Preisentwicklung
Tiefstpreis im Zeitraum: 1.129,00 € (11.08.2026) · Höchstpreis: 1.299,00 €
SAXONETTE Premium Sport E-Bike
E-Trekkingrad mit SFM-Mittelmotor und 90 Nm, 522-Wh-Intube-Akku und Shimano Deore
- SFM-Mittelmotor mit 90 Nm, in dieser Preisklasse außergewöhnlich viel Drehmoment
- Shimano Deore mit 10 Gängen statt der klassenüblichen Einstiegsgruppen
- Shimano MT200 hydraulische Scheibenbremsen an beiden Rädern
- 522-Wh-Intube-Akku, entnehmbar und abschließbar, Ladezeit 5 bis 6 Stunden
- SR Suntour NEX-E25 Federgabel und CST-Bereifung in 28 x 2.0
-
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Technische Daten
- Typ
- E-Trekkingrad / Pedelec (bis 25 km/h)
- Modellname
- Premium Sport
- Motor
- SFM Mittelmotor, 250 W, max. 90 Nm
- Akku
- 36 V, 14,5 Ah, 522 Wh, im Rahmen integriert, entnehmbar und abschließbar
- Ladezeit
- 5 bis 6 Stunden
- Reichweite
- bis 60 km laut SAXONETTE
- Gewicht
- 29 kg
- Schaltung
- Shimano Deore, 10-Gang-Kettenschaltung
- Bremsen
- Shimano MT200 hydraulische Scheibenbremsen vorn und hinten
- Federung
- SR Suntour NEX-E25 Federgabel
- Laufräder
- 28 Zoll
- Reifen
- CST 28 x 2.0 (50-622)
- Display
- SFM LCD-Display
- Beleuchtung
- StVZO-konforme LED-Anlage, Rücklicht in den Gepäckträger integriert
- Rahmen
- Aluminium; Diamant in 48 und 54 cm, dazu Trapez- und Wave-Ausführungen
- Empf. Körpergröße
- ab 155 cm laut Händler-Listung
- Zul. Gesamtgewicht
- 120 kg laut SAXONETTE, 130 kg laut Amazon-Listung
- Montagegrad
- zu ca. 95 % vormontiert
Angaben laut Hersteller und Händler, im Zweifel auf der Produktseite prüfen.
Unsere Rezension
Das SAXONETTE Premium Sport stellt für ca. 1.149,00 € eine Zahl in den Raum, die in dieser Preisklasse sonst nicht vorkommt: 90 Nm Drehmoment aus einem Mittelmotor. Dazu kommen eine Shimano Deore mit 10 Gängen, hydraulische Scheibenbremsen und ein 522-Wh-Akku im Rahmen. Diese Rezension ordnet ein, was der starke Antrieb im Alltag bringt und warum die Reichweitenangabe des Herstellers so nüchtern ausfällt.
Spricht dafür
- 90 Nm aus dem Mittelmotor, mehr als viele Antriebe der 3.000-Euro-Klasse liefern
- Shimano Deore mit 10 Gängen, oberhalb der sonst üblichen Tourney- und Altus-Gruppen
- Shimano MT200 hydraulische Scheibenbremsen, passend zum hohen Systemgewicht
- 522 Wh im Rahmen, entnehmbar und abschließbar, in 5 bis 6 Stunden geladen
- Mehrere Rahmenformen und Größen, von Diamant über Trapez bis Wave
- SR Suntour NEX-E25 Federgabel und 50 mm breite Bereifung für gemischte Wege
Spricht dagegen
- 29 kg Radgewicht, beim Tragen und Verladen deutlich spürbar
- Reichweite laut Hersteller nur bis 60 km, der starke Motor zieht entsprechend
- Das Amazon-Listing hat derzeit keinen Kaufbutton, der Kauf läuft über OTTO
- Gewicht und zulässiges Gesamtgewicht weichen zwischen den Quellen ab
Das SAXONETTE Premium Sport im Detail
90 Nm für unter 1.200 Euro: der eigentliche Aufhänger
Der SFM-Mittelmotor leistet 250 W und stellt 90 Nm maximales Drehmoment bereit. Zur Einordnung: Ein Bosch Performance Line CX, der Standardantrieb sportlicher E-Bikes jenseits von 3.000 €, liefert 85 Nm. Trekkingräder um 1.500 € arbeiten meist mit 40 bis 65 Nm.
Entscheidend ist neben der Zahl die Bauform. Ein Mittelmotor sitzt am Tretlager und gibt seine Kraft über die Kette ab, dadurch nutzt er die Übersetzung der Schaltung mit. Schaltest Du am Berg herunter, wirkt der Motor mit derselben Untersetzung wie Deine Beine. Genau deshalb kommt ein Mittelmotor an Steigungen weiter als ein Nabenmotor mit vergleichbarer Nennleistung. Warum das so ist, erklärt der Ratgeber E-Bike mit Mittelmotor.
