VARUN

VARUN M27-1 E-Bike

Günstiges 27,5-Zoll-E-Mountainbike mit abnehmbarem 48-V-Akku

3,9 /5 · datenbasierte Einordnung
  • Abnehmbarer 48-V-Akku (624 Wh), bequem an jeder Steckdose laden
  • 250-W-Motor (55 Nm), bis zu 120 km Reichweite (Herstellerangabe)
  • 21-Gang-Kettenschaltung & LCD-Display
  • 27,5-Zoll-Laufräder, Federgabel & Scheibenbremsen
  1. Amazon
    799,00 €
    Zum Shop*

Stand: 11.10.2026, 20:16 Uhr MESZ | ggf. zzgl. Versand | Details

* Affiliate-Link: Für Käufe über diesen Link erhalten wir eine Provision. Für Dich ändert sich am Preis nichts.

Technische Daten

Typ
E-Mountainbike (Hardtail)
Laufräder
27,5 Zoll (27,5″ × 1,95″)
Motor
250 W Heck-Nabenmotor (55 Nm)
Akku
48 V, 13 Ah (624 Wh), abnehmbar
Reichweite
bis zu 120 km (Herstellerangabe, je nach Modus)
Unterstützung bis
25 km/h (Pedelec, EU-konform nach EN 15194)
Schaltung
21-Gang-Kettenschaltung (Umwerfer)
Bremsen
Doppel-Scheibenbremsen (vorn & hinten)
Federung
Federgabel vorne
Display
LCD (5 Unterstützungsstufen)
Gewicht
23 kg
Max. Zuladung
150 kg
Empf. Körpergröße
ab 160 cm
Maße (L×B×H)
175 × 70 × 100 cm
Schutzart
IP56 (spritzwassergeschützt)
Zulassung
StVZO- & EU-konform (Herstellerangabe)
Farbe
Blau
Modelljahr
2021

Angaben laut Hersteller und Händler, im Zweifel auf der Produktseite prüfen.

Unsere Rezension

Das VARUN E-Mountainbike ist ein typisches Einsteiger-E-Bike aus dem Amazon-Sortiment: viel Ausstattung fürs Geld, ein abnehmbarer Akku und ein Look im MTB-Stil. Wer einen günstigen Einstieg ins E-Biken sucht und vor allem auf Asphalt, Feldwegen und in leichtem Gelände unterwegs ist, bekommt hier ein solides Paket, mit den Kompromissen, die in dieser Preisklasse dazugehören.

Spricht dafür

  • Niedriger Anschaffungspreis, günstiger Einstieg
  • Abnehmbarer 48-V-Akku (624 Wh) lädt bequem in der Wohnung
  • Viel Ausstattung fürs Geld: 21-Gang-Schaltung, Federgabel, LCD, Beleuchtung
  • Hohe Zuladung (150 kg) und 27,5-Zoll-Laufräder für mehr Laufruhe

Spricht dagegen

  • „Bis zu 120 km" ist ein Eco-Bestwert, im Alltag deutlich weniger
  • Trittfrequenz- statt Drehmomentsensor, Unterstützung wirkt weniger natürlich
  • Nur mechanische Scheibenbremsen statt hydraulischer, weniger Bremskraft und Dosierbarkeit
Preis-Leistung 4,4
Ausstattung 3,6
Akku & Reichweite 4,1
Alltagstauglichkeit 3,4

Das VARUN M27-1 im Detail

Was Du für den Preis bekommst

Das M27-1 gehört zur Kategorie der Einsteiger-E-Bikes aus dem Onlinehandel, und die Ausstattungsliste liest sich für ca. 799,00 € bemerkenswert vollständig: 624-Wh-Akku, 21 Gänge, Federgabel, LCD-Display, Beleuchtung und 150 kg zulässige Zuladung. Diese Vollständigkeit ist das Verkaufsargument, und sie ist real. Die Kompromisse stecken in der Qualität der einzelnen Komponenten, nicht in ihrer Anzahl.

Der Antrieb: 55 Nm mit Trittfrequenzsteuerung

Der Heck-Nabenmotor liefert 55 Nm, was für die Preisklasse ein guter Wert ist. Er sitzt in der Hinterradnabe und schiebt damit dort, wo beim Fahren das meiste Gewicht lastet, das ist gegenüber einem Frontmotor der sinnvollere Aufbau.

