VARUN S26-1 E-Bike
Vollgefedertes 26-Zoll-Fatbike mit 864-Wh-Akku und 170 kg Zuladung
- Vollfederung vorn und hinten, in dieser Preisklasse noch die Ausnahme
- 864 Wh Akkukapazität, genug für Tagestouren ohne Zwischenladung
- 85 Nm Drehmoment bei 250 W Nenndauerleistung laut Datenblatt
- 26 x 4,0 Zoll Fat-Reifen für Sand, Schnee, Schotter und Waldboden
- Zuladung bis 170 kg, der höchste Wert im VARUN-Programm
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Technische Daten
- Typ
- E-Fatbike (Pedelec bis 25 km/h)
- Modellname
- S26-1
- Motor
- Bürstenloser Nabenmotor, 250 W, 85 Nm
- Sensorik
- Trittfrequenzsensor, 5 Unterstützungsstufen
- Fahrmodi
- Elektro, Cruise, Fitness, Boost
- Akku
- 48 V, 864 Wh / 18 Ah, abnehmbar
- Ladezeit
- 4 bis 6 Stunden
- Reichweite
- 70 bis 150 km laut Datenblatt
- Gewicht
- 35,0 kg
- Zuladung
- 170 kg
- Schaltung
- Shimano 7-Gang-Kettenschaltung
- Bremsen
- Scheibenbremsen vorn und hinten
- Federung
- Vollfederung vorn und hinten
- Laufräder
- 26 Zoll
- Reifen
- 26 x 4,0 Zoll Fat Tire
- Rahmen
- Aluminium
- Überstandshöhe
- 75 cm
- Sitzhöhe
- 85 bis 110 cm
- Gesamtlänge
- 196 cm, Radstand 128 cm
- Lenker
- Breite 66 cm, Höhe 113 cm
- Oberrohr
- 60 cm, Reach 43 cm
- Display
- LCD
- Schutzart
- IP54
- Beleuchtung
- LED-Frontlicht und Rücklicht
- Ausstattung
- Schutzbleche vorn und hinten, kein Gepäckträger
- Lieferumfang
- Schloss, Rücklicht, Handyhalterung, Luftpumpe, zu 90 % vormontiert
- Zertifizierung
- CE nach EN 15194
- Garantie
- 1 Jahr
- Besonderheit
- Unterstützung laut Datenblatt entsperrbar, in Deutschland nur mit 25-km/h-Abregelung zulässig
Angaben laut Hersteller/Händler – Stand der Veröffentlichung, im Zweifel auf der Produktseite prüfen.
Unsere Rezension
Das VARUN S26-1 ist das einzige Rad der Marke, das Federung an beiden Enden mit einem 864-Wh-Akku verbindet. Für ca. 1.199,00 € bekommst Du damit eine Kombination, die sonst erst deutlich weiter oben im Markt beginnt: Vollfederung, 85 Nm und 26 Zoll große Fat-Reifen. Bezahlt wird das mit 35 kg auf der Waage. Diese Rezension rechnet die Reichweite auf realistische Werte herunter, ordnet das Fahrwerk ein und benennt, wo VARUN Angaben schuldig bleibt.
Spricht dafür
- Vollfederung vorn und hinten, während in dieser Klasse meist nur eine Federgabel verbaut wird
- 864 Wh tragen Tagestouren, ohne dass Du unterwegs an die Steckdose musst
- 85 Nm laut Datenblatt geben auf losem Untergrund und an kurzen Rampen spürbar Schub
- 26 x 4,0 Zoll Reifen tragen auf Sand, Schnee und weichem Waldboden und dämpfen zusätzlich
- 170 kg Zuladung geben schweren Fahrern und Gepäck Reserve
- Aluminiumrahmen statt Stahl, das spart gegenüber dem Schwestermodell rund 4 kg
- Schloss, Handyhalterung, Rücklicht und Luftpumpe liegen bei
Spricht dagegen
- 35 kg machen jedes Anheben zur Kraftfrage und schließen viele Heckträger aus
- Trittfrequenzsensor statt Drehmomentsensor, die Unterstützung richtet sich allein nach der Kurbeldrehung
- Laut Datenblatt lässt sich die 25-km/h-Abregelung entsperren, auf öffentlichen Straßen ist das unzulässig
- Zum Fahrwerk nennt VARUN weder Federweg noch Bauart des Dämpfers
- Einen Gepäckträger führt VARUN weder im Datenblatt noch im Lieferumfang
- Überstandshöhe 75 cm und Sattelhöhe ab 85 cm setzen eine Körpergröße ab etwa 172 cm voraus
Das VARUN S26-1 im Detail
Vollfederung in der 1.000-Euro-Klasse
Die technische Tabelle von VARUN führt für das S26-1 Full-suspension, also Federung vorn und hinten. Das ist der Punkt, der dieses Rad vom Rest des Sortiments trennt. Das VARUN M26-2 PLUS mit demselben Akku fährt mit gefederter Gabel und starrem Heck, ebenso die meisten Fatbikes zwischen 900 und 1.300 €.