Im Alltag bedeutet das: Anstiege von acht bis zwölf Prozent fährst Du sitzend hoch, Anfahren am Berg mit Gepäck bleibt unkritisch, und auf welligen Landstraßen musst Du die Unterstützungsstufe seltener wechseln.
522 Wh und 60 km: die Kehrseite des starken Antriebs
Der Akku fasst 36 V bei 14,5 Ah, also 522 Wh, sitzt im Unterrohr und lässt sich entnehmen und abschließen. SAXONETTE gibt die Reichweite mit bis 60 km an, und dieser Wert verdient Beachtung: Er ist deutlich nüchterner als das, was Wettbewerber in dieser Klasse ausweisen.
Nachgerechnet ergibt die Angabe einen Verbrauch von rund 8,7 Wh pro Kilometer, und das ist ein alltagsnaher Wert. Auf flachem Asphalt in mittlerer Stufe kommst Du mit 10 bis 15 Wh/km auf 35 bis 52 km. Im hügeligen Gelände, mit Gepäck oder in der höchsten Stufe steigt der Verbrauch auf 18 bis 25 Wh/km, dann bleiben 21 bis 29 km. Ein kräftiger Motor zieht eben mehr, und 90 Nm wollen versorgt werden. Für Tagestouren über 60 km solltest Du die Strecke vorher im Reichweiten-Rechner durchspielen. Geladen wird in 5 bis 6 Stunden.
Achtung: die Reichweitenangabe im Amazon-Titel
Das Amazon-Listing bewirbt das Rad mit bis zu 120 km. Diese Zahl steht im Widerspruch zur Herstellerangabe von 60 km und hält einer Nachrechnung nicht stand: 120 km aus 522 Wh entsprächen einem Verbrauch von 4,35 Wh pro Kilometer, ein Wert, der selbst bei niedrigster Stufe und flachem Gelände kaum erreichbar ist.
Wir führen deshalb die Herstellerangabe. Wenn Du in Vergleichsportalen auf abweichende Reichweiten stößt, hilft die einfache Kontrollrechnung: Kapazität in Wattstunden geteilt durch einen realistischen Verbrauch von 10 bis 15 Wh pro Kilometer.
Shimano Deore mit 10 Gängen: Bandbreite für den Berg
Geschaltet wird über eine Shimano Deore mit zehn Gängen. Deore ist Shimanos erste ernstzunehmende MTB-Gruppe und sitzt oberhalb von Tourney, Altus und Acera. Sie schaltet unter Last präziser, das Schaltwerk ist stabiler gebaut, und Ersatzteile gibt es in jeder Werkstatt.
An einem Rad mit 90 Nm ist diese Wahl konsequent, denn der Antriebsstrang trägt hier mehr Last als an einem Nabenmotor-Rad. Zehn Ritzel ergeben eine feinere Abstufung als die verbreiteten sieben oder acht, was auf langen Anstiegen die passende Trittfrequenz leichter finden lässt. Kette und Ritzel verschleißen an einem kräftigen Mittelmotor allerdings schneller, ein Kettenwechsel steht je nach Fahrweise alle 2.000 bis 3.000 km an. Was das kostet, steht im Ratgeber E-Bike-Kette wechseln.
Shimano MT200: hydraulisch bremsen bei 29 kg
Verzögert wird über Shimano MT200, hydraulische Scheibenbremsen an beiden Rädern. Das ist der Standard-Einstieg in Shimanos Hydraulik-Programm und für dieses Rad die richtige Wahl.
Hydraulik braucht weniger Handkraft, hält den Druckpunkt konstant und muss nicht wie ein Seilzug regelmäßig nachgestellt werden. Weil die Bremsfläche die Scheibe ist, bleibt die Felge unbelastet. Bei 29 kg Radgewicht plus Fahrer und Gepäck kommen im Gefälle schnell 130 kg Systemgewicht zusammen, die verzögert werden wollen. Wann Beläge fällig werden und was der Wechsel kostet, steht im Ratgeber zu den Bremsbelag-Kosten.
Federgabel und Bereifung für gemischte Wege
Vorn arbeitet eine SR Suntour NEX-E25. Das E25 im Namen steht für die Freigabe an Pedelecs bis 25 km/h, die Gabel ist also für das höhere Gewicht und die Kräfte eines E-Bikes ausgelegt. SR Suntour ist ein etablierter Zulieferer, die NEX-Baureihe deckt den Trekking-Bereich ab.
