TELEFUNKEN Urban UH210 E-Bike
Urban-Pedelec mit Heckmotor, hydraulischen Scheibenbremsen und 417,6-Wh-Akku im Rahmen
- Hydraulische Scheibenbremsen statt Felgenbremsen
- Hinterradmotor mit 250 W, Antrieb schiebt statt zu ziehen
- 417,6-Wh-Akku von Phylion, vollständig im Rahmen integriert
- Shimano 7-Gang-Kettenschaltung und LCD-Display
- Trapezrahmen mit 48 cm, StVZO-Ausstattung ab Werk
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Technische Daten
- Typ
- Urban-E-Bike (Pedelec bis 25 km/h)
- Modellnummer
- UH210
- Motor
- 250 W Hinterrad-Nabenmotor, 36 V
- Akku
- 36 V, 11,6 Ah (417,6 Wh), Phylion, im Rahmen integriert
- Reichweite
- bis zu 100 km
- Gewicht
- 26 kg
- Schaltung
- Shimano, 7-Gang-Kettenschaltung
- Bremsen
- Hydraulische Scheibenbremsen vorn und hinten
- Federung
- ungefedert
- Laufräder
- 28 Zoll
- Display
- LCD, verstellbar, mit Geschwindigkeit, Strecke und Ladezustand
- Beleuchtung
- StVZO-konform, LED, dazu Reflexbereifung
- Rahmen
- Aluminium, Trapez, RH 48 cm
- Farbe
- Seidengrau (Herrenrahmen in Granitgrau)
- Zul. Zuladung
- 125 kg
- Ausstattung
- Gepäckträger, Schutzbleche, Seitenständer, Klingel
- Montagegrad
- zu 98 % vormontiert geliefert
- Herkunftsland
- Tschechien
- UVP
- 1.699,90 €
Angaben laut Hersteller/Händler – Stand der Veröffentlichung, im Zweifel auf der Produktseite prüfen.
Unsere Rezension
Das TELEFUNKEN UH210 ist ein Urban-Pedelec mit klarer Ausrichtung auf die Stadt: Hinterradmotor, hydraulische Scheibenbremsen und ein 417,6-Wh-Akku, der komplett im Rahmen verschwindet. Telefunken verzichtet auf Federung und setzt auf einen aufgeräumten Trapezrahmen. Diese Rezension ordnet ein, wo die Stärken liegen und warum der Akku die knappste Zahl am Rad ist.
Spricht dafür
- Hydraulische Scheibenbremsen, in dieser Preisklasse noch keine Selbstverständlichkeit
- Heckmotor schiebt aus dem Hinterrad, dadurch bessere Traktion als ein Frontantrieb
- Akku vollständig im Rahmen integriert, das Rad sieht kaum nach E-Bike aus
- Komplette StVZO-Ausstattung mit Licht, Gepäckträger, Schutzblechen und Reflexbereifung
- 125 kg zulässige Zuladung
Spricht dagegen
- 417,6 Wh sind für diese Preisklasse wenig, Wettbewerber liefern 500 Wh und mehr
- Ungefedert, Komfort kommt allein aus Reifen und Sattel
- 26 kg, damit eher schwer für ein Rad ohne Federgabel
- Kettenschaltung braucht im Winterbetrieb mehr Pflege als eine gekapselte Nabe
Das TELEFUNKEN UH210 im Detail
Heckmotor statt Frontmotor: der Unterschied im Antritt
Der Motor sitzt in der Hinterradnabe und leistet 250 W bei 36 V. Gegenüber dem Frontantrieb, den Telefunken in der Multitalent-Reihe verbaut, hat diese Position einen handfesten Vorteil: Das Hinterrad trägt beim Fahren mehr Gewicht, weil dort der Fahrer sitzt. Die Kraft kommt dadurch besser auf die Straße, und beim Anfahren auf nassem Kopfsteinpflaster oder Laub dreht das Rad seltener durch.