Was ein gefedertes Heck bringt, hängt am Untergrund. Auf Waldboden mit Wurzeln und auf grobem Schotter hält es das Hinterrad länger am Boden, das verbessert Traktion und Bremswirkung und nimmt Schläge von der Wirbelsäule. Auf Asphalt schluckt eine Hinterradfederung dagegen einen Teil Deiner Tretkraft. VARUN nennt weder Federweg noch die Bauart des Dämpfers, weshalb sich die Qualität des Fahrwerks aus den Daten nicht ableiten lässt. Bei Rädern dieser Preisklasse arbeiten hinten üblicherweise einfache Stahlfeder-Dämpfer ohne Zugstufenverstellung.
864 Wh: was von 150 km übrig bleibt
Der Akku liefert 48 V bei 18 Ah, also 864 Wh. In der Klasse unter 1.200 € sind 480 bis 630 Wh üblich, das S26-1 legt damit rund 40 Prozent mehr Kapazität an Bord. Er ist abnehmbar und lädt laut Datenblatt in 4 bis 6 Stunden, was auf ein Ladegerät mit rund 3 A hindeutet.
VARUN nennt 70 bis 150 km. Der obere Wert entspricht 5,8 Wh pro Kilometer und gilt für die niedrigste Stufe auf ebener, fester Strecke bei kräftigem Mittreten. Ein Fatbike mit 35 kg verbraucht mehr: Rechne mit 10 bis 15 Wh je Kilometer, dann ergeben 864 Wh 58 bis 86 km. Auf Sand, im Gelände oder in der höchsten Stufe bleiben 45 bis 55 km. Selbst der untere Wert liegt damit über dem, was Räder mit 500-Wh-Akku in dieser Klasse schaffen. Dein eigenes Profil kannst Du im Reichweiten-Rechner durchrechnen.
85 Nm aus der Nabe: was die Zahl wert ist
Motor und Drehmoment gibt VARUN mit 250 W Nenndauerleistung und 85 Nm an. Die 250 W sind der rechtlich maßgebliche Wert für die Einstufung als Pedelec, die 85 Nm beschreiben die Kraft am Rad.
Ein Nabenmotor setzt dieses Drehmoment anders um als ein Mittelmotor. Er sitzt fest im Laufrad und kann seine Kraft nicht über die Schaltung in ein günstiges Drehzahlfenster legen. An langen, steilen Anstiegen fällt die Drehzahl, und mit ihr die nutzbare Kraft. Bei 26-Zoll-Laufrädern kommt ein längerer Hebelarm dazu als bei 20 Zoll. Praktisch heißt das: Aus dem Stand und an kurzen Rampen zieht das Rad kräftig an, an einer 12-Prozent-Steigung über zwei Kilometer arbeitest Du mit. Die Unterschiede erklärt der Ratgeber E-Bike mit Nabenmotor.
Trittfrequenzsensor: wie sich die Unterstützung anfühlt
Das S26-1 arbeitet mit einem Trittfrequenzsensor und fünf Unterstützungsstufen. Der Sensor registriert, dass sich die Kurbel dreht, und schaltet dann die eingestellte Stufe zu. Wie fest Du trittst, spielt dabei keine Rolle.
Im Alltag bedeutet das zwei Dinge. Beim Anfahren auf engem Raum setzt die Unterstützung nach etwa einer Viertelumdrehung mit voller Stufenleistung ein, das verlangt in Stufe 4 oder 5 etwas Gefühl. Und beim gleichmäßigen Rollen zieht der Motor weiter, auch wenn Du nur mitdrehst, was den Verbrauch nach oben treibt. Ein Drehmomentsensor dosiert feiner und spart Strom, kostet aber Aufpreis und ist in dieser Klasse selten. Was dahinter steckt, erklärt der Ratgeber zum Drehmomentsensor am E-Bike. Zusätzlich bietet das Display vier Fahrmodi, darunter einen Tempomat und einen Fitnessmodus mit reduzierter Unterstützung.
