Preisentwicklung

Lidl
887 €924 €962 €1.000 €08.08.2627.08.2616.09.2605.10.26

Tiefstpreis im Zeitraum: 902,84 € (28.08.2026) · Höchstpreis: 984,00 €

ZÜNDAPP

ZÜNDAPP Green 2.7 E-Bike

City-Pedelec mit tiefem Einstieg, 531,6-Wh-Akku, 3-Gang-Nabenschaltung und Rücktritt

3,5 /5 · datenbasierte Einordnung
  • 531,6 Wh Akkukapazität, für ein City-Rad unter 1.000 € ein hoher Wert
  • Tiefeinsteiger in 26 Zoll, ausgelegt auf 140 bis 165 cm Körpergröße
  • Shimano Nexus mit 3 Gängen, gekapselt und im Stand schaltbar
  • Rücktrittbremse zusätzlich zu den V-Brakes an beiden Rädern
  • AXA-Beleuchtung mit 15 Lux vorn und hinten, StVZO-konform ab Werk

* Affiliate-Links sind mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet. Kaufst Du über einen solchen Link, erhalten wir ggf. eine Provision. Für Dich ändert sich der Preis dadurch nicht. Als Amazon-Partner verdienen wir zudem an qualifizierten Verkäufen.

Technische Daten

Typ
E-Citybike (Pedelec bis 25 km/h)
Motor
Vorderrad-Nabenmotor, 250 W
Akku
36 V (531,6 Wh), am Rahmen, abnehmbar
Reichweite
15–130 km (je nach Zuladung und Fahrweise)
Gewicht
25,1 kg
Schaltung
Shimano Nexus, 3-Gang-Nabenschaltung, Drehgriff
Bremsen
V-Brakes vorn, Rücktrittbremse hinten
Federung
ungefedert, Stahl-Starrgabel
Laufräder
26 Zoll
Reifen
1,75 Zoll Breite
Beleuchtung
AXA Ecoline 15 Lux vorn, AXA Slim hinten, StVZO
Sattel
Selle Royal Komfortsattel
Rahmen
Aluminium-Tiefeinsteiger, 46 cm
Empf. Körpergröße
140–165 cm
Zul. Gesamtgewicht
98 kg
Ausstattung
Gepäckträger, Schutzbleche, Ständer, Klingel, Reflektoren
Montagegrad
zu 98 % vormontiert geliefert

Angaben laut Hersteller/Händler – Stand der Veröffentlichung, im Zweifel auf der Produktseite prüfen.

Unsere Rezension

Das ZÜNDAPP Green 2.7 ist ein City-Pedelec für kleinere Fahrer: 26-Zoll-Laufräder, ein Tiefeinsteigerrahmen mit 46 cm und eine Auslegung auf 140 bis 165 cm Körpergröße. Auffällig ist der Akku mit 531,6 Wh, denn Stadträder um ca. 984,00 € kommen häufig mit 300 bis 400 Wh. Diese Rezension zeigt, wofür Zündapp das Geld ausgegeben hat und wo dafür gespart wurde.

Spricht dafür

  • 531,6 Wh in einem Stadtrad unter 1.000 €, das liegt deutlich über dem Klassenschnitt
  • Tiefer Einstieg und aufrechte Sitzposition, angenehm bei eingeschränkter Beweglichkeit
  • Nexus-Nabenschaltung ist gekapselt, wartungsarm und auch im Stand schaltbar
  • 26-Zoll-Format passt Fahrern ab 140 cm, viele City-E-Bikes starten erst bei 155 cm
  • Rücktritt zusätzlich zur Handbremse, für viele Umsteiger die gewohnte Bedienung

Spricht dagegen

  • Zulässiges Gesamtgewicht von 98 kg lässt bei 25,1 kg Eigengewicht nur 72,9 kg für Fahrer plus Gepäck
  • V-Brakes greifen bei Nässe verzögert und tragen die Felgenflanke über die Jahre ab
  • Drei Gänge werden an Steigungen und bei Gegenwind schnell knapp
  • Vollständig ungefedert, weder Federgabel noch gefederte Sattelstütze
  • Frontmotor verliert an feuchten Steigungen leichter Traktion als ein Heckantrieb
Preis-Leistung 3,6
Ausstattung 3,0
Akku & Reichweite 3,7
Komfort & Alltag 3,7

Das ZÜNDAPP Green 2.7 im Detail

531,6 Wh: der Wert, der das Rad trägt

Das auffälligste Datum am Green 2.7 ist die Akkukapazität. 531,6 Wh nennen sowohl Zündapp als auch die Amazon-Listung, der Lidl-Produktdatenfeed führt 522 Wh bei 14,5 Ah. Die Abweichung liegt an der zugrunde gelegten Spannung und ist im Alltag ohne Bedeutung, beide Werte beschreiben denselben Akku. Für ein Stadtrad unter 1.000 € ist das viel: Vergleichbare Räder starten oft bei 360 bis 450 Wh.