Dazu kommen CST-Reifen in 28 x 2.0, also 50 mm Breite. Das ist breiter als die 37 bis 42 mm, die klassische Trekkingräder fahren, und bringt zusätzliche Eigenfederung. Bei moderatem Luftdruck übernimmt der Reifen einen Teil der Dämpfung, auf Waldwegen und Schotter bleibt genug Volumen für sicheren Grip. Damit taugt das Premium Sport für den typischen Trekking-Einsatz aus Asphalt, Radwegen und festen Naturwegen.
29 kg: das Gewicht ist der Preis
Mit 29 kg gehört das Premium Sport zu den schwereren Trekkingrädern. Vergleichbar ausgestattete Räder liegen bei 25 bis 27 kg, leichte Trekking-Pedelecs mit kleinerem Akku bei 22 bis 24 kg.
Solange der Motor mitläuft, spielt das kaum eine Rolle, im Gegenteil sorgt die Masse für ruhigen Geradeauslauf. Bemerkbar macht sie sich überall dort, wo der Motor nicht hilft: beim Anheben auf den Heckträger, beim Tragen in den Keller und beim Rangieren im Fahrradabteil der Bahn. Wer regelmäßig Treppen überwinden muss, sollte das vorher einkalkulieren. Wie sich die Gewichtsklassen einordnen, erklärt der Ratgeber E-Bike-Gewicht.
Rahmenformen und Größen: hier ist SAXONETTE ungewöhnlich breit aufgestellt
Anders als die meisten Räder dieser Preisklasse gibt es das Premium Sport in drei Rahmenformen: Diamant für die sportliche Sitzposition, Trapez als Kompromiss und Wave als Tiefeinsteiger. Der Diamantrahmen wird in 48 und 54 cm angeboten.
Diese Auswahl ist der praktische Vorteil gegenüber den vielen Einheitsgrößen-Rädern aus dem Onlinehandel: Du wählst Rahmenform und Größe nach Körpergröße und Beweglichkeit statt nach Verfügbarkeit. Welche Größe zu Dir passt, rechnet der Rahmengrößen-Rechner aus. Achte beim Kauf darauf, welche Ausführung im Warenkorb liegt, die Händler führen die Varianten unter eigenen Artikelnummern.
Widersprüche in den Datenblättern
Zwei Werte weichen zwischen den Quellen ab. Beim Gewicht nennt SAXONETTE 29 kg, die Amazon-Listung 28 kg. Die Differenz von einem Kilogramm ist im Alltag unerheblich, wir führen den Herstellerwert.
Wichtiger ist das zulässige Gesamtgewicht: SAXONETTE und der Fachhandel nennen 120 kg, die Amazon-Listung 130 kg. Bei 29 kg Eigengewicht bleiben damit entweder rund 91 kg oder rund 101 kg für Fahrer, Kleidung und Gepäck. Das ist für ein Trekkingrad knapp bemessen, und bei diesem Wert lohnt Genauigkeit, weil er Fahrsicherheit und Garantie betrifft. Plane mit dem niedrigeren Wert, und wenn Du in der Nähe der Grenze liegst, schau in den Ratgeber E-Bike für Übergewichtige.
Einordnung: was das Paket für den Preis wert ist
Für ca. 1.149,00 € bekommst Du ein Trekkingrad, dessen Antrieb und Schaltung deutlich über der Preisklasse liegen und dessen Akku dazu passt, ohne zu glänzen. Die Kombination aus 90 Nm, Deore-Schaltung und Shimano-Hydraulik findet sich sonst eher jenseits von 1.800 €. Bezahlt wird das mit 29 kg Gewicht und einer Reichweite, die für Tagestouren jenseits von 60 km eine Planung braucht. Wie sich das Rad einordnet, zeigen die Liste der besten E-Trekkingräder und die Übersicht E-Bikes zwischen 1.000 und 2.000 €.
Alternativen im Vergleich
Wie ordnet sich dieses Rad gegen die preislich nächstliegenden Modelle aus unseren Rezensionen ein? Die Kernwerte nebeneinander:
| Merkmal | ![]() | |||
|---|---|---|---|---|
| Bewertung | ||||
| Preis | – | – | ab 1.099,99 € | 1.099,00 € |
| Motor | SFM Mittelmotor, 250 W, max. 90 Nm | FISCHER Heckmotor, 50 Nm | 250 W Ananda-Heckmotor, Drehmoment nicht ausgewiesen | Nabenmotor im Hinterrad, 250 W (EU-Version), 65 Nm |
| Akku | 36 V, 14,5 Ah, 522 Wh, im Rahmen integriert, entnehmbar und abschließbar | 48 V, 9,8 Ah (459 Wh), entnehmbar | Greenway Lithium-Ionen, 36 V, 11,6 Ah (417,6 Wh), vollintegriert im Unterrohr, abnehmbar | 48 V, 15 Ah, 720 Wh, entnehmbar, ca. 3,95 kg |
| Reichweite | bis 60 km laut SAXONETTE | bis zu 120 km (je nach Modus) | bis zu 100 km | bis 90 km laut DUOTTS, 50 bis 60 km ohne Mittreten |
| Gewicht | 29 kg | 26 kg | 24 bis 25 kg (Händlerangaben abweichend) | 26,5 kg |
Stand: 11.10.2026, 20:16 Uhr MESZ | ggf. zzgl. Versand | Details | * Affiliate-Links: Für Käufe über diese Links erhalten wir eine Provision. Für Dich ändert sich am Preis nichts.
