ZÜNDAPP X850 E-Bike
Trekking-Pedelec mit Ananda-Mittelmotor, 550-Wh-Akku und wartungsarmem Riemenantrieb
- Ananda M60CD Mittelmotor mit 70 Nm statt des klassenüblichen Nabenmotors
- Riemenantrieb: kein Kettenöl, kein Kettenspray, keine gefettete Hose
- 550-Wh-Greenway-Akku, abnehmbar und über den Rahmen abschließbar
- Hydraulische Shimano-MT200-Scheibenbremsen mit 180/160-mm-Scheiben
- Tiefeinsteiger mit 48 cm oder Diamantrahmen mit 53 cm wählbar
* Affiliate-Links sind mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet. Kaufst Du über einen solchen Link, erhalten wir ggf. eine Provision. Für Dich ändert sich der Preis dadurch nicht. Als Amazon-Partner verdienen wir zudem an qualifizierten Verkäufen.
Technische Daten
- Typ
- E-Trekkingrad (Pedelec bis 25 km/h)
- Motor
- Ananda M60CD Mittelmotor, 250 W, 70 Nm
- Akku
- 36 V, 14,9 Ah (550 Wh), Greenway, abnehmbar
- Ladezeit
- 3,5 bis 6,5 Stunden
- Reichweite
- 18–130 km (je nach Zuladung und Fahrweise)
- Gewicht
- 26,3 kg
- Antrieb
- Zahnriemen, wartungsarm
- Schaltung
- Shimano Nexus C3001, 7-Gang-Nabenschaltung
- Bremsen
- Shimano MT200 hydraulisch, Scheiben 180/160 mm
- Federung
- Zoom AMS HLO Federgabel, 63 mm, mit Lockout
- Laufräder
- 27,5 Zoll / 650B
- Reifen
- Schwalbe Super Motion X, 27,5 × 2,4 Zoll
- Display
- Ananda D19 LED CAN mit Bluetooth und App
- Beleuchtung
- StVZO-konform, Frontscheinwerfer Büchel Shiny
- Rahmen
- Aluminium, Tiefeinsteiger 48 cm oder Diamant 53 cm
- Empf. Körpergröße
- 160–185 cm (Tiefeinsteiger)
- Zul. Gesamtgewicht
- 120 kg
- Ausstattung
- Gepäckträger, Schutzbleche, Ständer, Klingel, Reflektoren
- Montagegrad
- zu 98 % vormontiert geliefert
Angaben laut Hersteller/Händler – Stand der Veröffentlichung, im Zweifel auf der Produktseite prüfen.
Unsere Rezension
Das ZÜNDAPP X850 kombiniert zwei Dinge, die in dieser Preisklasse selten zusammenkommen: einen Mittelmotor mit 70 Nm und einen Riemenantrieb statt der üblichen Kette. Dazu kommen hydraulische Scheibenbremsen, ein 550-Wh-Akku und eine Nabenschaltung, die zum Riemen passt. Diese Rezension ordnet das Rad anhand von Datenblatt, Ausstattung und Preis ein und zeigt, wo Zündapp für den Preis Abstriche macht.
Spricht dafür
- Mittelmotor mit 70 Nm: bessere Gewichtsverteilung und mehr Kraft am Berg als ein Nabenmotor
- Riemenantrieb entfällt beim Ölen, rostet nicht und hält deutlich länger als eine Kette
- Hydraulische Scheibenbremsen mit 180 mm vorn, in dieser Klasse keine Selbstverständlichkeit
- 550-Wh-Akku abnehmbar, Ladezeit von 3,5 Stunden im günstigen Fall
- Schwalbe-Reifen in 2,4 Zoll Breite schlucken Kopfsteinpflaster und Feldwege
- Wahl zwischen Tiefeinsteiger und Diamantrahmen zum gleichen Preis
Spricht dagegen
- Zulässiges Gesamtgewicht von nur 120 kg, das begrenzt Fahrer plus Gepäck spürbar
- Federgabel mit 63 mm Federweg liegt unter dem Trekking-Standard von 75 bis 100 mm
- 7 Gänge sind für steile Anstiege im Gelände knapp bemessen
- Mit 26,3 kg gehört das Rad zu den schwereren Trekkingrädern
Das ZÜNDAPP X850 im Detail
Ananda M60CD: warum die Motorposition den Unterschied macht
Der Ananda M60CD sitzt im Tretlager und liefert 70 Nm bei 250 W Nenndauerleistung. Räder in dieser Preisklasse haben meist einen Nabenmotor im Vorder- oder Hinterrad, und der Unterschied ist im Alltag deutlich spürbar: Ein Mittelmotor bringt seine Kraft über die Kurbel ein und nutzt damit die Übersetzung der Schaltung mit. Am Berg heißt das, dass Du herunterschalten kannst und der Motor mitprofitiert.