In Alltagsstrecken umgerechnet: Ein City-Rad in mittlerer Unterstützung auf flachem Asphalt verbraucht 8 bis 12 Wh pro Kilometer. Aus 531,6 Wh werden damit 44 bis 66 km. Zündapp gibt die Spanne mit 15 bis 130 km an, die Lidl-Produktseite nennt 30 bis 115 km. Beide Bestwerte setzen niedrigste Unterstützungsstufe, flaches Gelände und leichten Fahrer voraus. Für den typischen Stadtweg von 6 bis 8 km reicht eine Ladung damit locker eine Arbeitswoche. Deine eigene Strecke rechnet der Reichweiten-Rechner durch.

Frontmotor: die Bauform und ihre Grenzen

Der Motor sitzt im Vorderrad und leistet 250 W Nenndauerleistung. Ein Drehmomentwert steht weder im Zündapp-Text noch in den Händlerangaben, wir tragen ihn deshalb nicht nach; das Schwestermodell Z510 nutzt einen Ananda-Frontmotor mit 40 Nm, was die Größenordnung andeutet.

Der Frontantrieb hat zwei praktische Eigenschaften. Positiv: Er ist vom Antrieb entkoppelt, was die Kombination mit einer Nabenschaltung samt Rücktritt technisch einfach macht, und er verteilt das Gewicht auf beide Radenden. Die Grenze zeigt sich an Steigungen und bei Nässe. Weil beim Bergauffahren Gewicht nach hinten wandert, verliert das Vorderrad Druck auf den Boden und der Motor kann durchdrehen, etwa auf feuchtem Kopfsteinpflaster oder Laub. In flachen Städten fällt das kaum auf, in hügeligem Gelände sehr wohl. Die Bauformen im Vergleich stehen im Ratgeber E-Bike mit Nabenmotor.

Drei Gänge: der wichtigste Kompromiss

Geschaltet wird über eine Shimano Nexus mit drei Gängen, bedient per Drehgriff. Die Nabenschaltung selbst ist für ein Stadtrad die richtige Bauart: gekapselt gegen Regen und Streusalz, im Stand an der Ampel schaltbar, wartungsarm über Jahre.

Zur Diskussion steht die Anzahl. Drei Gänge decken ein flaches Stadtprofil ab, weil der Motor die Feinabstufung übernimmt. Sobald eine längere Steigung oder kräftiger Gegenwind kommt, fehlen die Zwischenstufen: Du trittst entweder zu schwer oder drehst leer. Für Münster, Leipzig oder Hamburg-Innenstadt genügt das, für Wuppertal oder Stuttgart wählst Du besser ein Rad mit sieben Gängen wie das Zündapp Z517.

V-Brakes und Rücktritt: einfach, mit bekannten Schwächen

Gebremst wird über V-Brakes am Vorderrad und den Rücktritt hinten. Felgenbremsen sind leicht, günstig im Unterhalt und mit einfachem Werkzeug nachstellbar. Für viele Umsteiger vom klassischen Hollandrad ist der Rücktritt zudem die gewohnte Bedienung.

Die Schwächen sind bekannt und gehören genannt. Bei Nässe braucht der Belag einen Moment, um die Felge trocken zu wischen, in dieser Zeit verlängert sich der Bremsweg spürbar. Zweitens trägt jede Bremsung Material von der Felgenflanke ab, sodass die Felge über die Jahre zum Verschleißteil wird. Und ein Rücktritt lässt sich nicht dosieren wie eine Handbremse, gerade bergab ist das ein Nachteil. Bei 25,1 kg plus Fahrer sind das reale Punkte, wenn Du viel bei Regen fährst.

98 kg Systemgewicht: die engste Zahl am Rad

Dieser Wert verdient besondere Aufmerksamkeit, weil er ungewöhnlich niedrig ausfällt. Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 98 kg, die Amazon-Listung nennt als empfohlenes Maximalgewicht 95 kg. Bei einem Eigengewicht von 25,1 kg bleiben damit rechnerisch nur 72,9 kg für Fahrer, Kleidung und Gepäck.

