TTGO E-SUVO E-Bike
27,5-Zoll-Trekkingrad mit Tiefeinstieg, 720-Wh-Akku, Heckmotor mit 70 Nm, Drehmomentsensor und hydraulischen Scheibenbremsen
- 70 Nm Drehmoment und ein Drehmomentsensor, beides ist unter 1.000 € selten
- 720-Wh-Akku, abnehmbar, laut TTGO in rund 5 Stunden voll
- Hydraulische Scheibenbremsen ab Werk
- Federgabel mit Lockout, für Asphaltetappen sperrbar
- 27,5 x 2,4 Zoll Bereifung und Tiefeinstieg, Sitzhöhe 87 bis 106 cm
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Technische Daten
- Motor
- Heckmotor, bürstenlos, 250 W Nenndauerleistung, 48 V
- Drehmoment
- 70 Nm
- Sensorik
- Drehmomentsensor
- Akku
- 48 V / 15 Ah, 720 Wh, abnehmbar
- Ladegerät
- 54,6 V / 3 A
- Ladezeit
- rund 5 Stunden
- Reichweite
- bis 120 km
- Höchstgeschwindigkeit
- 25 km/h
- Unterstützungsstufen
- 5
- Schaltung
- Shimano 7-Gang Kettenschaltung
- Bremsen
- Hydraulische Scheibenbremsen
- Federung
- Federgabel mit Lockout
- Laufräder
- 27,5 Zoll
- Bereifung
- 27,5 x 2,4 Zoll
- Rahmen
- Aluminium, Tiefeinstieg
- Gabel
- Aluminium
- Display
- LCD-Farbdisplay
- Beleuchtung
- LED-Scheinwerfer und Rücklicht, beide mit E-Prüfzeichen
- Gewicht
- 29 kg
- Zuladung
- 125 kg
- Körpergröße
- 160 bis 195 cm
- Sitzhöhe
- 87 bis 106 cm
- Radstand
- 122 cm
- Gesamtlänge
- 192 cm
- Garantie
- 1 Jahr
Angaben laut Hersteller/Händler – Stand der Veröffentlichung, im Zweifel auf der Produktseite prüfen.
Unsere Rezension
Das TTGO E-SUVO ist ein 27,5-Zoll-Rad mit tiefem Einstieg, das zwei Bauteile mitbringt, die unter 1.000 € normalerweise fehlen: einen Drehmomentsensor und hydraulische Scheibenbremsen. Dazu kommen 70 Nm Drehmoment und ein 720-Wh-Akku.
Damit zielt TTGO auf Leute, die täglich pendeln und am Wochenende auch mal 60 km am Stück fahren. Grundlage der Einordnung sind das TTGO-Datenblatt, die Amazon-Listung und der Vergleich innerhalb der Preisklasse.
Spricht dafür
- Drehmomentsensor: die Unterstützung folgt Deinem Pedaldruck und endet mit ihm
- 70 Nm sind für einen Heckmotor in dieser Preisklasse ein hoher Wert
- 720 Wh Akkukapazität, deutlich über dem Klassenschnitt von 500 bis 600 Wh
- Hydraulische Scheibenbremsen, an 29 kg Radgewicht der passende Bremstyp
- Federgabel mit Lockout, auf Asphalt sperrbar
- Ladezeit von rund 5 Stunden dank 3-A-Ladegerät
Spricht dagegen
- Die Amazon-Listung führt eine Vollfederung, das TTGO-Datenblatt nennt allein die Federgabel
- 29 kg Gesamtgewicht, beim Tragen und Verladen deutlich spürbar
- Sieben Gänge sind an 27,5 Zoll und 29 kg eine knappe Bandbreite
- TTGO nennt weder Gepäckträger-Zuladung noch Federweg der Gabel
Das TTGO E-SUVO im Detail
Drehmomentsensor und 70 Nm: der Antrieb ist das Argument
Im Hinterrad sitzt ein bürstenloser Heckmotor mit 250 W Nenndauerleistung an 48 V, den TTGO mit 70 Nm angibt. Gesteuert wird er über einen Drehmomentsensor.
Diese Kombination ist der eigentliche Grund, sich das Rad anzusehen. Unter 1.000 € arbeitet fast durchgängig ein Trittfrequenzsensor, der nur zählt, ob sich die Kurbel dreht, und dann eine feste Leistung abruft. Der Drehmomentsensor misst dagegen Deinen Pedaldruck und gibt die Motorleistung proportional dazu ab. Im Stadtverkehr merkst Du das an jeder Ampel: Die Kraft setzt mit Deinem Tritt ein und endet mit ihm, ohne Nachlauf beim Ausrollen. Die 70 Nm sorgen dafür, dass auch am Berg genug Reserve bleibt. Wie die Technik im Detail arbeitet, erklärt der Ratgeber Drehmomentsensor am E-Bike.
