SAMEBIKE

SAMEBIKE LO26-II E-Bike

Faltbares 26-Zoll-E-MTB mit gefedertem Hinterbau, 672-Wh-Akku, 21-Gang-Shimano-Schaltung und hydraulischen Scheibenbremsen

4,2 /5 · datenbasierte Einordnung
  • 672 Wh im 48-V-System, entnehmbar und im Rahmendreieck untergebracht
  • gefederter Hinterbau plus abschließbare Federgabel, beides selten unter 1.000 €
  • hydraulische Scheibenbremsen statt der sonst üblichen Seilzugbremsen
  • 21 Gänge über Shimano 3x7, große Bandbreite für Steigungen
  • Faltrahmen aus Aluminium 6061, Faltmaß 102 x 39 x 96 cm
ca. 899,00 € Amazon-Preis, Stand: 05.10.2026, 15:00 Uhr MESZ
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Technische Daten

Motor
Heckmotor, 48 V, 250 W Nenndauerleistung
Drehmoment
75 Nm laut Datenblatt
Sensorik
Tretunterstützung mit 5 Stufen, Sensortyp weist SAMEBIKE nicht aus
Akku
48 V / 14 Ah, 672 Wh, entnehmbar
Ladezeit
6 bis 8 Stunden
Reichweite
50 bis 100 km laut Datenblatt
Höchstgeschwindigkeit
25 km/h
Schaltung
Shimano 3x7, 21 Gänge
Bremsen
hydraulische Scheibenbremsen
Federung
Federgabel mit Lockout vorn, Dämpfer im Hinterbau
Laufräder
26 Zoll, Reifenbreite 2,35 Zoll
Rahmen
Aluminium 6061, faltbar
Faltmaß
102 x 39 x 96 cm
Maße
181 x 67 x 105 cm
Display
Farb-LCD
Gewicht
25 kg
Zuladung
120 kg
Lieferumfang
Klingel, Reflektoren, Flaschenhalter
Modellname
LO26-II

Angaben laut Hersteller/Händler – Stand der Veröffentlichung, im Zweifel auf der Produktseite prüfen.

Unsere Rezension

Das SAMEBIKE LO26-II ist ein faltbares 26-Zoll-Mountainbike mit Elektroantrieb, das zwei Dinge mitbringt, die unter 1.000 € selten zusammenkommen: einen gefederten Hinterbau und hydraulische Scheibenbremsen. Dazu liefert SAMEBIKE ca. 899,00 € einen 672-Wh-Akku und eine 21-Gang-Schaltung.

Grundlage der Einordnung sind das Datenblatt von SAMEBIKE, die Amazon-Listung samt Detailtabelle und der Abgleich mit den übrigen Falträdern in unserem Bestand.

Spricht dafür

  • 672 Wh sind für diese Preisklasse überdurchschnittlich, viele Falträder liegen bei 480 bis 540 Wh
  • Hydraulische Scheibenbremsen, in dieser Preisklasse die Ausnahme
  • Gefederter Hinterbau plus Federgabel mit Lockout, das federt mehr als ein reines Hardtail
  • 21 Gänge über einen Umwerfer vorn, viel Bandbreite für Steigungen und Abfahrten
  • 26 Zoll rollen über Wurzeln und Schotter deutlich ruhiger als die 20-Zoll-Laufräder der meisten Falträder
  • Akku entnehmbar, damit lässt sich auch der gefaltete Rahmen leichter tragen

Spricht dagegen

  • 25 kg im Faltzustand sind viel, im Alleingang bekommt man das Rad kaum in einen Kofferraum gewuchtet
  • Das Faltmaß von 102 x 39 x 96 cm spart gegenüber dem aufgebauten Rad nur etwa ein Drittel der Länge
  • Der eigene Spec-Block nennt den Federweg nicht, weder vorn noch hinten
  • Den Sensortyp lässt SAMEBIKE offen, in dieser Preisklasse ist ein Trittfrequenzsensor wahrscheinlich
  • Ein Umwerfer am Pedelec braucht mehr Pflege als eine reine Kettenschaltung hinten
  • Zur Beleuchtung und zu ihrer Zulassung nach StVZO gibt es keine Angabe
Preis-Leistung 4,7
Ausstattung 3,8
Akku und Reichweite 4,5
Faltbarkeit und Transport 3,6