Zum Vergleich: Die meisten E-Bikes liegen bei 120 bis 150 kg Systemgewicht. Ein Fahrer mit 75 kg überschreitet die Freigabe des Green 2.7 bereits ohne Einkauf. Das ist keine Formalie, denn Rahmen, Speichen und Bremsen sind auf diesen Wert ausgelegt, und im Schadensfall kann die Überschreitung Gewährleistungsansprüche kosten. Vor dem Kauf ist das der Wert, den Du zuerst gegen Dein eigenes Gewicht halten solltest. Passende Alternativen mit mehr Reserve nennt der Ratgeber E-Bike für Übergewichtige.

Ungefedert: was das für den Komfort heißt

Das Green 2.7 fährt mit einer Stahl-Starrgabel und ohne gefederte Sattelstütze. Gefedert wird ausschließlich über den Selle Royal Komfortsattel und die 1,75 Zoll breiten Reifen. Auf Asphalt und geglättetem Radweg fährt es sich damit sauber und direkt, weil keine Federung Tretkraft schluckt.

Auf Kopfsteinpflaster, Wurzelaufbrüchen und schlechten Wirtschaftswegen wird es dagegen deutlich ruppig. Wer solche Strecken regelmäßig fährt, hat zwei günstige Nachrüstwege: eine gefederte Sattelstütze für 30 bis 60 € und etwas weniger Luftdruck im Reifen. Der zweite Punkt kostet nichts und bringt am meisten.

Ausstattung, die ab Werk stimmt

Beim Zubehör spart Zündapp nicht. Gepäckträger, Schutzbleche vorn und hinten, Seitenständer, Klingel und Reflektoren sind montiert, die Beleuchtung stammt von AXA und leistet 15 Lux vorn wie hinten, gespeist aus dem Fahrakku. Damit ist das Rad ab Werk StVZO-konform und darf so gefahren werden, ohne dass Du nachrüsten musst.

Das ist bei günstigen E-Bikes aus dem Onlinehandel nicht selbstverständlich, dort fehlt oft die feste Beleuchtung oder es liegen Batterieleuchten bei, die formal nicht genügen. 15 Lux sind ein Grundwert, der Dich sichtbar macht und den Weg auf beleuchteten Straßen ausreichend zeigt. Für unbeleuchtete Landstraßen wäre ein Scheinwerfer mit 40 bis 70 Lux angenehmer.

Einordnung und Kaufwege

Für ca. 984,00 € bekommst Du ein Stadtrad mit ungewöhnlich viel Akku und solider Alltagsausstattung, dessen Zugeständnisse bei Bremsen, Gangzahl, Federung und vor allem beim Systemgewicht liegen. Wer leicht ist, in flachem Gelände wohnt und kurze bis mittlere Strecken fährt, bekommt hier viel Reichweite fürs Geld.

Das Rad läuft über zwei Händler: Bei Lidl liegt die Ausführung Schwarz/Blau in 26 Zoll aktuell bei ca. 984,00 €, bei Amazon kostet dieselbe Variante ca. 999,00 €. Beide Buttons oben führen direkt zum jeweiligen Angebot. Weitere Modelle stehen auf der Zündapp-Herstellerseite, die Einordnung in der Klasse liefern die Listen der besten E-Citybikes und der E-Bikes unter 1.000 Euro.

Alternativen im Vergleich

Wie ordnet sich dieses Rad gegen die preislich nächstliegenden Modelle aus unseren Rezensionen ein? Die Kernwerte nebeneinander:

Merkmal
Preisca. 984,00 €ca. 984,00 €ca. 980,38 €ca. 974,00 €
MotorVorderrad-Nabenmotor, 250 WAnanda M129, Frontmotor (Vorderrad-Nabenmotor), 250 W, bis 45 NmAnanda M129F Vorderrad-Nabenmotor (Frontmotor), 36 V, 250 W250 W Frontmotor (Ananda M129, Nabenmotor), 40 Nm
Akku36 V (531,6 Wh), am Rahmen, abnehmbar36 V, 10,4 Ah (374,4 Wh), am Sitzrohr, abnehmbarGreenway Gepäckträgerakku, 36 V, 14,5 Ah (522 Wh), abschließbar und abnehmbarGreenway, 36 V, 10,4 Ah (374,4 Wh), hinter dem Sitzrohr, abnehmbar und abschließbar
Reichweite15–130 km (je nach Zuladung und Fahrweise)30–115 km (je nach Unterstützung, Zuladung und Gelände)35–150 km (je nach Zuladung und Fahrweise)bis zu 100 km
Gewicht25,1 kg25,1 kgca. 24,2 kg24 kg (Lidl: ca. 25 kg)
Bewertung3,5 / 53,4 / 53,7 / 53,3 / 5

Mit * markierte Links sind Affiliate-Links: Kaufst Du darüber, erhalten wir ggf. eine Provision, für Dich ändert sich der Preis dadurch nicht. Preise als Richtwert, Angaben laut Hersteller/Händler. Über „Zur Rezension" kommst Du zu unserer ausführlichen Einordnung des jeweiligen Modells.

