppigem Gelände wird die Front eher an ihr Ende kommen als das Heck.
Was das Datenblatt zum Hinterbau verschweigt
Ein Fully lebt vom Zusammenspiel aus Gabel, Dämpfer und Hinterbau-Kinematik. Der Federweg steht inzwischen fest, zum Dämpfer selbst nennt SachsenRAD aber weder Hersteller noch Bauart noch eine Angabe zur Anlenkung. Auf dem Produktbild ist ein liegender Dämpfer im Rahmendreieck zu erkennen, mehr gibt die Quellenlage nicht her.
Bei einem Rad für ca. 2.499,00 € ist das eine echte Informationslücke, denn genau daran unterscheiden sich gute und mäßige Fullys. Ein Luftdämpfer mit Zugstufenverstellung arbeitet anders als ein einfacher Dämpfer ohne Einstellmöglichkeit, und ob der Hinterbau beim Treten wippt, hängt an der Kinematik. Ähnlich unklar ist eine zweite Angabe: Die Tabelle gibt die Bremsscheiben mit 270 mm an, ein Maß, das es am Fahrrad nicht gibt (üblich sind 180, 203, selten 220 mm). Beide Punkte gehören vor dem Kauf beim Händler geklärt.
Deore, Magura, Maxxis: die Komponentenwahl stimmt
Drei Namen heben das Rad über die üblichen Direktimporte. Die Shimano Deore RD-M6100 ist eine echte MTB-Gruppe mit zwölf Ritzeln an einem 38er-Kettenblatt. Zwölf Gänge geben die Bandbreite, die ein Rad mit 28 kg im Steilen braucht, und Deore ist im Fachhandel überall versorgt.
Die Magura MT Thirty stammt vom schwäbischen Hersteller, arbeitet mit Mineralöl und hat ein dichtes Werkstattnetz in Deutschland. Bei einem Systemgewicht von bis zu 145 kg im Gefälle ist eine standfeste Bremse kein Luxus. Was der Belagwechsel kostet, rechnet der Ratgeber E-Bike-Bremsbeläge wechseln vor. Dazu kommen Maxxis-Reifen in 2,4 Zoll, eine der führenden MTB-Marken, deren Profil auf losem Untergrund greift.
Die Vario-Sattelstütze ist mehr als ein Extra
Verbaut ist eine Vario-Sattelstütze mit 44,5 cm Länge, die sich per Hebel im Fahren absenken lässt. Was nach Komfortdetail klingt, ist im Gelände ein Sicherheitsbauteil: Im Gefälle kommt der Sattel aus dem Weg, Du bringst das Gewicht nach hinten und behältst die Kontrolle. Für Anstiege fährt die Stütze wieder aus, damit die Beine in voller Streckung arbeiten.
Nachrüsten kostet 150 bis 300 € plus Montage, ab Werk verbaut ist sie ein realer Gegenwert. Ergänzt wird sie von einem 700 mm breiten MTB-Lenker, der die für Trails nötige Hebelwirkung an der Lenkung gibt.
28,4 Kilogramm: der Preis für Motor und Akku
Mit 28,4 kg ist das M5 Centro ein schweres Rad. Ein vergleichbares Marken-Fully mit 750-Wh-Akku liegt bei 24 bis 26 kg, ein Fully ohne Motor bei 13 bis 16 kg. Der 4 kg schwere Akku, der kräftige Motor und der Alurahmen erklären die Differenz.
Beim Bergauffahren trägt der Motor das Gewicht, dort merkst Du es kaum. Deutlich wird es an drei Stellen: beim Anheben über Hindernisse im Trail, beim Verladen auf einen Fahrradträger, dessen Stützlast oft schon bei 30 kg je Rad endet, und wenn der Akku leer ist. Warum das Gewicht am E-Bike so viel entscheidet, ordnet der Ratgeber E-Bike-Gewicht ein.
Was Du für den Straßenverkehr nachrüsten musst
Das Datenblatt führt Gepäckträger und Schutzbleche ausdrücklich als optionales Zubehör. Bei der Beleuchtung nennt es ein LED-Frontlicht mit Nachtfahrlicht sowie Standlicht vorn und hinten, ein eigenständiges Rücklicht taucht in der Aufzählung nicht auf. Anders als bei den City-Modellen derselben Marke steht am M5 auch kein Vermerk zur StVZO-Zulassung.
Praktisch heißt das: Für Fahrten im öffentlichen Verkehr solltest Du die Beleuchtung vollständig prüfen und im Zweifel ein zugelassenes Rücklicht nachrüsten. Das ist bei sportlichen E-MTBs branchenüblich, weil viele Käufer das Rad ohnehin auf dem Trail und im Wald bewegen. Rechne für Schutzbleche, Gepäckträger und ein StVZO-Rücklicht zusammen mit 80 bis 150 €, wenn das Rad auch pendeln soll.