Der zweite Unterschied betrifft das Fahrgefühl. Ein Heckmotor schiebt aus dem Rad heraus, was viele Fahrer als natürlicher empfinden als das Ziehen am Vorderrad. Nachteile bleiben: Ein Radausbau hinten ist umständlicher, weil Motorkabel und Schaltung im Weg sind. Welche Bauform zu welchem Einsatz passt, ordnet der Ratgeber E-Bike mit Nabenmotor ein. Ein Drehmoment weist Telefunken für den UH210-Antrieb nicht aus, die Händlerlistungen nennen übereinstimmend einen Drehmomentsensor.
417,6 Wh: die knappste Zahl am Rad
Der Akku stammt von Phylion, fasst 36 V bei 11,6 Ah, also 417,6 Wh, und ist vollständig im Unterrohr integriert. Optisch ist das der Grund, warum das UH210 auf den ersten Blick kaum als E-Bike zu erkennen ist. Rechnerisch ist es der schwächste Punkt, denn Räder dieser Preisklasse liefern inzwischen häufig 500 bis 600 Wh.
Telefunken nennt bis zu 100 km. Dieser Wert entsteht in niedrigster Unterstützungsstufe auf ebener Strecke. Realistisch liegt der Verbrauch eines 26 kg schweren Stadtrads bei 9 bis 13 Wh pro Kilometer, daraus werden 32 bis 46 km. Bei täglich 15 km Arbeitsweg lädst Du also etwa zweimal pro Woche. Für Pendelstrecken reicht das, für Tagestouren über 60 km planst Du eine Ladepause oder wählst ein Rad mit größerem Akku. Der Reichweiten-Rechner rechnet Deine Strecke durch.
Hydraulische Scheibenbremsen: der stärkste Ausstattungspunkt
Gebremst wird vorn und hinten hydraulisch mit Scheiben. Das ist der Punkt, an dem sich das UH210 von den meisten Rädern in dieser Preisklasse absetzt, denn dort dominieren noch V-Brakes oder mechanische Scheibenbremsen.
Der Unterschied zeigt sich bei Nässe und Beladung. Hydraulische Systeme brauchen weniger Handkraft, dosieren feiner und verlieren im Regen kaum Bremsleistung, weil die Scheibe schneller trocken läuft als eine Felge. Bei einem Rad mit 26 kg plus Fahrer und Gepäck fällt dieser Unterschied bei jeder nassen Abfahrt ins Gewicht. Der Wartungsaufwand hält sich in Grenzen: Beläge tauschen, alle ein bis zwei Jahre entlüften lassen.
Shimano 7-Gang-Kettenschaltung: bewusst einfach gehalten
Geschaltet wird über eine Shimano-Kettenschaltung mit sieben Gängen. Gegenüber der Nabenschaltung in den Multitalent-Modellen bringt das zwei Vorteile: geringeres Gewicht am Hinterrad und einen etwas besseren Wirkungsgrad. Dazu ist die Reparatur günstig, weil Schaltwerk und Kassette überall erhältlich sind.
Der Preis dafür ist mehr Pflege. Die Kette liegt offen, sammelt im Winter Streusalz und braucht regelmäßig Öl. Und geschaltet wird nur bei drehender Kurbel, das Herunterschalten im Stand an der Ampel entfällt. Wer im Stadtverkehr viel anhält, gewöhnt sich an, vor dem Bremsen zurückzuschalten.
Ungefedert: Komfort kommt aus Reifen und Sattel
Das UH210 hat keine Federgabel. Das ist bei Urban-Rädern eine bewusste Entscheidung: Eine einfache Stahlfedergabel wiegt rund 1,5 kg mehr, schluckt Tretkraft und bringt auf Asphalt wenig. Auf glatten Straßen und Radwegen fährt sich ein starrer Rahmen direkter und effizienter.
Auf Kopfsteinpflaster und ausgefahrenen Radwegen spürst Du die Schläge dafür deutlicher. Zwei Stellschrauben helfen: etwas weniger Luftdruck in den 28-Zoll-Reifen und eine gefederte Sattelstütze für 30 bis 60 €, die den größten Teil der Stöße vom Sitz fernhält. Wer täglich über grobes Pflaster fährt, sollte gleich zu einem Rad mit Federgabel greifen.