Fazit: Für wen lohnt sich das SAXONETTE Premium Sport?
Das Premium Sport passt zu Pendlern und Tourenfahrern im hügeligen Gelände, die einen kräftigen Mittelmotor suchen und dafür Gewicht in Kauf nehmen. Mit 90 Nm, Deore-Schaltung und Shimano-Hydraulik ist es für unter 1.200 € ungewöhnlich gut motorisiert und ausgestattet, und die Auswahl aus drei Rahmenformen und mehreren Größen findet man in dieser Klasse selten.
Wer lange Tagestouren ohne Nachladen plant, sein Rad häufig tragen oder auf den Heckträger heben muss oder nahe an der Zuladungsgrenze von 120 kg liegt, sollte weitersuchen. Dort setzen die 522 Wh, die 29 kg und das Systemgewicht die Grenzen. Wer den Schwerpunkt auf Stadtkomfort statt Motorkraft legt, findet ihn im SAXONETTE Comfort Plus 5.0 oder im schlichteren SAXONETTE Urbana.
Häufige Fragen
Einen SFM-Mittelmotor mit 250 W Nenndauerleistung und maximal 90 Nm Drehmoment, der bis 25 km/h unterstützt. Das ist mehr Drehmoment, als viele deutlich teurere Antriebe liefern, ein Bosch Performance Line CX kommt auf 85 Nm. Weil der Motor am Tretlager sitzt, nutzt er die Übersetzung der Schaltung mit und kommt dadurch an Steigungen weit.
SAXONETTE gibt bis 60 km an, das entspricht rund 8,7 Wh pro Kilometer und ist alltagsnah gerechnet. Auf flachem Asphalt in mittlerer Stufe kommst Du mit 10 bis 15 Wh/km auf 35 bis 52 km. Im Hügeligen, mit Gepäck oder in der höchsten Stufe steigt der Verbrauch auf 18 bis 25 Wh/km, dann bleiben 21 bis 29 km.
Diese Zahl steht im Widerspruch zur Herstellerangabe von 60 km. 120 km aus 522 Wh entsprächen einem Verbrauch von 4,35 Wh pro Kilometer, ein Wert, der auch in der niedrigsten Stufe kaum erreichbar ist. Verlässlich ist die Herstellerangabe.
SAXONETTE bietet drei Rahmenformen an: Diamant, Trapez und Wave als Tiefeinsteiger. Der Diamantrahmen wird in 48 und 54 cm geführt. Diese Auswahl ist in dieser Preisklasse ungewöhnlich, viele Wettbewerber verkaufen nur eine Einheitsgröße.
SAXONETTE gibt 29 kg an, die Amazon-Listung nennt 28 kg. Wir führen den Herstellerwert. Beim Fahren mit eingeschaltetem Motor fällt das Gewicht kaum auf, beim Tragen in den Keller oder beim Verladen auf den Heckträger dagegen deutlich.
Hier widersprechen sich die Quellen: SAXONETTE und der Fachhandel nennen 120 kg zulässiges Gesamtgewicht, die Amazon-Listung 130 kg. Bei 29 kg Eigengewicht bleiben damit rund 91 kg oder rund 101 kg für Fahrer und Gepäck. Plane sicherheitshalber mit dem niedrigeren Wert.
Laut Hersteller 5 bis 6 Stunden für eine volle Ladung der 522 Wh. Der Akku sitzt im Unterrohr, lässt sich entnehmen und abschließen und kann damit getrennt vom Rad in der Wohnung geladen werden.
Für feste Naturwege, Schotter und Radwege ja. Die SR Suntour NEX-E25 Federgabel und die 50 mm breite CST-Bereifung nehmen Unebenheiten die Spitze, der Mittelmotor hat genug Kraft für Anstiege. Für Wurzeltrails und ruppige Abfahrten fehlen Federweg und Reifengrip eines Mountainbikes.