Wie sich das M5 in seiner Preisklasse einordnet
Für ca. 2.499,00 € treten hier zwei Ansätze gegeneinander an. Etablierte Marken bieten in dieser Preisklasse meist ein Hardtail mit Bosch- oder Shimano-Antrieb, ausgereifter Software und Händlernetz. SachsenRAD liefert stattdessen ein Fully mit mehr Drehmoment, mehr Akku und mehr Gängen.
Diese Rechnung geht auf, solange Dir Ausstattung wichtiger ist als Markenservice. Für den Direktvertrieb sprechen die Komponenten, dagegen sprechen die lückenhaften Angaben zum Fahrwerk und die fehlende Möglichkeit, das Rad vorab Probe zu fahren. Ein Bosch-Antrieb bringt zudem Diagnose über jede Fachwerkstatt mit, während Du bei einem Bafang-System auf den Herstellersupport angewiesen bist. Wer diesen Punkt hoch gewichtet, zahlt bei einer etablierten Marke mehr und bekommt weniger Hardware.
Eine Rahmengröße für alle
Das M5 Centro gibt es nur in 46 cm Rahmenhöhe mit 62 cm Oberrohr, empfohlen für 175 bis 195 cm Körpergröße bei 85 bis 100 cm Schrittlänge. Damit fallen Fahrer unter 1,75 m heraus, und das ist bei einem Fully ernster zu nehmen als bei einem Cityrad: Die Überstandshöhe entscheidet darüber, ob Du im Notfall sicher absteigen kannst.
Wer knapp unter der Empfehlung liegt, sollte die Rahmengröße rechnen und im Zweifel ein Rad mit mehreren Größen wählen. Die Sitzhöhe von 90 bis 106 cm passt zur Empfehlung und lässt am oberen Ende Luft.
Für wen das M5 Centro passt
Es passt zu Fahrern ab 1,75 m, die ein kräftiges Tourenfully für Waldwege, Forststraßen und moderate Trails suchen und dabei auf Reichweite Wert legen. Die Kombination aus 110 Nm, 720 Wh und zwölf Gängen ist für ca. 2.499,00 € ungewöhnlich vollständig, und mit Deore, Magura und Maxxis sitzen Markenteile an den richtigen Stellen. Weitere Räder stehen in der Bestenliste E-Mountainbikes und in der Liste E-Bikes zwischen 2.000 und 3.000 Euro.
Zurückhaltung ist geboten, wenn Du ambitioniert Trails fährst: Dort zählen Dämpferqualität und Kinematik, und genau dazu schweigt das Datenblatt. Wer ein leichteres Rad für gemischte Wege sucht, findet im R8 Flex III derselben Marke ein Hardtail zum halben Preis. Die Grundlagen der Gattung erklärt unser Ratgeber E-Mountainbike.
Alternativen im Vergleich
Wie ordnet sich dieses Rad gegen die preislich nächstliegenden Modelle aus unseren Rezensionen ein? Die Kernwerte nebeneinander:
| Merkmal | SachsenRAD M5 Centro E-Mountainbike*diese Seite | |||
|---|---|---|---|---|
| Bewertung | ||||
| Preis | 2.499,00 € | 2.499,95 € | ab 2.449,00 € | ab 2.448,98 € |
| Motor | Bafang XCruise V11 Mittelmotor, 250 W, 110 Nm, bürstenlos | AEG Comfort Drive Mittelmotor, 36 V, 250 W, 70 Nm | Brose Drive S Mag Mittelmotor, 90 Nm | AEG Sport Drive II Mittelmotor, 48 V, 250 W, 100 Nm |
| Akku | 36 V, 720 Wh / 20,0 Ah, im Unterrohr, abnehmbar und abschließbar, 4,0 kg | 36 V, 15 Ah (540 Wh), im Unterrohr integriert | 711 Wh, vollintegriert, seitlich entnehmbar | 48 V, 15 Ah (720 Wh), im Unterrohr integriert |
| Reichweite | bis 200 km im ECO-Modus laut Datenblatt; die Produktbeschreibung nennt 60 bis 180 km | bis zu 170 km | bis zu 170 km (je nach Modus) | bis zu 220 km |
| Gewicht | 28,4 kg | 25,4 kg | 29,1 kg | 30,3 kg |
Stand: 11.10.2026, 20:16 Uhr MESZ | ggf. zzgl. Versand | Details | * Affiliate-Links: Für Käufe über diese Links erhalten wir eine Provision. Für Dich ändert sich am Preis nichts.