35 kg, 170 kg Zuladung
Mit 35 kg inklusive Akku ist das S26-1 schwer, für ein vollgefedertes Fatbike mit 864 Wh aber im erwartbaren Rahmen. Gegenüber dem M26-2 PLUS mit Stahlrahmen spart der Aluminiumrahmen rund 4 kg ein, obwohl das S26-1 zusätzlich einen Dämpfer trägt.
Beim Fahren trägt der Motor das Gewicht, spürbar wird es überall sonst: beim Anheben über eine Bordsteinkante, beim Schieben durch weichen Sand und vor allem beim Verladen. Viele Heckträger sind auf 20 bis 30 kg je Rad begrenzt, hier musst Du die Angaben Deines Trägers genau prüfen. Passende Systeme stehen im Ratgeber E-Bike-Fahrradträger. Der Akku lässt sich für den Transport abnehmen, das nimmt rund 5 kg heraus.
Die Zuladung von 170 kg ist der höchste Wert im VARUN-Programm und liegt deutlich über den 120 bis 150 kg, die für Räder dieser Klasse üblich sind. Zusammen mit dem stabilen Rahmen und den breiten Reifen macht das S26-1 damit auch für schwerere Fahrer eine belastbare Wahl, wie sie der Ratgeber E-Bike für Übergewichtige beschreibt.
26 x 4,0 Zoll: wofür die Breite gut ist
Die Reifen sind die klassische Fatbike-Dimension. Mit 0,7 bis 1,4 bar gefahren bilden sie eine große Aufstandsfläche und tragen auf Sand, Schnee, weichem Waldboden und losem Schotter, wo ein normaler Reifen einsinkt. Zusätzlich federn sie selbst mit und ergänzen das Fahrwerk um eine dritte dämpfende Ebene.
Der Preis dafür ist Rollwiderstand. Auf Asphalt kostet ein Fat-Reifen spürbar Leistung, und diese Leistung geht auf den Akkuverbrauch. Gegenüber den 20-Zoll-Faltern der Marke rollen die 26-Zoll-Laufräder ruhiger über Kanten und Wurzeln, weil der größere Durchmesser flacher anläuft. Für den täglichen Stadtweg auf befestigten Wegen ist die Bauform überdimensioniert, ihre Stärke liegt abseits davon.
Entsperrfunktion: der rechtliche Punkt
Das Datenblatt führt für die Höchstgeschwindigkeit 25 km/h (can be unlocked). Die Abregelung lässt sich also über das Display aufheben, und dazu gehört eine klare Einordnung.
Ein Pedelec gilt in Deutschland als Fahrrad, solange der Motor bis maximal 25 km/h unterstützt und 250 W Nenndauerleistung einhält. Wird die Abregelung aufgehoben, ist das Fahrzeug rechtlich ein Kleinkraftrad und bräuchte Betriebserlaubnis, Versicherungskennzeichen und Führerschein. Diese Genehmigung hat das S26-1 nicht. Der Versicherungsschutz entfällt damit, und bei einem Unfall drohen strafrechtliche Folgen. Im öffentlichen Verkehr fährst Du das Rad also ausschließlich in der abgeregelten Einstellung. Die Einzelheiten stehen in den Ratgebern E-Bike-Tuning und E-Bike-Kennzeichen.
Was beiliegt und was fehlt
Der Lieferumfang ist für die Klasse großzügig: Schloss, Rücklicht, Handyhalterung und Luftpumpe liegen bei, das Rad kommt zu 90 Prozent vormontiert. In der Regel bleiben Lenker, Vorderrad, Pedale und Schutzblech zu montieren, dazu das Nachstellen von Schaltung und Bremsen. Wer sich damit nicht sicher fühlt, lässt die Endmontage in einer Werkstatt machen, was üblicherweise 60 bis 100 € kostet; Details stehen im Ratgeber E-Bike-Inspektion.