26 kg und was das im Alltag heißt
Mit 26 kg ist das UH210 kein Leichtgewicht, gerade weil eine Federgabel fehlt. Beim Fahren merkst Du das kaum, da der Motor die Masse trägt. Beim Treppentragen, beim Anheben in den Fahrradkeller oder beim Verladen auf den Heckträger wird es dagegen deutlich.
Zwei praktische Hinweise: Der Akku ist im Rahmen integriert und entnehmbar, das spart beim Tragen rund 2,5 kg. Und bei Fahrradträgern lohnt der Blick ins Datenblatt, denn viele Modelle sind pro Schiene auf 20 bis 25 kg begrenzt. Die Einordnung der Gewichtsklassen liefert der Ratgeber E-Bike-Gewicht.
UVP, Straßenpreis und die Frage nach dem richtigen Kaufweg
Telefunken weist eine UVP von 1.699,90 € aus. Bei Amazon liegt das Rad bei ca. 1.299,99 € (zuletzt gelisteter Preis), bei Lidl derzeit darunter. Der reale Marktpreis liegt also spürbar unter der Empfehlung des Herstellers, ein Muster, das sich durch fast alle Telefunken-Modelle zieht. Messe Angebote deshalb am Straßenpreis der letzten Wochen.
Zwischen den Farbvarianten gibt es kaum technische Unterschiede: Das seidengraue Rad hat einen Trapezrahmen mit tieferem Einstieg, die granitgraue Ausführung ist der Herrenrahmen. Beide teilen Motor, Akku, Bremsen und Schaltung.
Einordnung im Telefunken-Urban-Programm
Die Urban-Reihe staffelt sich klar: Das UH200 ist die Basis, das UH210 ergänzt hydraulische Scheibenbremsen, und das UH220 setzt oben mit Riemenantrieb und 2-Gang-Automatikschaltung auf, die den Wartungsaufwand weiter senkt.
Wer ein wartungsarmes Stadtrad mit sauberer Optik sucht und mit rund 35 bis 45 km Reichweite auskommt, ist beim UH210 gut aufgehoben. Wer mehr Akku will, findet ihn eine Klasse tiefer im Multitalent RC657 mit 468 Wh, dort allerdings mit V-Brakes und Frontmotor. Alle Modelle stehen auf der Telefunken-Herstellerseite, die Klasseneinordnung liefert die Liste der besten Urban-E-Bikes.
Alternativen im Vergleich
Wie ordnet sich dieses Rad gegen die preislich nächstliegenden Modelle aus unseren Rezensionen ein? Die Kernwerte nebeneinander:
| Merkmal | ![]() | |||
|---|---|---|---|---|
| Preis | ca. 1.299,99 € | ca. 1.299,00 € | ca. 1.326,12 € | ca. 1.199,99 € |
| Motor | 250 W Hinterrad-Nabenmotor, 36 V | 250 W MIVICE M070 Hinterrad-Nabenmotor, 40 Nm | AEG Comfort Drive Mittelmotor, 36 V, 250 W, 70 Nm | 250 W Heck-Nabenmotor, 36 V, Drehmoment nicht ausgewiesen |
| Akku | 36 V, 11,6 Ah (417,6 Wh), Phylion, im Rahmen integriert | 36 V, 10 Ah (360 Wh), Samsung-Zellen, herausnehmbar | 36 V, 10 Ah (360 Wh), im Unterrohr integriert | Phylion, 36 V, 13,2 Ah (475,2 Wh), im Unterrohr integriert, entnehmbar |
| Reichweite | bis zu 100 km | bis zu 100 km (Stufe 1) | bis zu 110 km (Herstellerangabe) | bis zu 100 km |
| Gewicht | 26 kg | 15,6 kg (N1 Air), 16,4 kg (N1 Air ST) | ca. 28,6 kg | 26 bis 30 kg (Händlerangaben abweichend) |
| Bewertung | 3,8 / 5 | 3,9 / 5 | 4,0 / 5 | 3,7 / 5 |
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Fazit: Für wen lohnt sich das TELEFUNKEN UH210?