Gesteuert wird über einen Trittfrequenzsensor: Das System erkennt, dass sich die Kurbel dreht, und schaltet dann eine feste Unterstützungsstufe zu. Anders als bei einem Drehmomentsensor spielt es keine Rolle, wie kräftig Du trittst. Für Dich heißt das: Der Schub setzt mit kurzer Verzögerung ein und bleibt konstant. Beim gleichmäßigen Fahren auf Radwegen fällt das kaum auf, beim Anfahren am Berg und in engen Kurven wirkt es weniger spritzig als an teureren Rädern.

624 Wh Akku: die Reichweite realistisch gerechnet

Der abnehmbare Akku speichert 624 Wh (13 Ah bei 48 V) und ist für die Preisklasse großzügig dimensioniert. Die Herstellerangabe von bis zu 120 km gilt für die niedrigste Unterstützungsstufe bei idealen Bedingungen.

Gerechnet über den Verbrauch: Ein 23 kg schweres Rad mit schmalen 1,95 Zoll Reifen zieht bei mittlerer Unterstützung grob 7 bis 11 Wh pro Kilometer, mit voller Unterstützung eher 13 bis 18 Wh. Realistisch sind damit 40 bis 75 km. Für Pendelstrecken und Feierabendrunden ist das komfortabel. Deine Werte kannst Du im Reichweiten-Rechner durchspielen.

Bremsen und Schaltung: die Sparstellen

Gebremst wird mit mechanischen Scheibenbremsen an beiden Rädern. Sie bremsen zuverlässig, brauchen aber mehr Handkraft, lassen sich weniger fein dosieren und müssen regelmäßig nachgestellt werden. Bei einem Rad mit 23 kg und 150 kg zulässiger Zuladung solltest Du die Einstellung im Blick behalten.

Die 21-Gang-Schaltung arbeitet mit drei Kettenblättern vorne und sieben Ritzeln hinten. Die Bandbreite ist groß, die Bedienung aber gewöhnungsbedürftig: Du musst zwei Schalthebel koordinieren und schräge Kettenlinien vermeiden. Moderne Räder setzen deshalb auf 1-fach-Antriebe. Für den Preis ist die 3-fach-Lösung eine funktionierende Wahl.

27,5 Zoll und Fahrwerk

Die 27,5-Zoll-Laufräder mit vergleichsweise schmalen 1,95 Zoll breiten Reifen zeigen, wofür das Rad wirklich gebaut ist: Trotz MTB-Optik rollt es effizient auf Asphalt und festen Wegen. Für echtes Gelände wären breitere Reifen mit mehr Profil nötig. Die Federgabel nimmt Stößen die Spitze, mehr als eine Grunddämpfung ist von einer Gabel dieser Preisklasse nicht zu erwarten.

Die Schutzart IP56 bedeutet Schutz gegen Staub und Strahlwasser, Regenfahrten sind also unproblematisch. Reinigen solltest Du das Rad trotzdem nie mit dem Hochdruckreiniger.

Einordnung: ehrlich betrachtet ein Straßenrad

Für ca. 799,00 € bekommst Du ein komplettes, alltagstaugliches E-Bike mit großem Akku und viel Zuladung. Die MTB-Optik sollte Dich allerdings nicht in die Irre führen: Mit schmalen Reifen, einfacher Federgabel, mechanischen Bremsen und Trittfrequenzsteuerung ist das Rad für Asphalt, Radwege und feste Feldwege gemacht. Als preiswertes Pendler- und Freizeitrad ist das eine nachvollziehbare Wahl, für sportliches Gelände solltest Du zu einem echten E-MTB greifen, etwa aus der Bestenliste der E-Mountainbikes.