Dazu kommt die Gewichtsverteilung. Motor und Akku sitzen tief und mittig im Rahmen, das Rad kippt beim Rangieren weniger zur Seite und liegt in Kurven ruhiger. Wer den Unterschied grundsätzlich verstehen will, findet die Gegenüberstellung im Ratgeber E-Bike mit Mittelmotor und in der Motoren-Übersicht.
Riemenantrieb: der eigentliche Kaufgrund
Ein Zahnriemen ersetzt hier die Kette. Der praktische Gewinn: Es gibt nichts zu ölen, nichts zu entfetten und keine schwarzen Streifen an der Wade. Der Riemen läuft leise, rostet nicht und übersteht laut den gängigen Herstellerangaben ein Vielfaches der Laufleistung einer Kette. Für ein Rad, das täglich draußen steht und bei jedem Wetter bewegt wird, ist das der spürbarste Komfortgewinn der ganzen Ausstattung.
Zwei Dinge solltest Du wissen. Erstens braucht ein Riemen einen Rahmen mit Öffnung im Hinterbau, weil er sich nicht wie eine Kette auftrennen lässt. Zweitens funktioniert er nur mit einer Nabenschaltung, weil er seitlich nicht springen kann. Beim X850 gibt es hier eine kleine Unschärfe in den Quellen: Zündapp weist für die Tiefeinsteiger-Ausführung einen Riemen des Herstellers Oufeya aus, während die bei Lidl gelistete Diamant-Ausführung mit einem Gates-Carbon-Riemen beworben wird. Am Wartungsvorteil ändert das nichts, an der Ersatzteilbeschaffung nach Jahren durchaus.
550 Wh in Alltagsgrößen gerechnet
Der Greenway-Akku fasst 550 Wh (36 V, 14,9 Ah) und ist abnehmbar. Zündapp gibt die Reichweite mit 18 bis 130 km an, und diese ungewöhnlich ehrliche Spanne beschreibt die Realität besser als die üblichen Bestwerte.
Rechne mit einem Verbrauch von 8 bis 12 Wh pro Kilometer auf flachem Asphalt in mittlerer Unterstützung. Aus 550 Wh werden damit 45 bis 70 km. In hügeligem Gelände, mit Gepäck oder in der höchsten Stufe steigt der Verbrauch auf 15 bis 20 Wh/km, dann bleiben 27 bis 37 km. Für den typischen Pendelweg von 15 km pro Richtung reicht eine Ladung damit sicher für die ganze Woche. Deinen eigenen Wert kannst Du im Reichweiten-Rechner durchspielen.
Nexus 7: die passende Schaltung zum Riemen
Geschaltet wird über eine Shimano Nexus C3001 mit sieben Gängen im Hinterrad. Eine Nabenschaltung ist die logische Ergänzung zum Riemen: Sie schaltet im Stand, ist gekapselt und braucht kaum Pflege. Das passt zum Anspruch, ein wartungsarmes Alltagsrad zu bauen.
Die Grenze liegt in der Bandbreite. Sieben Gänge decken den Bereich ab, den ein Stadt- und Tourenrad braucht, an sehr steilen Rampen fehlt aber der ganz kleine Gang, den eine 9- oder 10-fach-Kettenschaltung bietet. Weil der Motor mit 70 Nm kräftig zupackt, fällt das im Alltag weniger auf als an einem unmotorisierten Rad.
Bremsen und Fahrwerk
Gebremst wird mit Shimano MT200, einer hydraulischen Scheibenbremse mit 180 mm vorn und 160 mm hinten. Für ein Rad mit 26,3 kg Eigengewicht plus Fahrer und Gepäck ist das die richtige Wahl: Hydraulik braucht weniger Handkraft, hält den Druckpunkt konstant und muss nicht wie ein Seilzug regelmäßig nachgestellt werden.
Beim Fahrwerk wird gespart. Die Zoom AMS HLO bietet 63 mm Federweg und einen Lockout, mit dem Du sie auf Asphalt sperren kannst. Trekkingräder dieser Klasse liegen üblicherweise bei 75 bis 100 mm. Ausgeglichen wird das teilweise durch die Schwalbe Super Motion X in 2,4 Zoll Breite: Bei moderatem Luftdruck federt so ein Reifen selbst kräftig mit und nimmt Kopfsteinpflaster und Feldwegen die Härte.