720 Wh und die Reichweite, die im Alltag übrig bleibt
Der Akku misst 48 V und 15 Ah, also 720 Wh, und lässt sich zum Laden entnehmen. TTGO nennt bis zu 120 km Reichweite.
Diese 120 km entstehen in der sparsamsten der fünf Stufen auf flacher Strecke, das entspricht einem Verbrauch von 6 Wh pro Kilometer. Ein 29-kg-Rad mit 70-Nm-Heckmotor liegt im gemischten Alltag eher bei 10 bis 15 Wh pro Kilometer. Daraus werden 48 bis 72 km pro Ladung. Sparsam gefahren sind 90 bis 110 km erreichbar, mit voller Unterstützung, Gepäck und Gegenwind bleiben rund 40 km. Selbst die untere Zahl deckt einen 20-km-Arbeitsweg hin und zurück ab, ohne dass Du im Büro laden musst. Deine eigene Strecke rechnet der Reichweiten-Rechner durch.
Fünf Stunden Ladezeit: der Vorteil des 3-A-Netzteils
TTGO liefert ein Ladegerät mit 54,6 V und 3 A und gibt die Ladezeit mit rund 5 Stunden an.
Das ist bemerkenswert, weil in dieser Preisklasse üblicherweise 2-A-Netzteile beiliegen. Ein 720-Wh-Akku braucht daran 7 bis 9 Stunden. Der Unterschied entscheidet darüber, ob Du am Feierabend noch einmal volltanken kannst, bevor Du abends losfährst. Praktisch heißt das: Zwei Stunden am Nachmittag bringen rund 400 Wh zurück in den Akku, das reicht für die nächste Runde. Wie Du den Akku dabei schonend behandelst, steht im Ratgeber E-Bike richtig aufladen.
Hydraulische Bremsen an 29 kg
Verzögert wird über hydraulische Scheibenbremsen. Das ist an diesem Rad eine Notwendigkeit.
Rechne nach: 29 kg Rad plus 80 kg Fahrer plus Gepäck ergeben schnell 115 kg, die bei 25 km/h zum Stehen kommen müssen. Eine mechanische Scheibenbremse schafft das auch, verlangt aber deutlich mehr Handkraft und lässt bei Nässe oder langen Gefällstrecken früher nach. Die Hydraulikanlage dosiert feiner und braucht weniger Fingerdruck, was auf dem Heimweg mit vollen Einkaufstaschen den Unterschied macht. Nachgestellt werden muss sie seltener, dafür steht alle ein bis zwei Jahre ein Entlüften an.
Die Federung: hier widersprechen sich die Quellen
An diesem Punkt gehen die Angaben auseinander. Die Amazon-Listung führt unter Federungstyp eine Vollfederung und beschreibt im Fließtext eine Hinterradfederung. Das TTGO-Datenblatt nennt an derselben Stelle allein eine sperrbare Federgabel und führt keinen Dämpfer im Hinterbau.
In der Specs-Tabelle steht deshalb allein die Federgabel. Für Dich heißt das: Rechne mit Federung vorn, und lass Dir eine Hinterbaufederung vor dem Kauf bestätigen, falls sie Dir wichtig ist. Häufig steckt hinter solchen Angaben eine gefederte Sattelstütze, die im Marketing als Hinterradfederung auftaucht. Den Federweg der Gabel weist TTGO ebenfalls nicht aus, üblich sind in dieser Klasse 45 bis 80 mm. Der Lockout ist immerhin belegt: Auf glattem Asphalt sperrst Du die Gabel und verlierst keine Tretenergie mehr im Einfedern.
27,5 x 2,4 Zoll: die Laufradgröße als Kompromiss
Gerollt wird auf 27,5 Zoll mit 2,4 Zoll Reifenbreite. Beide Werte sind eine bewusste Wahl zwischen den Extremen.
27,5 Zoll laufen über Kanten und Wurzeln ruhiger als 26 Zoll und lassen sich zugleich handlicher um Ecken zirkeln als 28 Zoll. Die 2,4 Zoll Breite sind der wichtigere Komfortfaktor: Mit rund 61 mm Reifenbreite fährst Du mit weniger Luftdruck, und der schluckt feine Vibrationen besser als jede Federgabel. Auf Kopfsteinpflaster, Schotterwegen und aufgebrochenen Radwegen merkst Du das sofort. Bezahlt wird der Komfort mit etwas mehr Rollwiderstand, was der 70-Nm-Motor ausgleicht.
Tiefeinstieg, Sitzhöhe und Passform
Der Rahmen ist aus Aluminium mit tiefem Einstieg. TTGO gibt eine Körpergröße von 160 bis 195 cm an und nennt eine Sitzhöhe von 87 bis 106 cm.