Fazit zum SachsenRAD M5 Centro E-Mountainbike
Das M5 Centro bringt für ca. 2.499,00 € eine Ausstattung mit, die man in dieser Preisklasse selten vollständig findet: 110 Nm mit Drehmomentsensor, 720 Wh, Shimano Deore mit zwölf Gängen, Magura-Bremsen, Maxxis-Reifen, Luftfederung an beiden Enden und eine Vario-Sattelstütze. Auf dem Papier ist das ein starkes Angebot.
Kaufen würden wir es als Tourenfully für Forstwege, Schotter und moderate Trails, besonders wenn lange Strecken mit Höhenmetern anstehen. Offen bleibt die Bauart des Hinterbaudämpfers, und der Federweg ist mit 190 mm hinten gegen 140 mm vorn ungewöhnlich verteilt. Beides gehört vor dem Kauf geklärt, wenn Du anspruchsvolles Gelände planst. Und rechne die 28,4 kg ein, wenn Du das Rad regelmäßig verladen musst.
Häufige Fragen
Der Bafang XCruise V11 gibt laut Datenblatt 110 Nm bei 250 W Nennleistung ab. Zum Vergleich: Ein Bosch Performance Line CX und ein Shimano EP8 liefern jeweils 85 Nm. Damit gehört das M5 zu den drehmomentstärksten Pedelecs, die am Markt sind, und schafft auch steile Rampen im Sitzen.
Das Datenblatt nennt bis 200 km, die Produktbeschreibung 60 bis 180 km. Im Gelände mit Höhenmetern sind bei 12 bis 20 Wh je Kilometer rund 36 bis 60 km realistisch. Auf Forststraßen und Asphalt sind 80 bis 100 km erreichbar, in der höchsten Stufe am Berg können es 25 km sein.
Laut Herstellerangabe 140 mm vorn und 190 mm hinten, beide Enden mit Luftfederung. Die Tabelle im Herstellershop nennt missverständlich nur 190 mm und ordnet sie der Gabel zu. Ungewöhnlich ist, dass hinten mehr Federweg steht als vorn, denn an Fullys ist es meist umgekehrt. Zum Dämpfer selbst nennt SachsenRAD weder Hersteller noch Bauart.
SachsenRAD gibt eine Rahmenhöhe von 46 cm bei 62 cm Oberrohr an und empfiehlt 175 bis 195 cm Körpergröße bei 85 bis 100 cm Schrittlänge. Es gibt nur diese eine Größe. Bei einem Fully ist die Überstandshöhe sicherheitsrelevant, deshalb sollten kleinere Fahrer eher ein Rad mit mehreren Rahmengrößen wählen.
Sie senkt den Sattel per Hebel im Fahren ab. Im Gefälle bringst Du damit das Gewicht nach hinten und behältst die Kontrolle, bergauf fährt sie wieder aus, damit die Beine voll strecken. Nachrüsten kostet 150 bis 300 € plus Montage, ab Werk ist sie ein realer Gegenwert.
Das Datenblatt nennt 28,4 kg mit Akku, der Akku allein wiegt 4,0 kg und lässt sich abnehmen. Beim Fahren trägt der Motor das Gewicht. Kritisch wird es beim Verladen: Viele Fahrradträger erlauben nur 30 kg je Rad, prüfe die Stützlast Deines Trägers vorher.
Nur teilweise. Das Datenblatt nennt ein LED-Frontlicht mit Nachtfahrlicht sowie Pedal- und Speichenreflektoren, Gepäckträger und Schutzbleche sind ausdrücklich optional. Wer das Rad im öffentlichen Verkehr fahren will, sollte die Beleuchtung vollständig prüfen und fehlende Teile nachrüsten.
Ja. Der XCruise V11 arbeitet laut Hersteller mit Drehmomentsensor, misst also Deine Tretkraft und dosiert die Unterstützung proportional dazu. Im Gelände ist das entscheidend für die Traktion, weil ein Trittfrequenzsensor die Kraft schlagartig zuschalten würde und das Hinterrad auf losem Untergrund durchdreht.
SachsenRAD bindet das Rad in das Apple-FindMy-Netz ein. Die Position lässt sich damit über fremde Apple-Geräte in der Umgebung nachverfolgen, ähnlich wie bei einem AirTag. Ein Ortungssystem hilft beim Wiederfinden, den Diebstahl selbst hält es nicht auf. Ein stabiles Schloss bleibt deshalb Pflicht.
Der Hersteller nennt rund acht Stunden für eine volle Ladung, das passt in eine Nacht. Bei 0,35 € je Kilowattstunde kostet die Füllung etwa 25 Cent. Auf 50 km im Gelände gerechnet sind das rund 0,5 Cent je Kilometer.