Das SAMEBIKE LO26-II im Detail

Der gefederte Hinterbau, den die Amazon-Tabelle verschweigt

Die Amazon-Detailtabelle führt unter Federungstyp lediglich Gabelfederung, der Titel spricht nur von einer abschließbaren Federgabel. Das Datenblatt von SAMEBIKE nennt dagegen ausdrücklich Federgabel und Dämpfer im Hinterbau, und das Produktbild zeigt den Dämpfer deutlich sichtbar unter dem Sattelrohr.

Damit ist das LO26-II ein echter Softtail und kein Hardtail. Das ist der Punkt, an dem sich das Rad von den meisten Falträdern dieser Preisklasse absetzt: Der Hinterbau schluckt Schläge, die sonst direkt im Sattel ankommen. Wer über Waldwege und Schotter fährt, merkt das nach einer Stunde im Rücken. Den Federweg nennt SAMEBIKE allerdings an keiner Stelle, weder vorn noch hinten.

672 Wh: was die Reichweite praktisch bedeutet

Der Akku fasst 14 Ah bei 48 V, also 672 Wh, und liegt damit über dem, was Falträder unter 1.000 € üblicherweise mitbringen. SAMEBIKE nennt 50 bis 100 km. Für ein 25 kg schweres Rad auf 2,35 Zoll breiten Stollenreifen sind 9 bis 13 Wh pro Kilometer ein realistischer Ansatz, das ergibt 52 bis 75 km je Ladung.

Auf Asphalt und in der niedrigsten Unterstützungsstufe rückt der Wert nach oben, auf weichem Waldboden nach unten. Wie stark Untergrund, Zuladung und Unterstützungsstufe wirken, kannst Du mit unserem Reichweiten-Rechner durchspielen. Geladen ist der Akku in 6 bis 8 Stunden, über Nacht also bequem.

21 Gänge am Pedelec: was der Umwerfer bringt

Die Schaltung ist eine Shimano 3x7, also drei Kettenblätter vorn und sieben Ritzel hinten. Bei E-Bikes ist der Umwerfer selten geworden, weil ein Mittelmotor ihn technisch ausschließt. Hier sitzt der Motor im Hinterrad, deshalb bleibt der Platz an der Kurbel frei.

Der Gewinn ist eine große Bandbreite: leichte Gänge für steile Rampen, schwere für Abfahrten über 25 km/h, wenn die Unterstützung ohnehin abregelt. Der Preis dafür ist Pflege. Ein Umwerfer will sauber eingestellt sein, und die Kette läuft in den Extremkombinationen schräg. Wie oft eine Kette gewechselt gehört, steht in unserem Ratgeber zu den Kosten für den Kettenwechsel.

Hydraulische Bremsen: der stärkste Punkt der Ausstattung

SAMEBIKE verbaut hydraulische Scheibenbremsen. Unter 1.000 € ist das ungewöhnlich, die meisten Räder dieser Klasse bremsen über Seilzug. Der Unterschied zeigt sich auf langen Abfahrten und bei Nässe: weniger Handkraft, gleichmäßigere Dosierung, kein Nachstellen wegen gelängter Züge.

Bei einem 25-kg-Rad mit 120 kg zulässiger Zuladung ist das keine Feinheit. Voll beladen bringst Du samt Fahrer gut 145 kg in Bewegung, und Fahrten mit Gefälle im Gelände sind genau das Einsatzgebiet, für das der Rahmen gebaut ist.

Falten: was das Maß praktisch heißt

Zusammengeklappt misst das Rad 102 x 39 x 96 cm. Aufgebaut sind es 181 x 67 x 105 cm. Gefaltet wird also vor allem die Länge kleiner, rund ein Drittel fällt weg. Ein 20-Zoll-Faltrad kommt auf deutlich kompaktere Pakete, dafür rollt es schlechter.