Diese Spanne von 19 cm ist großzügig und macht das Rad zu einem Kandidaten für Haushalte, in denen zwei Personen unterschiedlicher Größe dasselbe Rad fahren. Der tiefe Einstieg erspart das Bein über den Sattel, was mit Rock, Mantel oder steifem Rücken zählt. Weitere Maße nennt TTGO ebenfalls: 192 cm Gesamtlänge, 122 cm Radstand und 67 cm Lenkerbreite. Der lange Radstand erklärt, warum das Rad geradeaus ruhig läuft. Zur Rahmenwahl allgemein hilft der Rahmengrößen-Rechner.
29 kg: wo das Gewicht wirklich zählt
TTGO und die Amazon-Listung nennen übereinstimmend 29 kg. Die Zuladung liegt bei 125 kg.
Beim Fahren fällt die Masse kaum auf, weil der Motor sie trägt und ein schweres Rad ruhig liegt. Sie zählt an drei Stellen: beim Anheben über eine Bordsteinkante, beim Tragen in den Keller und beim Verladen auf einen Heckträger. Wer täglich zwei Etagen tragen muss, sollte leichter kaufen. Bei 125 kg Zuladung bleiben nach Abzug des Radgewichts rund 96 kg für Fahrer, Kleidung und Gepäck. Wo dieses Rad im Marktvergleich steht, ordnet der Ratgeber E-Bike-Gewicht ein.
Was TTGO offen lässt
Drei Angaben fehlen im Datenblatt. Der Federweg der Gabel ist nicht beziffert, die Zuladung des Gepäckträgers ebenfalls nicht, und zum Rahmengewicht ohne Akku gibt es keine Zahl.
Praktisch relevant ist vor allem der Gepäckträger: Wer Kindersitz oder schwere Packtaschen plant, braucht die freigegebene Last. Die Geometrie-Tabelle nennt immerhin eine Gepäckträgerhöhe von 77,5 cm, ein Träger ist also verbaut. Üblich sind in dieser Klasse 25 kg, verlassen solltest Du Dich darauf ohne Bestätigung nicht. Was ein Gepäckträger am E-Bike leisten muss, steht im Ratgeber E-Bike-Gepäckträger.
Einordnung: gegen die Klasse und gegen das eigene Haus
Für ca. 1.059,00 € bekommst Du hier ein Paket, das in dieser Preisklasse ungewöhnlich vollständig ist. Drehmomentsensor, 70 Nm, 720 Wh und Hydraulikbremsen treffen sonst eher ab 1.400 € zusammen.
Im eigenen Sortiment steht das TTGO C7 SE darüber: 28 Zoll, Bafang-M210-Mittelmotor mit 75 Nm und Shimano-9-Gang für rund 300 € mehr. Der Mittelmotor bringt den Schwerpunkt tiefer und mittiger, was auf Schotter und am Berg spürbar ist. Wer überwiegend Asphalt und leichte Wege fährt, spart das Geld beim E-SUVO ohne echten Verlust. Wo das Rad in der Klasse rangiert, zeigen die Listen beste E-Trekkingbikes und E-Bikes unter 1.000 €. Weitere Modelle stehen auf der TTGO-Herstellerseite.
Alternativen im Vergleich
Wie ordnet sich dieses Rad gegen die preislich nächstliegenden Modelle aus unseren Rezensionen ein? Die Kernwerte nebeneinander:
| Merkmal | TTGO E-SUVO E-Bike*diese Seite | |||
|---|---|---|---|---|
| Preis | ca. 1.059,00 € | ca. 1.047,25 € | ca. 1.099,00 € | ca. 1.099,00 € |
| Motor | Heckmotor, bürstenlos, 250 W Nenndauerleistung, 48 V | FISCHER Drive Heckmotor, 36 V, 250 W, 50 Nm | Nabenmotor im Hinterrad, 250 W (EU-Version), 65 Nm | Vinka RH30 Heckmotor, 250 W, 36 V |
| Akku | 48 V / 15 Ah, 720 Wh, abnehmbar | 474 Wh (36 V) Lithium-Ionen, vollintegriert, nach unten entnehmbar und abschließbar | 48 V, 15 Ah, 720 Wh, entnehmbar, ca. 3,95 kg | 36 V, 14,7 Ah, 529,2 Wh, Samsung Lithium-Ionen |
| Reichweite | bis 120 km | bis zu 125 km | bis 90 km laut DUOTTS, 50 bis 60 km ohne Mittreten | bis 110 km laut GRUNDIG |
| Gewicht | 29 kg | 27,5 kg | 26,5 kg | 25 kg |
| Bewertung | 4,2 / 5 | 3,8 / 5 | 4,1 / 5 | 3,7 / 5 |
Mit * markierte Links sind Affiliate-Links: Kaufst Du darüber, erhalten wir ggf. eine Provision, für Dich ändert sich der Preis dadurch nicht. Preise als Richtwert, Angaben laut Hersteller/Händler. Über „Zur Rezension" kommst Du zu unserer ausführlichen Einordnung des jeweiligen Modells.