Das UH210 ist ein aufgeräumtes Stadtrad mit der besten Bremsanlage seiner Preisklasse. Hydraulische Scheibenbremsen, ein Heckmotor mit guter Traktion und ein vollständig integrierter Akku ergeben ein Rad, das im Stadtverkehr sicher und unauffällig funktioniert. Die komplette StVZO-Ausstattung ab Werk macht es ab dem ersten Tag alltagstauglich.
Der Haken ist der Akku: 417,6 Wh sind für ca. 1.299,99 € wenig, realistisch sind 32 bis 46 km pro Ladung. Für Pendelstrecken bis etwa 15 km je Richtung passt das gut. Wer längere Touren plant oder ungern zweimal pro Woche lädt, bekommt für dasselbe Geld anderswo deutlich mehr Kapazität, dann allerdings meist mit einfacheren Bremsen.
Häufige Fragen
Er hat 36 Volt und 11,6 Amperestunden, also 417,6 Wattstunden, und stammt von Phylion. Der Akku sitzt vollständig im Unterrohr und ist entnehmbar. Für die Preisklasse ist die Kapazität eher knapp bemessen, viele Wettbewerber liefern 500 Wh und mehr.
Telefunken nennt bis zu 100 km, das ist ein Bestwert in niedrigster Unterstützungsstufe. Realistisch liegt der Verbrauch bei 9 bis 13 Wh pro Kilometer, daraus werden 32 bis 46 km pro Ladung. Bei täglich 15 km Arbeitsweg lädst Du also rund zweimal pro Woche.
Ja, vorn und hinten arbeiten hydraulische Scheibenbremsen. Das ist in dieser Preisklasse ein deutlicher Vorteil, weil sie weniger Handkraft brauchen, feiner dosierbar sind und bei Nässe kaum Bremsleistung verlieren. Bei 26 kg Rad plus Fahrer ist das echte Sicherheitsreserve.
In der Hinterradnabe. Weil das Hinterrad beim Fahren mehr Gewicht trägt, kommt die Kraft besser auf die Straße als beim Frontantrieb, und das Rad dreht beim Anfahren auf nassem Untergrund seltener durch. Ein Drehmomentwert wird für diesen Antrieb nicht ausgewiesen.
Nein, das Rad ist ungefedert. Auf Asphalt fährt es sich dadurch direkter und effizienter, auf Kopfsteinpflaster spürst Du die Schläge deutlicher. Etwas weniger Luftdruck in den 28-Zoll-Reifen und eine gefederte Sattelstütze für 30 bis 60 € gleichen das zum großen Teil aus.
Das UH220 ist die höhere Ausbaustufe mit Riemenantrieb und 2-Gang-Automatikschaltung, die ohne Kettenpflege auskommt und selbstständig schaltet. Das UH210 fährt mit Shimano 7-Gang-Kettenschaltung. Bremsen und Grundkonzept mit Heckmotor sind bei beiden Rädern gleich.
Der Trapezrahmen mit 48 cm deckt üblicherweise etwa 160 bis 185 cm ab. Der tiefe Einstieg erlaubt eine große Spanne, entscheidend ist die Sattelhöhe. Prüfe vor dem Kauf, ob Du im Sitzen mit dem Fußballen sicher den Boden erreichst.
Rund 26 kg. Beim Fahren fällt das kaum auf, weil der Motor die Masse trägt. Beim Treppentragen oder Verladen auf den Fahrradträger schon: Nimm dann den Akku heraus, das spart etwa 2,5 kg. Prüfe außerdem die Traglast pro Schiene an Deinem Heckträger.
Ja. Mit 250 W Nenndauerleistung und Unterstützung bis 25 km/h gilt es als Pedelec und damit rechtlich als Fahrrad. Beleuchtung, Reflektoren und Klingel sind nach StVZO ab Werk montiert, Du kannst also direkt losfahren.