Praktisch bedeutet das: In einen Kombi-Kofferraum passt das LO26-II, in einen Kleinwagen wird es eng, und für die tägliche Mitnahme in Bus und Bahn ist es zu sperrig. Die Bauform zielt eher auf Wohnmobil, Kofferraum und Kellerabteil. Welche Faltradgrößen zu welchem Zweck passen, ordnet unser Ratgeber E-Bike-Klapprad ein.

25 kg: die eigentliche Grenze

Das Gewicht ist der Punkt, an dem der Nutzen des Faltens endet. 25 kg hebt man nicht beiläufig in einen Kofferraum, schon gar nicht im gefalteten Zustand, wo sich das Rad schlecht greifen lässt. Nimm für den Transport den Akku heraus, das spart rund 3 bis 4 kg und macht das Paket handlicher.

Zum Vergleich: Ein klassisches 20-Zoll-Faltrad mit kleinem Akku liegt bei 17 bis 20 kg. Das LO26-II zahlt die zusätzlichen Kilo für Vollfederung, großen Akku und 26-Zoll-Laufräder ein. Warum E-Bikes generell so schwer sind, erklärt der Ratgeber E-Bike-Gewicht.

Was das Datenblatt offen lässt

Drei Angaben fehlen. Der Sensortyp steht nirgends, damit bleibt offen, ob die Unterstützung auf Deine Tretkraft oder nur auf die Trittfrequenz reagiert. In dieser Preisklasse ist Letzteres wahrscheinlich, was sich beim Anfahren als spürbare Verzögerung bemerkbar macht. Der Unterschied ist im Ratgeber Drehmomentsensor am E-Bike beschrieben.

Ebenfalls offen sind die Federwege und die Beleuchtung. Der Amazon-Lieferumfang führt Klingel, Reflektoren und Flaschenhalter, Scheinwerfer und Rücklicht tauchen dort nicht auf. Für Fahrten im Dunkeln solltest Du also eine StVZO-konforme Beleuchtung einplanen.

Einordnung und für wen es passt

Unter den Falträdern im Bestand ist das LO26-II das Modell mit der größten Federung und dem größten Akku. Gegen ein 20-Zoll-Faltrad verliert es beim Packmaß, gegen ein starres 26-Zoll-Rad gewinnt es beim Komfort. Weitere Kandidaten stehen in unserer Liste der besten E-Klappräder.

Passend ist es, wenn Du ein geländetaugliches Rad brauchst, das gelegentlich in den Kofferraum muss: Wochenendtouren mit Auto-Anreise, Wohnmobil-Urlaub, Zweitrad im Ferienhaus. Für den täglichen Bahnpendler mit Umstieg ist es zu schwer, dort passt ein leichtes 20-Zoll-Faltrad besser. Falls Du zwischen Bauformen schwankst, hilft unsere Kaufberatung weiter.

Alternativen im Vergleich

Wie ordnet sich dieses Rad gegen die preislich nächstliegenden Modelle aus unseren Rezensionen ein? Die Kernwerte nebeneinander:

Merkmal
Preisca. 899,00 €ca. 899,99 €ca. 887,09 €ca. 849,00 €
MotorHeckmotor, 48 V, 250 W Nenndauerleistung250 W Nabenmotor, 60 NmBafang SWXH2 Heckmotor, 250 W, 25 Nm250 W Heck-Nabenmotor, 38 Nm
Akku48 V / 14 Ah, 672 Wh, entnehmbar48 V, 10,4 Ah (499,2 Wh), abnehmbar36 V, 10,4 Ah (374 Wh), im Rahmen integriert, entnehmbar, 2,6 kg36 V, 15,6 Ah (562 Wh)
Reichweite50 bis 100 km laut Datenblatt50–120 km (je nach Quelle und Modus)bis zu 80 kmbis zu 115 km (je nach Modus)
Gewicht25 kg31,6 kg20 kg31 kg
Bewertung4,2 / 53,6 / 53,6 / 53,7 / 5

Mit * markierte Links sind Affiliate-Links: Kaufst Du darüber, erhalten wir ggf. eine Provision, für Dich ändert sich der Preis dadurch nicht. Preise als Richtwert, Angaben laut Hersteller/Händler. Über „Zur Rezension" kommst Du zu unserer ausführlichen Einordnung des jeweiligen Modells.