Fazit: Für wen lohnt sich das TTGO E-SUVO?
Das TTGO E-SUVO ist ein Pendlerrad für Leute, denen das Fahrgefühl wichtiger ist als die Marke auf dem Rahmen. Drehmomentsensor und hydraulische Bremsen sind unter 1.000 € die Ausnahme, und zusammen mit 720 Wh und 70 Nm ergibt das für ca. 1.059,00 € ein Paket, das seinen Preis rechtfertigt. Der 27,5-Zoll-Tiefeinstieg mit 2,4 Zoll breiten Reifen passt zu gemischten Strecken aus Stadtasphalt, Radweg und Schotter.
Zwei Punkte solltest Du vorher klären. Die Federung ist allein als Gabel belegt, die bei Amazon genannte Vollfederung taucht im Herstellerdatenblatt nicht auf. Und 29 kg sind viel, wenn das Rad regelmäßig eine Treppe hoch muss. Für einen ebenerdigen Stellplatz und tägliche Strecken zwischen 10 und 40 km bleibt es eines der stimmigsten Angebote seiner Klasse.
Häufige Fragen
Ja. TTGO führt den Drehmomentsensor im Datenblatt, und auch die Amazon-Listung nennt ihn. Er misst Deinen Pedaldruck und gibt die Motorleistung proportional dazu ab. In der Preisklasse unter 1.000 € ist das ungewöhnlich, dort arbeitet meist ein Trittfrequenzsensor, der allein die Kurbeldrehung erkennt.
TTGO nennt bis zu 120 km. Realistisch sind 48 bis 72 km bei gemischter Nutzung, sparsam gefahren 90 bis 110 km und mit voller Unterstützung gegen den Wind rund 40 km. Der Akku fasst 720 Wh bei 48 V und 15 Ah und lässt sich zum Laden entnehmen.
Die Quellen widersprechen sich. Die Amazon-Listung führt eine Vollfederung samt Hinterradfederung, das TTGO-Datenblatt nennt allein eine sperrbare Federgabel und keinen Dämpfer im Hinterbau. Wir gehen deshalb von Federung vorn aus. Lass Dir eine Hinterbaufederung vor dem Kauf bestätigen, falls sie für Dich kaufentscheidend ist.
Rund 5 Stunden von leer auf voll. Möglich macht das ein Ladegerät mit 54,6 V und 3 A, das TTGO mitliefert. In dieser Preisklasse liegen sonst häufig 2-A-Netzteile bei, an denen ein 720-Wh-Akku 7 bis 9 Stunden braucht.
TTGO und die Amazon-Listung nennen übereinstimmend 29 kg. Für ein 27,5-Zoll-Rad mit 720-Wh-Akku ist das im Rahmen, ein vergleichbares Rad mit 500 Wh liegt bei 25 bis 27 kg. Beim Fahren trägt der Motor die Masse, beim Tragen in den Keller trägst Du sie.
TTGO gibt 160 bis 195 cm an und nennt eine Sitzhöhe von 87 bis 106 cm. Diese Spanne ist großzügig genug, dass sich zwei Personen unterschiedlicher Größe ein Rad teilen können. Angepasst wird über die Sattelstütze.
Hydraulische Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterrad. Sie dosieren feiner und brauchen weniger Handkraft als mechanische Scheibenbremsen, was bei 29 kg Radgewicht plus Gepäck spürbar ist. Dafür steht alle ein bis zwei Jahre ein Entlüften an.
Eine Shimano-Kettenschaltung mit sieben Gängen, dazu fünf Unterstützungsstufen am Motor. An 27,5 Zoll und 29 kg ist die Bandbreite von sieben Gängen an längeren Steigungen knapp, für Stadt und flaches Umland reicht sie aus.
Ja. Der Motor leistet 250 W Nenndauerleistung, und die Unterstützung endet bei 25 km/h. Damit gilt das Rad als Pedelec und braucht weder Versicherungskennzeichen noch Führerschein. Scheinwerfer und Rücklicht tragen laut Datenblatt ein E-Prüfzeichen.
Die Zuladung liegt bei 125 kg und umfasst Fahrer, Kleidung und Gepäck. Bei 29 kg Eigengewicht bleiben davon rund 96 kg. Die zulässige Last des Gepäckträgers weist TTGO getrennt nicht aus, hier lohnt eine Nachfrage beim Händler, bevor Du Kindersitz oder schwere Packtaschen planst.