Alternativen im Vergleich

Wie ordnet sich dieses Rad gegen die preislich nächstliegenden Modelle aus unseren Rezensionen ein? Die Kernwerte nebeneinander:

Merkmal
Bewertung3,9 von 54,3 von 54,0 von 53,6 von 5
Preis799,00 €799,00 €–699,99 €
Motor250 W Heck-Nabenmotor (55 Nm)Heckmotor (Hinterrad-Nabe), bürstenlos, 250 W Nenndauerleistung250 W Nabenmotor, 55 Nm250 W Heck-Nabenmotor
Akku48 V, 13 Ah (624 Wh), abnehmbar48 V / 15 Ah laut SAMEBIKE-Datenblatt (rechnerisch 720 Wh), die Amazon-Listung nennt 48 V / 14 Ah; im Unterrohr integriert36 V, 18 Ah (648 Wh), abnehmbar36 V, 13 Ah (468 Wh), abnehmbar
Reichweitebis zu 120 km (Herstellerangabe, je nach Modus)55–110 km laut SAMEBIKE (Stufe 1, 75-kg-Fahrer, flache Strecke), bis 100 km laut Amazonbis zu 150 km (je nach Modus)60–100 km (je nach Modus)
Gewicht23 kg25,5 kg24,5 kg25,4 kg

Stand: 11.10.2026, 20:16 Uhr MESZ | ggf. zzgl. Versand | Details | * Affiliate-Links: Für Käufe über diese Links erhalten wir eine Provision. Für Dich ändert sich am Preis nichts.

Fazit: Für wen lohnt sich das VARUN M27-1?

Für ca. 799,00 € bekommst Du ein erstaunlich komplettes Rad: 624-Wh-Akku, 55 Nm, 21 Gänge, Federgabel, Display und 150 kg zulässige Zuladung. Für Pendelstrecken und Freizeitrunden auf befestigten Wegen liefert das Paket, was es verspricht, realistisch sind 40 bis 75 km je Ladung.

Wissen solltest Du, worauf Du Dich einlässt: Die Komponenten sind einfach, gebremst wird mechanisch, und die Trittfrequenzsteuerung lässt das Anfahren am Berg weniger spritzig wirken als bei Rädern mit Drehmomentsensor. Trotz MTB-Optik ist das M27-1 mit seinen schmalen Reifen ein Straßenrad. Als preiswerter Einstieg ins E-Biken ist es eine nachvollziehbare Wahl, als sportliches Gelände-E-MTB nicht.

Häufige Fragen

Für den niedrigen Preis bietet es viel Ausstattung. Wer einen günstigen Einstieg sucht und überwiegend auf Asphalt und leichten Wegen fährt, bekommt ein stimmiges Paket. Wer Wert auf hochwertige Komponenten und natürliche Unterstützung legt, sollte mehr investieren.

Die Angabe „bis zu 120 km" gilt für die niedrigste Unterstützungsstufe bei idealen Bedingungen. Im Alltag mit höherer Unterstützung, Gegenwind oder Steigungen sind eher 40 bis 80 km realistisch.

Optisch ja, technisch nur bedingt. Mit Federgabel und groben Reifen kommt es über Feldwege und leichtes Gelände. Für ruppige Trails und Sprünge ist die Konstruktion nicht ausgelegt.

Es hat einen Nabenmotor im Hinterrad. Der ist günstiger, schiebt aber weniger natürlich an als ein Mittelmotor, weil er meist über die Trittfrequenz statt über die tatsächliche Tretkraft gesteuert wird.

Ja, der Akku ist abnehmbar. Du kannst ihn mit in die Wohnung nehmen und an einer normalen Steckdose laden, praktisch, wenn am Stellplatz kein Strom liegt.

Als Pedelec mit Unterstützung bis 25 km/h gilt es rechtlich als Fahrrad: kein Führerschein, keine Versicherungspflicht, keine Helmpflicht (ein Helm ist trotzdem dringend zu empfehlen).

Solche Räder kommen vormontiert; meist musst du Lenker, Pedale, Vorderrad und Schutzbleche selbst anbringen und Bremsen sowie Schaltung prüfen. Plane etwas Werkzeug und eine knappe Stunde ein, im Zweifel in der Werkstatt durchsehen lassen.

Für preisbewusste Einsteiger, Gelegenheitsfahrer und Pendler auf überwiegend befestigten Strecken. Wer täglich lange Strecken oder echtes Gelände fährt, ist mit einem höherwertigen E-MTB besser bedient.