Fazit: Für wen lohnt sich das SAMEBIKE LO26-II?

Das LO26-II liefert für ca. 899,00 € eine Ausstattung, die in dieser Preisklasse ungewöhnlich ist: 672 Wh, hydraulische Scheibenbremsen, gefederter Hinterbau und 21 Gänge. Wer ein E-Mountainbike sucht, das sich für den Transport zusammenlegen lässt, bekommt hier viel Substanz fürs Geld.

Die Grenze zieht das Gewicht. 25 kg sind gefaltet schwer zu handhaben, und das Packmaß von 102 x 39 x 96 cm spart weniger Platz, als der Begriff Faltrad vermuten lässt. Wenn Du das Rad wirklich täglich tragen oder in öffentliche Verkehrsmittel mitnehmen willst, ist ein 20-Zoll-Faltrad die bessere Wahl. Für Auto, Wohnmobil und Kellerabteil passt das LO26-II gut, und im Gelände spielt es seine Federung aus.

SAMEBIKE LO26-II E-Bike ca. 899,00 € · Amazon-Preis, Stand: 05.10.2026, 15:00 Uhr MESZ
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Häufige Fragen

Ja. Das Datenblatt nennt Federgabel vorn und Dämpfer im Hinterbau, das Produktbild zeigt den Hinterbaudämpfer unter dem Sattelrohr. Die Amazon-Detailtabelle führt nur Gabelfederung, das ist an dieser Stelle unvollständig. Die Federwege gibt SAMEBIKE nicht an.

SAMEBIKE nennt 50 bis 100 km. Bei 672 Wh und einem Verbrauch von 9 bis 13 Wh pro Kilometer sind 52 bis 75 km realistisch. Auf Asphalt in niedriger Unterstützungsstufe wird es mehr, auf weichem Waldboden mit hoher Unterstützung deutlich weniger.

Das Faltmaß beträgt 102 x 39 x 96 cm, aufgebaut misst das Rad 181 x 67 x 105 cm. Das Falten verkürzt also vor allem die Länge. In einen Kombi passt es, in einen Kleinwagen nur mit umgelegter Rückbank.

25 kg laut Datenblatt. Mit herausgenommenem Akku sind es etwa 3 bis 4 kg weniger, was das Heben in einen Kofferraum erleichtert. Für den täglichen Transport in Bus oder Bahn ist das Rad trotzdem zu schwer.

Weil der Motor im Hinterrad sitzt und die Kurbel damit frei bleibt für einen Umwerfer mit drei Kettenblättern. Zusammen mit sieben Ritzeln hinten ergibt das 21 Kombinationen und eine große Bandbreite. Bei Mittelmotoren ist diese Bauweise technisch ausgeschlossen.

Ja, das LO26-II hat hydraulische Scheibenbremsen an beiden Rädern. Das ist unter 1.000 € die Ausnahme und bringt weniger Handkraft, bessere Dosierung bei Nässe und weniger Nachstellarbeit als bei Seilzugbremsen.

Der Amazon-Lieferumfang führt Klingel, Reflektoren und Flaschenhalter. Scheinwerfer und Rücklicht sind dort nicht aufgeführt, und eine Angabe zur Zulassung nach StVZO fehlt. Für Fahrten bei Dunkelheit solltest Du eine zugelassene Beleuchtung einplanen.

Für Waldwege, Schotter und Feldwege ja. Dafür sprechen der gefederte Hinterbau, die 26 x 2,35 Zoll breiten Reifen und die 21 Gänge. Für ruppige Trails ist es mit 25 kg, unbekanntem Federweg und einem Faltscharnier im Hauptrahmen die falsche Wahl.

6 bis 8 Stunden laut Datenblatt. Das passt gut auf eine Nacht. Der 672-Wh-Akku ist entnehmbar und lässt sich am Rad oder in der Wohnung laden, was im Winter die Zellen schont.

120 kg laut Datenblatt und Amazon-Detailtabelle. Darin ist der Fahrer samt Gepäck enthalten. Wer regelmäßig mehr transportiert, sollte zu einem Rad mit höherer Zuladung greifen, etwa dem SAMEBIKE RS-A07 mit 150 kg.