Tiefeinsteiger oder Diamant: zwei Rahmen, ein Rad
Das X850 gibt es in zwei Rahmenformen zum selben Preis. Der Tiefeinsteiger mit 48 cm ist für 160 bis 185 cm Körpergröße ausgelegt und lässt Dich ohne Beinschwung aufsteigen, was mit Gepäck, Rock oder eingeschränkter Beweglichkeit den Alltag deutlich erleichtert. Der Diamantrahmen mit 53 cm ist steifer und passt zu größeren Fahrern.
Technisch sind beide identisch ausgestattet. Die Wahl ist damit eine reine Frage von Körpergröße und Einstiegskomfort. Wenn Du unsicher bist, hilft der Rahmengrößen-Rechner bei der Einordnung.
Wo das X850 an seine Grenze kommt
Der wichtigste Punkt steht klein im Datenblatt: Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 120 kg. Bei 26,3 kg Eigengewicht bleiben rechnerisch 93,7 kg für Fahrer plus Gepäck. Wer 85 kg wiegt, darf noch knapp 9 kg zuladen, und das ist für ein Trekkingrad mit Gepäckträger wenig. Räder mit 140 oder 150 kg Systemgewicht sind hier klar im Vorteil, eine Übersicht dazu steht im Ratgeber E-Bike für Übergewichtige.
Zweiter Punkt: das Display. Der Ananda D19 ist eine LED-Anzeige mit Bluetooth-Anbindung an die Hersteller-App. Die Anzeige ist funktional, an die Detailtiefe eines großen LCD- oder Farbdisplays reicht sie nicht heran. Für Restreichweite und Unterstützungsstufe genügt sie.
Zwei Kaufwege im Vergleich
Das X850 läuft bei Amazon und bei Lidl, und die beiden Händler führen unterschiedliche Ausführungen: Bei Amazon bekommst Du den Tiefeinsteiger in Grau mit 48 cm, bei Lidl die Diamant-Ausführung mit 53 cm, die dort meist einige hundert Euro günstiger liegt. Beide Buttons oben auf dieser Seite führen direkt zur jeweiligen Ausführung, ein Vergleich vor der Bestellung lohnt sich also doppelt: wegen des Preises und wegen der Rahmenform.
Einordnung: was das Paket für den Preis wert ist
Für ca. 1.888,99 € bekommst Du eine Ausstattung, die sonst deutlich teurer beginnt. Mittelmotor, Riemenantrieb und hydraulische Bremsen zusammen findest Du in dieser Preisklasse selten, üblich sind hier Nabenmotor, Kette und mechanische Scheibenbremsen. Bezahlt wird das mit einer knapp bemessenen Federgabel, einem einfachen Display und dem niedrigen Systemgewicht. Wie sich das gegen andere Räder derselben Klasse schlägt, zeigt die Liste der besten E-Trekkingräder.
Alternativen im Vergleich
Wie ordnet sich dieses Rad gegen die preislich nächstliegenden Modelle aus unseren Rezensionen ein? Die Kernwerte nebeneinander:
| Merkmal | ![]() | |||
|---|---|---|---|---|
| Preis | ca. 1.888,99 € | ca. 1.910,69 € | ca. 1.699,00 € | ca. 1.649,00 € |
| Motor | Ananda M60CD Mittelmotor, 250 W, 70 Nm | Brose Drive S Mag Mittelmotor, 250 W, 90 Nm | Nabenmotor im Hinterrad, 48 V, 250 W Nenndauerleistung (650 W Spitze laut Gleecycle), 65 Nm | Ananda M60 Mittelmotor, 250 W; das Drehmoment geben die Quellen mit 70 Nm bzw. 90 Nm an |
| Akku | 36 V, 14,9 Ah (550 Wh), Greenway, abnehmbar | 36 V, 19,7 Ah (711 Wh), im Rahmen integriert | 48 V, 20 Ah, 960 Wh, Samsung-21700-Zellen, herausnehmbar | 36 V, 522 Wh, vollintegriert im Unterrohr |
| Reichweite | 18–130 km (je nach Zuladung und Fahrweise) | bis zu 170 km | bis 150 km mit Tretunterstützung laut Gleecycle | bis 90 km |
| Gewicht | 26,3 kg | 28 kg | 30,5 kg mit Akku | weist SAXONETTE nicht aus (die Handelsangabe von 36 kg entspricht dem Versandgewicht) |
| Bewertung | 4,1 / 5 | 4,5 / 5 | 4,2 / 5 | 3,9 / 5 |
Mit * markierte Links sind Affiliate-Links: Kaufst Du darüber, erhalten wir ggf. eine Provision, für Dich ändert sich der Preis dadurch nicht. Preise als Richtwert, Angaben laut Hersteller/Händler. Über „Zur Rezension" kommst Du zu unserer ausführlichen Einordnung des jeweiligen Modells.