Schutzbleche sitzen laut Produktabbildung vorn und hinten am Rad, die technische Tabelle führt sie nicht auf. Ein Gepäckträger fehlt dagegen in beiden Quellen. Wer ihn nachrüstet, rechnet 30 bis 60 € ein und achtet auf die Verschraubung am gefederten Hinterbau, an den ein Träger anders montiert wird als an einen starren Rahmen. Ein mitgeliefertes Schloss ersetzt bei einem Rad dieses Werts kein hochwertiges Schloss, die Auswahl steht im Vergleich Fahrradschloss fürs E-Bike. Die Schutzart IP54 deckt Spritzwasser ab, das Rad verträgt also Regen, aber keinen Dampfstrahler.
Einordnung im Programm und gegen die Preisklasse
Innerhalb des VARUN-Sortiments ist die Rechnung klar. Das M26-2 PLUS bietet denselben 864-Wh-Akku und dieselben 85 Nm, fährt aber mit Stahlrahmen, starrem Heck und 39 kg. Das S26-1 kostet mehr und liefert dafür Vollfederung, Aluminium, 4 kg weniger Gewicht und 20 kg mehr Zuladung. Wer regelmäßig abseits befestigter Wege fährt, bekommt für diesen Aufpreis echten Gegenwert. Wer auf Feldwegen und Asphalt bleibt, fährt mit dem PLUS günstiger.
Gegen den Markt gerechnet: Für ca. 1.199,00 € bekommst Du bei anderen Anbietern meist ein Hardtail-Fatbike mit 480 bis 630 Wh. Vollfederung und 864 Wh gemeinsam sind in dieser Klasse die Ausnahme. Bei Amazon liegt das Rad aktuell bei ca. 1.199,00 €, im Herstellershop ruft VARUN einen höheren Preis auf. Weitere Modelle stehen in der Bestenliste E-Fatbikes und auf der VARUN-Herstellerseite.
Für wen das S26-1 passt
Es passt zu Fahrern ab etwa 172 cm, die abseits von Asphalt unterwegs sind und lange Strecken ohne Nachladen fahren wollen: Waldwege, Feldwege, Strand, Schnee. Als Winterrad ist der Zuschnitt schlüssig, weil breite Reifen bei Nässe und Schneematsch mehr Halt bieten. Die 170 kg Zuladung machen es zusätzlich für schwerere Fahrer und für Touren mit Gepäck interessant.
Wer sein Rad regelmäßig tragen, in den Keller heben oder auf einen Heckträger laden muss, sollte die 35 kg sehr ernst nehmen. Für reine Stadtstrecken auf Asphalt, für Fahrer unter 170 cm und für alle, die eine feindosierte Unterstützung über einen Drehmomentsensor erwarten, passt der Zuschnitt ebenfalls nicht.
Alternativen im Vergleich
Wie ordnet sich dieses Rad gegen die preislich nächstliegenden Modelle aus unseren Rezensionen ein? Die Kernwerte nebeneinander:
| Merkmal | VARUN S26-1 E-Bike*diese Seite | |||
|---|---|---|---|---|
| Preis | ca. 1.199,00 € | ca. 1.169,00 € | ca. 1.249,00 € | ca. 1.249,00 € |
| Motor | Bürstenloser Nabenmotor, 250 W, 85 Nm | Bürstenloser Nabenmotor, 250 W Nenndauerleistung, 1.000 W Spitze, 85 Nm | Nabenmotor im Hinterrad, 250 W Nenndauerleistung, 1.000 W Spitzenleistung laut Finbike | Nabenmotor im Hinterrad, 250 W, 65 Nm |
| Akku | 48 V, 864 Wh / 18 Ah, abnehmbar | 48 V, 998,4 Wh / 20,8 Ah, abnehmbar, 6,61 kg | 48 V, 15 Ah, 720 Wh, herausnehmbar und abschließbar | 48 V, 18 Ah, 864 Wh, Zellen im Format 21700 |
| Reichweite | 70 bis 150 km laut Datenblatt | 130 km laut technischer Tabelle, 160 km laut Händler-Listung | bis 144 km laut Finbike (Laborwert) | bis 90 km laut DUOTTS |
| Gewicht | 35,0 kg | 50,4 kg | 32,3 kg | 34,81 kg |
| Bewertung | 4,3 / 5 | 3,8 / 5 | 4,2 / 5 | 4,0 / 5 |
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Fazit: Für wen lohnt sich das VARUN S26-1?