Fazit: Für wen lohnt sich das ZÜNDAPP Green 2.7?

Das Green 2.7 passt zu Fahrern zwischen 140 und 165 cm, die ein bequemes Stadtrad mit viel Reichweite suchen. 531,6 Wh für ca. 984,00 € sind in dieser Klasse ein Kaufargument, dazu kommen der tiefe Einstieg, die gekapselte Nabenschaltung und die vollständige StVZO-Ausstattung ab Werk.

Eine Zahl entscheidet allerdings vor allen anderen: Das zulässige Gesamtgewicht von 98 kg lässt bei 25,1 kg Eigengewicht nur 72,9 kg für Fahrer und Gepäck. Wer darüber liegt, sollte ein Rad mit 120 kg oder mehr Systemgewicht wählen. Auch für hügelige Strecken ist das Green 2.7 mit drei Gängen und Frontmotor die falsche Wahl, dort passt ein Modell mit sieben Gängen und Heckantrieb besser.

ZÜNDAPP Green 2.7 E-Bike ca. 984,00 €
Bei Amazon ansehen* Bei Lidl ansehen*

Häufige Fragen

Zündapp und die Amazon-Listung nennen 531,6 Wh, der Lidl-Produktdatenfeed führt 522 Wh bei 14,5 Ah und 36 V. Die Abweichung entsteht durch die zugrunde gelegte Spannung, gemeint ist derselbe Akku. Für ein Stadtrad unter 1.000 € ist das eine überdurchschnittliche Kapazität.

Zündapp gibt 15 bis 130 km an, die Lidl-Produktseite nennt 30 bis 115 km. Realistisch sind in der Stadt bei mittlerer Unterstützung 44 bis 66 km, weil der Verbrauch dort bei 8 bis 12 Wh pro Kilometer liegt. Die Bestwerte setzen niedrigste Stufe, flaches Gelände und leichten Fahrer voraus.

Zündapp empfiehlt die 26-Zoll-Ausführung mit 46 cm Rahmenhöhe für 140 bis 165 cm. Damit deckt das Rad einen Bereich ab, in dem viele City-E-Bikes gar nicht mehr anfangen, denn deren Rahmen starten oft erst bei 155 cm Körpergröße. Es gibt das Green 2.7 zusätzlich in einer 28-Zoll-Variante für größere Fahrer.

Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 98 kg, Amazon nennt 95 kg als empfohlenes Maximalgewicht. Bei 25,1 kg Eigengewicht bleiben rechnerisch nur 72,9 kg für Fahrer, Kleidung und Gepäck. Das ist der wichtigste Wert vor dem Kauf, denn die meisten E-Bikes erlauben 120 bis 150 kg.

In flachem Gelände ja, weil der Motor die Feinabstufung übernimmt und die Nexus-Nabe im Stand schaltbar bleibt. Bei längeren Steigungen oder kräftigem Gegenwind fehlen die Zwischenstufen spürbar. Für hügelige Strecken ist ein Rad mit sieben Gängen die bessere Wahl.

Nein. Verbaut sind eine Stahl-Starrgabel und eine ungefederte Sattelstütze, gefedert wird nur über den Selle Royal Komfortsattel und die 1,75 Zoll breiten Reifen. Auf Kopfsteinpflaster hilft weniger Luftdruck, eine gefederte Sattelstütze kostet als Nachrüstung 30 bis 60 €.

Die V-Brakes am Vorderrad brauchen bei Regen einen Moment, bis die Beläge die Felge trocken gewischt haben, der Bremsweg verlängert sich dadurch spürbar. Der Rücktritt hinten arbeitet unabhängig vom Wetter, lässt sich aber schlechter dosieren als eine Handbremse.

Ja. Mit 250 W Nenndauerleistung und Unterstützung bis 25 km/h gilt es als Pedelec und damit rechtlich als Fahrrad. Führerschein und Versicherungskennzeichen entfallen, Radwege darfst Du normal nutzen. Die AXA-Beleuchtung mit 15 Lux ist StVZO-konform ab Werk montiert.

Bei Lidl liegt die 26-Zoll-Ausführung in Schwarz/Blau derzeit bei ca. 984,00 €, bei Amazon kostet dieselbe Variante ca. 999,00 €. Über die Kauf-Buttons oben auf dieser Seite erreichst Du beide Angebote direkt und kannst den Tagespreis vergleichen.