Fazit: Für wen lohnt sich das ZÜNDAPP X850?
Das X850 ist ein Alltagsrad für Leute, die möglichst wenig schrauben wollen. Riemen statt Kette spart die regelmäßige Pflege, die Nabenschaltung schaltet im Stand und bleibt gekapselt, und der Mittelmotor mit 70 Nm macht Steigungen zur Nebensache. Für Pendelstrecken, Feierabendrunden und Touren auf gemischtem Untergrund ist das Paket für ca. 1.888,99 € stimmig.
Zwei Punkte solltest Du vorher prüfen. Das zulässige Gesamtgewicht von 120 kg lässt bei 26,3 kg Eigengewicht wenig Spielraum für Fahrer plus Gepäck, und die Federgabel mit 63 mm ist eher für befestigte Wege ausgelegt als für ruppige Trails. Wer schwerer bepackt unterwegs ist oder viel auf grobem Untergrund fährt, sollte ein Rad mit höherem Systemgewicht und mehr Federweg wählen.
Häufige Fragen
Ja. Der Ananda M60CD sitzt im Tretlager und liefert 70 Nm bei 250 W Nenndauerleistung. Das ist in dieser Preisklasse ungewöhnlich, üblich sind hier Nabenmotoren. Der Mittelmotor nutzt die Übersetzung der Schaltung mit und sorgt für eine tiefe, mittige Gewichtsverteilung.
Zündapp gibt 18 bis 130 km an. Realistisch sind auf flachem Asphalt in mittlerer Unterstützung 45 bis 70 km, weil der Verbrauch dort bei 8 bis 12 Wh pro Kilometer liegt. In hügeligem Gelände, mit Gepäck oder in der höchsten Stufe steigt der Verbrauch auf 15 bis 20 Wh/km, dann bleiben 27 bis 37 km.
Der Zahnriemen braucht kein Öl, rostet nicht, läuft leise und hält deutlich länger als eine Kette. Es gibt keine Kettenpflege und keine Ölspuren an der Kleidung. Dafür braucht er zwingend eine Nabenschaltung und einen Rahmen mit Öffnung im Hinterbau, weil er sich nicht auftrennen lässt.
Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 120 kg. Bei 26,3 kg Eigengewicht bleiben rechnerisch 93,7 kg für Fahrer, Kleidung und Gepäck. Das ist der wichtigste Punkt vor dem Kauf, viele Trekkingräder erlauben 140 bis 150 kg.
Das X850 läuft als Tiefeinsteiger mit 48 cm Rahmenhöhe und als Diamantrahmen mit 53 cm. Der Tiefeinsteiger ist für 160 bis 185 cm Körpergröße ausgelegt. Technisch sind beide identisch ausgestattet, die Wahl ist eine Frage von Körpergröße und Einstiegskomfort.
Ja. Als Pedelec mit Unterstützung bis 25 km/h und 250 W Nenndauerleistung gilt es rechtlich als Fahrrad. Du brauchst weder Führerschein noch Versicherungskennzeichen, und Radwege darfst Du normal nutzen. Die StVZO-konforme Beleuchtung ist ab Werk montiert.
Zündapp gibt 3,5 bis 6,5 Stunden für eine volle Ladung an, je nach Ladegerät und Restkapazität. Der 550-Wh-Akku ist abnehmbar und lässt sich in der Wohnung laden, was im Winter die Lebensdauer schont.
Für Asphalt, Radwege und feste Schotterwege ja, zumal die 2,4 Zoll breiten Schwalbe-Reifen bei moderatem Luftdruck selbst kräftig mitfedern. Für Wurzelpfade und grobe Feldwege ist der Federweg knapp, Trekkingräder dieser Klasse liegen üblicherweise bei 75 bis 100 mm.
Bei Amazon gibt es den Tiefeinsteiger in Grau mit 48 cm, bei Lidl die Diamant-Ausführung mit 53 cm, die dort meist deutlich günstiger liegt. Über die beiden Kauf-Buttons oben auf dieser Seite kommst Du direkt zur jeweiligen Ausführung und kannst Preis und Rahmenform vergleichen.