Das S26-1 löst eine Aufgabe, an der die meisten Räder seiner Preisklasse scheitern: Es verbindet Vollfederung, 864 Wh und 170 kg Zuladung in einem Rad für ca. 1.199,00 €. Realistisch bleiben 58 bis 86 km Reichweite, bei sportlicher Fahrweise im Gelände 45 bis 55 km. Zusammen mit dem Aluminiumrahmen und den 26 Zoll großen Fat-Reifen ergibt das ein Tourenrad fürs Gelände mit spürbarer Reserve, das gegenüber dem Schwestermodell M26-2 PLUS 4 kg spart und besser federt.
Drei Punkte gehören in die Entscheidung. Die 35 kg machen Verladen und Tragen zur Übung, der Trittfrequenzsensor dosiert gröber als ein Drehmomentsensor, und zum Fahrwerk bleibt VARUN Federweg und Dämpferbauart schuldig. Wer überwiegend abseits von Asphalt fährt, Gewicht auf der Waage verkraftet und die Abregelung unangetastet lässt, bekommt hier viel Technik fürs Geld. Für Stadtstrecken und für alle, die ihr Rad häufig heben, ist ein leichteres Modell die bessere Wahl.
Häufige Fragen
Das Datenblatt nennt 70 bis 150 km, der obere Wert gilt für die niedrigste Unterstützungsstufe auf ebener Strecke. Ein vollgefedertes Fatbike mit 35 kg verbraucht 10 bis 15 Wh pro Kilometer, aus 864 Wh werden damit realistisch 58 bis 86 km. Im Gelände oder in hoher Stufe bleiben 45 bis 55 km.
Ja, die technische Tabelle von VARUN führt Full-suspension, also Federung vorn und hinten. Federweg und Bauart des Dämpfers weist der Hersteller allerdings nicht aus. In dieser Preisklasse arbeiten hinten üblicherweise einfache Stahlfeder-Dämpfer ohne Zugstufenverstellung.
VARUN gibt 35 kg inklusive Akku an, Amazon nennt einen fast identischen Wert. Verantwortlich sind der 864-Wh-Akku mit rund 5 kg, die breiten Fat-Laufräder, der Nabenmotor und der Dämpfer. Ohne Akku bleiben rund 30 kg. Prüfe die zulässige Radlast, bevor Du das Rad auf einen Heckträger lädst.
Die Überstandshöhe liegt bei 75 cm, die Sattelhöhe lässt sich zwischen 85 und 110 cm einstellen. Damit ist der Rahmen für Fahrer ab etwa 172 cm ausgelegt. Bei kürzerer Schrittlänge wird das Auf- und Absteigen unbequem, dort passt ein Rad mit tieferem Einstieg besser.
Auf öffentlichen Straßen nicht. Ein Pedelec gilt nur bis 25 km/h Unterstützung als Fahrrad. Wird die Abregelung aufgehoben, ist das Rad rechtlich ein Kleinkraftrad und bräuchte Betriebserlaubnis, Versicherungskennzeichen und Führerschein. Der Versicherungsschutz entfällt, und bei einem Unfall drohen strafrechtliche Folgen.
Fahrwerk, Rahmen und Gewicht. Beide fahren mit 864 Wh und 85 Nm. Das M26-2 PLUS hat einen Stahlrahmen, nur eine Federgabel und wiegt 39 kg bei 150 kg Zuladung. Das S26-1 bringt Vollfederung, einen Aluminiumrahmen, 35 kg und 170 kg Zuladung mit und kostet entsprechend mehr.
Einen Trittfrequenzsensor mit fünf Unterstützungsstufen. Der Motor schiebt, sobald sich die Kurbel dreht, unabhängig davon, wie kräftig Du trittst. Das ist in dieser Preisklasse Standard, dosiert aber gröber als ein Drehmomentsensor und verbraucht bei gleichmäßigem Rollen mehr Strom.
Schutzbleche zeigt die Produktabbildung vorn und hinten, die technische Tabelle nennt sie nicht. Ein Gepäckträger fehlt in beiden Quellen und kostet nachgerüstet 30 bis 60 €. Beigelegt sind laut Listung Schloss, Rücklicht, Handyhalterung und Luftpumpe.
Die Reifenbreite spricht dafür: Mit 0,7 bis 1,4 bar Luftdruck tragen 4 Zoll breite Reifen auf Schnee und geben bei Matsch mehr Halt. Die Schutzart IP54 deckt Spritzwasser ab. Den Akku solltest Du im Winter trotzdem in der Wohnung lagern und erst kurz vor der Fahrt einsetzen.

